Ab 2009/2010 gibt es eine neue Bezeichnung für die DSD II-Prüfung: DSD II Stufenprüfung B2/C1
Warum Stufenprüfung?
Die Prüfung ist bestanden, wenn in jedem der vier Teile mindestens B2 – Niveau nachgewiesen wird. Ein Ausgleich ist nicht möglich. Auf dem Diplom wird für jeden Prüfungsteil die erreichte Kompetenzstufe ausgewiesen. In jedem Teilbereich sind maximal 24 Punkte zu erzielen. Dabei erfolgt eine Zuteilung nach folgendem Schema:
0 – 7 Punkte nicht bestanden
8 – 11 Punkte SK bestanden auf B2 – Niveau
8 – 11 Punkte MK bestanden auf B2 – Niveau
8 – 13 Punkte LV bestanden auf B2 – Niveau
8-13 Punkte HV bestanden auf B2 – Niveau
12 – 24 Punkte SK bestanden auf C1 – Niveau
12 – 24 Punkte MK bestanden auf C1 – Niveau
14 – 24 Punkte LV bestanden auf C1 – Niveau
14 – 24 Punkte HV bestanden auf C1 – Niveau
Auch einzelne Prüfungsteile wurden verändert. Die Teile HV und LV haben je einen Prüfungsteil mehr und andere Aufgabenstellungen. Die Bearbeitungszeit dieser Teile hat sich erhöht.
Leseverstehen: 75 Minuten (alt 60/70)
Hörverstehen: 40 Minuten. (alt 30)
MK und SK bleiben in der Aufgabenstellung unverändert, nur die Bewertungskriterien wurden ergänzt.
Da dies schon mein zweites Blog ist, weiß ich nicht so genau, wann ich Blog-Geburtstag feiern sollte. Aber nun gibt es doch einen kleinen Höhepunkt, denn seit ich im November 2007 mit dem Blog hierher auf WordPress umgezogen bin, besuchten 100 000 Nutzer diese Seite. Natürlich freut man sich vor allem darüber, dass auch gelesen und genutzt wird, was man hier so schreibt. Wichtig sind mir besonders die neuen Kontakte mit anderen DaF-Lehrern, die sich durch das Blog entwickelten.
Den Anlass habe ich genutzt, um etwas Ordnung in die 305 Posts der vergangenen Jahre zu bringen. Deshalb wurde dieÜbersichtsseite von mir überarbeitet und nach Themen geordnet.
Leider ist es ja in einem Blog oft so, dass viele Idee und Informationen mit der Zeit in Vergessenheit geraten, obwohl sie es nicht verdient hätten.
70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gehen online
13,7 Prozent mehr Männer als Frauen nutzen das Internet
Aus der aktuellen Schülergeneration sind fast alle (97 Prozent) online.
Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch noch bei Klassifizierung der älteren Surfer nach ihrer Schulbildung. Von den Personen mit Hauptschulabschluss ist nur gut die Hälfte mit dem Web vertraut. Dagegen sind fast zwei Drittel der Personen, die eine weiterbildende Schule besucht haben, sowie nahezu 90 Prozent derjenigen mit Abitur oder Studium Teil der Web-Community.
Die Rose ist ein Sinnbild für Schönheit und Liebe. Besungen und gemalt, umgibt sie immer ein Hauch des Mystischen. Die Dornen werden dabei aber meist vergessen.
So beginnt das neue Stichwort der Deutsche Welle (22.06.2009)
Das Thema Blumen habe ich hier im Blog schon im Beitrag Blumen sagen mehr als 1000 Worte – 100 Jahre Fleurop näher beleuchtet. Das aktuelle Stichwort geht vor allem auf die Bedeutung der Rose in Alltag und Kunst ein. Die Sendung beschreibt die Rose als Symbol der Liebe:
Die Rose ist die Blüte der Liebe, die Blume der Freude, Ausdruck der Jugendfrische. Was Wunder, dass die Rose, zumal die tiefrote, der Geliebten überreicht wird, dass die rosenroten Lippen, der rosige Teint, die rosaroten Wangen den Mädchen und Frauen vorbehalten sind.
und berichtet aus der Zeit, als der
Rosenkranz, … unter dem lateinischen Namen “rosarium” Eingang in die christlich-katholische Religion gefunden hat.
Was ich als in der Botanik Unkundiger noch nicht wusste, dass die Rose streng botanisch gesehen keine Dornen, sondern Stacheln hat.
Trotzdem bleibt folgendes Lied der Gruppe Renft eines meiner Lieblingslieder, auch des Textes wegen. Ich finde, mit der geeigneten DaF-Lerngruppe kann man es auch im Unterricht einsetzen. Das Lied beginnt mit folgenden Zeilen:
Wer die Rose, wer die Rose ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Dorn
Der zur Rose noch dazu gehört
Noch so lang, so lang man sie bedroht
Hier fällt die Wiederholung des (vielleicht heute schon etwas altmodisch erscheinenden Begriffs: ehren auf
Was bedeutet das Sprichwort: Aber keine Rose ohne Dornen ?
Wie erklärt das Lied die Frage, warum Rosen Dornen haben?
Hier kommt nun das Lied. Achtet bitte auf das Ende!
Am Ende heißt es:
Einmal wirft sie ihn ab, Einmal wirft sie ihn ab
Das wird sein, wenns sein wird
Und Mensch ehrt den Menschen
Wann kann der Zeitpunkt kommen, dass die Rose ihre Dornen verliert?
Interessant für den Unterricht kann auch die Information über die Band “Renft” (richtiger Name: Klaus Renft Combo) sein, die in der DDR Kultstatus besaß. 1975 wurde sie verboten und später verließen einige Bandmitglieder das Land. Erst 1990 fand sich die Band zu einer Wiedervereinigungs-Tournee wieder zusammen.
Hier noch als Zugabe “Gänselieschen” – auch eines meiner Lieblingslieder dieser Band:
Uns’re LPG hat 100 Gänse,
und ein Gänselieschen – das ist meins.
Jeden Morgen ziehn sie auf die Wiese,
100 Gänse und die Hunderteins.
Als Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, LPG, wird der Zusammenschluss von Bauern und Bäuerinnen und deren Produktionsmitteln, sowie anderer Beschäftigten zur gemeinschaftlichen agrarischen Produktion in der DDR bezeichnet. Landwirtschaftliche Genossenschaften waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den sozialistischen Staaten Europas weit verbreitet. aus Wikipedia
Trecker hier Traktor
Volkseigentum: In den 1980er-Jahren war etwa 98 Prozent des gesamten Produktivvermögens der DDR volkseigen, darunter etwa 8000 volkseigene Betriebe und Kombinate, die den Titel VEB führten. Vollständig in Volkseigentum in diesem Sinn überführt wurden in der DDR Bodenschätze, Bergwerke, Gewässer, Naturreichtümer, Kraftwerke, Banken, Versicherungen, Transportmittel, Verkehrswege, Luftfahrt, Schifffahrt, Post- und Fernmeldewesen sowie letztlich alle Industriebetriebe. 50 % der Liegenschaften standen im Volkseigentum. Dazu kamen noch andere, oftmals landwirtschaftlich genutzte Flächen, die Gegenstand sonstigen sozialistischen Eigentums waren.
Die Aufgabe für die Schüler kann darin bestehen, dass sie zu den Bildern eine kleine Weihnachtsgeschichte schreiben könnten.
Genutzt habe ich dabei Flickr-Fotos der Seite Die Commons. Die Fotos sind meistens frei nutzbar und viele haben eine sehr gute Qualität. Das Projekt wird auf der Flickr-Seite so beschrieben:
Das Commons-Projekt von Flickr hat zwei Hauptziele: Zum einen möchten wir Ihnen zeigen, welche verborgenen Schätze in den öffentlichen Fotoarchiven der Welt schlummern. Zum anderen möchten wir Ihnen demonstrieren, wie Sie diese Sammlungen durch Ihr Wissen mit von Ihnen geschriebenen Kommentaren bereichern können.
Im Post Stupeflix – ein kleiner Erfahrungsbericht hatte ich vergessen zu erwähnen, dass man auch Flickr-Dateien im direkten Link nutzen kann. Man muss nur auf die passende Lizenz achten.
Animoto ist am besten für attraktive Foto-Videoclips geeignet, bei denen dieSynchronisierung zweitrangig ist, aber attraktive Übergänge gefragt sind. Voicethread hat seine Stärken darin, dass es komplett webbasiert ist und man keine Software installiert haben muss. Außerdem ist es besonders bei kooperativen Übungsformen ein interessantes Tool. Slideshare kann durch die Verwendung des weitverbreiteten Powerpoint als Editionstool punkten.
Zu einer Biografie gehören nicht nur Schulabschlüsse und Wohnorte, sondern auch die Produkte, Frisuren und Moden. Heute Philipp und seine Bücher.
so beginnt philipp-mattheis von jetzt.de (Süddeutsche Zeitung) eine Reise durch seine Lese-Biografie. Mir gefällt besonders die selbstironische Art, wie er seine “Leseentwicklung” darstellt und an einigen Stellen habe ich mich auch wiedererkannt.
In diesem Schuljahr gab es ein ähnliche Aufgabe im DSD-Wiki. Leider kannte ich den Ansatz von Philipp noch nicht, sonst hätte ich diesen für meine Aufgabenstellung genutzt. Natürlich ist die Lesebiografie unserer Schüler noch nicht so umfangreich, aber eine eigene Entwicklung könnten sie schon (auch als DaF-Lerner) reflektieren. So blieb es bei der etwas hausbackenen Bearbeitung der Aufgabe: Stelle dein Lieblingsbuch vor.
Dabei sollten die Schüler die eigene Wahl begründen, wichtige Informationen des Buches (Entstehungsgeschichte, Autor, Ort/ Zeit des Schaffens nennen, eine kurze Zusammenfassung der Handlung geben, die Hauptpersonen kurz analysieren und die Hauptaussage des Werkes herausarbeiten.
Dazu wurden Redemittel vorgegeben und geübt. Die Arbeiten wurden vor der Klasse präsentiert. Die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus. Abgesehen vom Sprachniveau war das größte Problem für einige Schüler, ein oder das Buch zu finden. Aber auch die Suche nach Zusatzinformationen und deren Verarbeitung war für einige nicht so einfach. Das reine kopieren aus dem Internet (Wikipedia, Amazon) hatte ich untersagt.
Im nächsten Jahr werde ich die Aufgabenstellung verändern und die Anregung von jetzt.de mit einarbeiten. So richtig Spaß würde die Arbeit machen, wenn sich auch andere Lehrer mit ihren Schülern daran beteiligen würden. So könnte im Wiki ein reger Austausch über Lesetipps entstehen, wobei man sich ganz nebenbei besser kennen lernen könnte. Lust bekommen?
Die täglichen Lesestunden lagen bei etwas mehr als zwei Stunden täglich bei den nicht krankhaften Lesern. Gefährdete Personen würden sich im Durchschnitt über 4,5 Stunden täglich mit Lesen beschäftigen. Besonders hoch sei die Lesedauer bei abhängigen Lesern, diese würden an Schultagen etwa sechs Stunden täglich lesen, am Wochenende steige die Zahl auf durchschnittlich acht Stunden pro Tag.
Das Deutsche verkümmert, beklagen Sprachwächter seit Jahren. Schuld ist der Computer. Wirklich? Macht es sprachlich einen Unterschied, mit welchem Schreibwerkzeug ein Text geschrieben wird: mit Stift, Schreibmaschine oder am Computer?
unfertig und schnell hingewischt
„Es ist ein Trugschluss der Computerschreiberei, zu denken, dass man schnell etwas hinschreibt und es später korrigiert“, sagt er. „Das tun die wenigsten.“ Da er auf Papier schreibt, überlege er länger und begnüge sich nicht mit der erstbesten Formulierung. Stereotypen wie „eine nachdenkliche Miene“ oder „ein verschmitztes Lächeln“ könne er durch diese Arbeitsweise vermeiden. „Solche Standard-Formulierungen fließen beim flotten Schreiben am Rechner schnell ein“, sagt Prosinger, auf den Texte, die am Computer geschrieben sind, oft „unfertig und schnell hingewischt“ wirken. „Der Computer verführt dazu.“
Und im Wiki????
Es ist jedenfalls ein ernstzunehmendes Argument, das man beim kreativen kooperativen Schreiben beachten sollte. Auch hier gilt: Die richtige Mischung machts!
Eine tolle Idee! Man sammelt in einem Wiki Vorschläge für die aktuelle Ausgabe des Szenesprachen-Dudens. Dieser erscheint bereits seit 2000 und bedarf unbedingt einer Aktualisierung. Für uns Lehrer ein gutes Werkzeug unsere Schüler besser zu verstehen bzw. im DaF-Unterricht auch die aktuelle Jugendsprache einzubeziehen. (oder einfach nur die Schüler:
Jemanden auf lustige Weise (aber evtl. lustlos) unterhalten, jemandem einen Spaß angedeihen lassen
Beispiele
Damit das kleine Kind nicht ständig schreit, muss es regelmäßig bespaßt werden…
700 bis 1000 Wörter sollen ins Buch aufgenommen werden, Wörter, die “einerseits tatsächlich verbreitet sind, andererseits aber noch nicht in traditionellen Wörterbüchern verzeichnet sind”. Das neue Wörterbuch solle Wörter erklären, “die breiten Kreisen der Sprachgemeinde wirklich neu sind”. Altbackene Begriffe sollen also tabu sein – ein absolutes “NoGo”. aus FR-ONLINE
Beispiele:
“Blogorhö” (unkontrollierte, durchfallartige Geschwätzigkeit im Internet – wie Diarrhö; neuerdings auch: “Twitterhö”)
“Castingopfer” (Menschen, die zum “Fremdschämen” schlecht singen und sich trotzdem bei TV-Castingshows wie “Deutschland sucht den Superstar” bewerben und blamieren).
Auch ohne Zusatz hat das Wort “Opfer” in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Karriere gemacht. Teenager-Dialog in der Straßenbahn einer deutschen Großstadt: “Gehst Du heute Training?” – “Nein, ich schaff’s nicht.” – “Du bist ja opfer.” Das Wort bedeutet so viel wie “mies” oder “extrem schlecht”. Es wird also nicht mehr nur als Substantiv, sondern auch als Adjektiv verwendet.
Entwicklung neuer technischer Begriffe:
“Youtuben”, “Twittern”, “Egogoogeln” (selbstvergewissernde Suche nach sich selbst im Internet) oder aber “Cyberstalking” (Recherchieren von anderen Personen im Internet, um mehr über sie zu erfahren).
Kofferwörter:
= zusammengezogene Begriffe wie etwa “Smirting” (das Flirten unter Rauchern – seit “Smoker” wegen der strengeren Gesetze ins Freie müssen), “smexy” (gemorphed aus “smart” (schlau) und “sexy”), “Crackberry” (Crack und Blackberry verschmelzen zu der Sucht, ständig erreichbar zu sein) oder aber “Bankster” (Mischung aus Banker und Gangster – im Zuge der Finanzkrise ein Wort für Banker, die moralisch schlecht handeln).
Heute habe ich das Tool Stupeflix ausprobiert. Weiß nicht mehr, woher ich den Tipp hatte (Sorry). Es ermöglicht aus Bildern (von der Festplatte oder Wikipedia) eine animierte Präsentation mit Untertiteln und Hintergrundmusik zu erstellen.
Es funktionierte nach der Anmeldung ganz einfach. Ich wählte einen Wikipedia-Artikel zufällig aus – bin hier auf den Hund gekommen – und habe die Image-Links in die Präsentation eingefügt, dann die Bildunterschriften erstellt und etwas mit der Anzeigezeit und -Art herumgespielt. Herausgekommen ist folgendes kleine Video ohne Musik. Die Datei wird als MP4 ausgegeben und kann auf Youtube problemlos hochgeladen werden.
Als nächsten Schritt möchte ich das Video synchronisieren. Muss mir aber noch ein passendes Tool suchen. Vielleicht kann mir einer von euch helfen. Falls die Synchronisierung funktioniert, kann ich mir gut vorstellen, dass man so kleine Bildergeschichten als Schreibanlass (siehe Cornelia DaF-Blog) oder Wortfelder erstellen könnte und diese dann in Blog oder Wiki einbinden kann.
Ich weiß auch nicht, warum ich gerade im Sommer auf diese Thema komme:
Schreib zu folgenden Bildern eine Weihnachtsgeschichte:
Da ich schon früher auf das Problem Behördendeutsch/ Amtssprache eingegangen bin, möchte ich die aktuelle Sendung Alltagsdeutsch der Deutschen Welle erwähnen:
Umständlich ist sie überall auf der Welt: die Sprache von Ämtern und Behörden. Den Deutschen jedoch wird nachgesagt, dass sie in dieser Hinsicht wahre Meister sind – so dass wirklich niemand mehr etwas versteht.
Hiermit lade ich alle Interessenten zu meinem Vortrag auf der IDT in Jena ein:
"Einsatz von Wiki im DaF-Unterricht am Beispiel des DSD-Wikis"
Ort und Zeit wird noch präzisiert.
RT @pesterlloyd: Capa-Ausstellung im Budapester Ludwig Museumhttp://bit.ly/1MWUjQ 3 days ago
70 Prozent der Bevölkerung in Dtld gehen online. Aus der aktuellen Schülergeneration sind es fast alle (97 Prozent). http://bit.ly/A9wyI6 days ago
@DeutschLernNet Für Wortschatz ist es gut! Ich habe oft dasProblem,dass die Korrekturen in der WikiDiskussionsseite zu unübersichtlich sind. 6 days ago
Jetzt kann man #Tucent im #DSDWiki nutzen. Ich verspreche mir davon eine Vereinfachung der Korrekturen im Wiki. Wer hat Erfahrungen damit? 6 days ago
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