Sprechübungen mit H5P


Einige Anwendungsmöglichkeiten von H5P werde ich aus Zeitgründen oder wegen unterschiedlicher technischer Ausstattung im Online-Seminar am 19.03. nicht berücksichtigen können.

Eine Funktion von H5P, der ich viel Potential zutraue, sind die sich selbstkontrollierenden Sprechübungen. Leider funktioniert dies nur mit dem Internetbrowser Chrome, weshalb ich bei der geplanten Online-Fortbildung auf eine Präsentation verzichten werde.

Beispiel: „Sprechübung: Begrüßung, formell“ https://h5p.org/node/450050

Beim Öffnen im Browser Chrome siehst du folgende Seite (hier als screenshot) sehen:

Screenshot: Anzeige der Sprechübung auf H5P

Die Übungsform findet man bei H5P unter „Speak the Words“ (Answer a question using your voice) und „Speak the Words Set“ (A series of questions answered by speech). Die gesprochene Sprache wird online aufgenommen und automatisch erkannt bzw. überprüft und bei richtiger Aussprache als “richtig” gewertet. Das zu sprechende Wort oder Wortgruppe wird bei der Übungserstellung in der Aufgabe in Schriftform als <Accepted answers> hinterlegt.

Mögliche Übungen sind: Phonetik: Die richtige Aussprache testen und üben, Chunks gebrauchen, Wortschatz festigen (Die gesuchte Wort muss gesprochen werden.) und auch Grammatik üben, wenn man einen vollständigen Satz richtig formulieren muss. Man sieht also, dass diese Übungsform sehr komplex ist und viele Fertigkeiten anspricht. Was ich noch nicht ausprobiert habe, aber mir vorstellen könnte, ist die Übung von Dialogen: Man übernimmt einen Dialogpart und reagiert auf Fragen oder stellt selber welche.

Hier drei Beispiele:

Beispiel: Artikel + Nomen https://h5p.org/node/428359

Beispiel: Thema „Lebensmittel“: https://h5p.org/node/358246

Hier eine Übung mit Zungenbrechern: https://h5p.org/node/450155  

Durch mehrmaliges Sprechen kann hier nicht nur die Phonetik verbessert, sondern die einzelnen Sätze automatisiert werden. Dies gilt natürlich auch für andere Sätze oder Chunks.

Was mir nicht so gefällt:

Mir ist aufgefallen, dass manchmal auch ein Satz trotz Fehler erkannt wird. Woran das liegt, muss ich noch ergründen.

Bei der hinterlegten Lösung, finde ich es umständlich, dass unterschiedliche Schreibweisen eingegeben werden müssen, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren. Zum Beispiel: Guten Tag, guten Tag, guten tag … -> Mögliche Lösung: Benutze bei dem Eintrag <Accepted answers> nur die Kleinschreibung.

Mir ist auch aufgefallen, dass die Aufgabe nur durch den direkten Link lösbar ist. Einbettungen kann man zwar sehen, aber nicht interaktiv bearbeiten.

Mich nervt auch, dass Hinweise immer wieder auf Deutsch ergänzt werden müssen. Natürlich geht das auch in jeder anderen Sprache zum Beispiel für A1, aber für höhere Niveaus sollte die Bedienung der Aufgabe nur Deutsch sein und dies ist eben sehr arbeitsaufwendig.

Auch die <Language of speech input>, also die Sprache, in der gesprochen werden soll, muss jedes Mal auf <German> umgestellt werden. Besser wäre es, wenn man am Anfang der Erstellung eine Auswahl hätte, a) die jeweilige Sprache oder b) die Möglichkeit der Übung mit unterschiedlichen Sprachen zu wählen.

Was mir wirklich für eine Phonetikübung fehlt, ist das vorher richtig gesprochene Beispiel, an dem sich der Lerner orientieren kann. Hier kann man solche Beispiele in einer anderen Übung über die Funktion Audio Recorder einsprechen und als QR-Code oder Link anbieten. Diese Variante ist natürlich noch sehr umständlich. Da sich aber H5P ständig weiterentwickelt, bin ich ganz optimistisch, dass die Anwendung bald weitere Funktionen erhält.

Wie sinnvoll einsetzen?

Wir kennen alle das Problem, dass für die persönliche Überprüfung der Aussprache im Unterricht oder im Sprachkurs wenig Zeit bleibt. Mit dieser Übungsform kann man den Lernenden die Möglichkeit geben, zu üben und sich selbst zu überprüfen. Das kann / sollte binnendifferenziert erfolgen. Denkbar wären Szenarien: Stationenlernen (Übungsphase), individuelle Hausaufgaben oder als Angebot für informelles Lernen (Eigeninitiative, außerhalb des Kurses oder Schule).

Einwand: Die Erstellung von Übungen, gezielt für jeden einzelnen Lernenden ist sehr zeitaufwendig.

Alternative 1: Einführung der Lernenden in die Selbsterstellung solcher Übungen. Vorteil: Nach einem Beratungsgespräch, kann der Lernende für den eigenen Bedarf Übungen erstellen. Das hat auch den Vorteil, dass der Lernende die Fertigkeit für das lebenslange Lernen u.a. auch für andere Sprachen nutzen kann.

Alternative 2: Die erstellten Übungen können mit Kolleginnen und Kollegen geteilt werden. Das kann auf Schulebene oder im größeren Rahmen auch international über eine Plattform? erfolgen.

Wie erstellen?

Eine einfache Möglichkeit ist das Weiterverarbeiten einer bereits bestehenden Übung. Du kannst dort alles austauschen.

  1. Voraussetzung: Du bist auf H5P angemeldet.
  2. Suche unter der Übung das <Reuse> Symbol. (Wiederverwendung) Bei anderen Aufgabentypen findet man anstatt <Reuse> einen <Download> Button.
Reuse = Wiederverwendung – Hier startet man den Download.
  1. Spreicher die Übung als h5p-Datei auf deinem Computer.
  2. Klicke auf: <Create New Content>
  3. Klicke auf: <Upload>
  4. Lade die vorher gespeicherte h5p-Datei hoch.
  5. Bearbeite die Datei.
  6. Speichern nicht vergessen: <Save>

Inhalt neu erstellen:

  1. Klicke auf: <Create New Content>
  2. Suche „Speak the Words Set
  3. Füge die Inhalte ein.
  4. Speichern nicht vergessen.

So bekommst du einen eigenen H5P-Account


Wie hier schon angekündigt und begründet, werde ich am 19. März (19.30 Uhr) eine kostenlose Adobe-Connect Fortbildung zum Thema „Mediengestützte DaF/DaZ-Übungen am Beispiel von H5P“ anbieten. Damit alle auf dem gleichen Stand sind und ein zügiges gemeinsames Arbeiten gewährleistet ist, wäre es von Vorteil, wenn bereits alle Teilnehmenden auf H5P registriert sind. Falls jemand Hilfe braucht, findet man hier eine kurze Anleitung. Ansonsten könnt ihr mich jederzeit hier im Blog dazu fragen. (Kommentarfunktion)

Hier musst du klicken.

Um eigenen Inhalt auf der H5P-Website zu erstellen, ist ein eigener Account notwendig. Die Registrierung und die Erstellung und Verbreitung der Inhalte sind kostenlos. Gehe auf die Seite https://h5p.org/ und klicke dazu auf <Create free account>.

Für die Registrierung sind 4 Einträge notwendig:

  1. Benutzername
  2. E-Mailadresse
  3. Passwort + Passwortbestätigung
  4. CAPTCHA beantworten
Screenshot der H5P Registrierungsseite

Das solltest du beachten:

  1. Username:
    Leerzeichen sind erlaubt; Satzzeichen sind nicht zulässig, außer für Punkte, Bindestriche, Apostrophe und Unterstriche.
  2. E-Mail-Adresse:
    Eine gültige E-Mail-Adresse ist notwendig. Alle E-Mails des Systems werden an diese Adresse gesendet. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und wird nur verwendet, wenn Sie ein neues Passwort oder bestimmte Neuigkeiten oder Benachrichtigungen per E-Mail erhalten möchten.
  3. Passwort + Passwort bestätigen:
    Geben Sie in beiden Feldern ein Kennwort für das neue Konto an. Passwort muss mindestens 6 Zeichen lang sein.
  4. Beantworte das CAPTCHA
    Dies ist notwendig, damit keine automatisierten Anmeldungen stattfinden, wie zum Beispiel durch Spam-Bots, erfolgt.  Man muss Fragen beantworten. Leider sind diese nur Englisch, aber keine Angst, die Fragen sind nicht schwer. Hier eine Beispielfrage: “Was bekommst du, wenn du zwei und vier addierst? Antwort ist ein aus drei Buchstaben bestehendes Wort” Die Antwort muss natürlich Englisch eingeschrieben werden. 😉

Dann klicke auf: <Create new accoant>

Fertig!!

Wie schon oben geschrieben, wenn du Fragen oder Probleme mit der Registrierung hast melde dich hier. (Kommentar)

Warum eine Fortbildung zu H5P im DaF/DaZ-Unterricht?


Wie gestern schon angekündigt werde ich am 19.03. eine kostenlose Online-Fortbildung anbieten:

Digitale Tools haben schon längst im Fremdsprachenlernen Einzug gehalten. Aber werden sie auch immer sinnvoll eingesetzt?

Das kostenlose Werkzeug H5P zum Beispiel ist für Lerner und Lehrer leicht und mobil zu nutzen. Es lassen sich unterschiedliche Aufgaben- und Übungstypen digital umsetzen und als Open Educational Resources (OER) teilen und erneut anpassen. H5P-Anwendungen eignen sich sowohl zur Präsentation und Produktion von bedeutungsvollen und motivierenden Inhalten als auch für eine induktive Grammatikvermittlung. Die Stärke des Tools liegt aber auch darin, Übungssequenzen im und außerhalb (informelles Lernen) des Unterrichts zu ergänzen und bei richtigem Einsatz, unterschiedliche Lerntypen zu berücksichtigen und Binnendifferenzierung (gezielter) zu ermöglichen. Die Vorteile scheinen also zu überwiegen. Ob die Umsetzung im eigenen Unterricht aber auch immer sinnvoll, bedarfsorientiert und schülerorientiert erfolgt, wird zu selten hinterfragt.

Die Adobe Connect Präsentation stellt einige Möglichkeiten des Tools H5P vor. Es möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch dazu animieren, selbst eigene digitale Übungen zu erstellen und im Unterricht einzusetzen, aber diesen Einsatz zu planen und zu reflektieren.

Ziele

  1. Die TN kennen wichtige Übungsformen mit H5P und deren Einsatzmöglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht.
  2. Sie kennen Kriterien für den sinnvollen Einsatz von H5P-Anwendungen.

Ziele für die weitere Qualifikation (Eigeninitiative) der Teilnehmenden:

  1. Die TN können digitale Übungsformen gezielt auswählen und adaptieren.
  2. Sie können eine H5P-Übung planen, erstellen und gemeinsam mit Kollegen reflektieren.

Ausgangspunkt bzw. didaktisch methodische Grundlage der Reflexion der H5P-Anwendungen ist das Lernfeldermodell / Four Strands  (Nation/Newton 2009). Das Lernfeldermodell beruht auf der Annahme, dass eine ausgewogene Verteilung von Sprachlernaktivitäten über einen längeren Zeitraum am besten geeignet ist, die Lernenden zu einer aktiven Verwendung der gelernten Sprache zu bringen. Dieses Modell ermöglicht es, die Gesamtheit der Fremdsprachenvermittlung im Blick zu behalten und gleichzeitig bei Betrachtung einer Übung, einer Aufgabe, eines Tools oder einer digitalen Anwendung in ein bestimmtes Lernfeld „hinein zu zoomen“ und so zu hinterfragen.

Das heißt, dass der Lehrende mithilfe des Modells erfassen kann, ob er bestimmte Bereiche in der Fremdsprachenvermittlung bevorzugt, vernachlässigt, eventuell vergessen hat oder übertrieben anwendet. Das könnte einseitige Anwendungen von Quiztools vorbeugen.

Das Modell geht von 4 Lernfeldern aus, die durch Lernaktivitäten im Laufe eines gesamten Kurses oder in einem Schuljahr im gleichen Umfang abgedeckt werden sollten. Das heißt für die folgenden 4 Lernfelder, dass sie zu je einem Viertel (25%) Anwendung finden sollten:

1. Lernen durch Arbeit mit bedeutungsvollen Inhalten

2. Sprachbezogenes Lernen = punktuelle Konzentration auf sprachliche Strukturen (Grammatik, Wortschatz, Aussprache)

3. Lernen durch Produktion von bedeutungsvollem Output

4. Lernen durch Flüssigwerden im Sprechen, Schreiben, Hören, Lesen, Hörsehen

DLL 4

Dabei geht man nicht davon aus, dass es eine festgelegte Abfolge von Lernfeldern und -aktivitäten gibt und dass in jeder Stunde alle Lernfelder gleich oft angesprochen werden müssen.

Für Lehrende ist es meist eine Herausforderung für ihre Lerngruppe herauszufinden, was für diese „bedeutungsvoll“ ist. Auch wird oft reflektiert, dass das sprachbezogene Lernen mehr Raum einnimmt als im Modell vorgesehen. Fast immer sind Lehrende überrascht, dass dem Flüssigkeitstraining so viel Bedeutung zukommt. Die dazu notwendigen Automatisierungsübungen sind gekennzeichnet durch Schnelligkeit und eine hohe Wiederholungsrate. Hier gibt es, nach meiner Beobachtung, bei vielen Lehrern Bedarf zum Nachsteuern.

Hier eine Zusammenfassung des Lernfeldermodells.

Lernfelder und H5P-Anwendungen?

Ziel des Fremdsprachenlernens ist es, den Lerner in die Lage zu versetzen, Aufgaben, die nach Möglichkeit einen Sitz im Leben haben, lösen zu können. Was er dabei genau auf einer bestimmten Niveaustufe beherrschen muss, bestimmt der GER (Gemeinsame Europäische Referenzrahmen). Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass wir dies nicht gleich nach erfolgtem Input bewerkstelligen können. Vor dem freien Sprechen stehen Übungen, Wiederholungen, Anwendungen, Automatisierungen („Üben ohne Nachdenken“). Diese zu planen erfordert didaktisches Wissen, Erfahrungen und das Gespür für die Interessen und den Bedarf der einzelnen Schüler in der jeweiligen Lerngruppe.

Didaktisch geht man davon aus, dass man von geschlossenen Übungen über offenere Übungsformen zur offenen Aufgabe kommen sollte. Dabei spielen Automatisierungen (siehe dazu auch den Stroop-Effekt) eine wichtige Rolle. Das heißt, auch „Einschleifübungen“ haben ihre Berechtigung. Natürlich muss man das richtige Maß und eine sinnvolle Einbettung in den Unterricht finden. Das gilt auch für digitale geschlossene Übungen. Wie erfolgreich der Weg von geschossenen Übungen zu offenen Aufgaben am Ende ist, hängt auch von den individuellen Voraussetzungen der Lerner ab. Jede Lerngruppe hat unterschiedliche Lerntypen, Schüler mit unterschiedlichem Vorwissen und Interessen. Deshalb ist es notwendig, binnendifferenziert zu denken und vielfältige Übungsmöglichkeiten auch informell (außerhalb des Unterrichts) zur Verfügung zu stellen. Auch hier können H5P-Anwendungen eingesetzt werden.

Digitale Werzeuge müssen gezielt in diesen Prozess eingebunden werden.

Halten wir also fest: Den Unterricht zu öffnen, projektorientiert mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, kann im Fremdsprachenunterricht erst erfolgen, wenn solche Aufgaben sprachlich vorbereitet sind. Bei dieser Vorbereitung haben auch digitale Übungsformen ihre Berechtigung.

10 Dinge, die man zu H5P wissen sollte:

  1. Das Ziel des Open-Source-Werkzeugs H5P ist, die Inhaltserstellung von interaktiven Lerneinheiten einfach zu gestalten.
  2. Erstellte Inhalte können einfach exportiert und wieder importiert werden.
  3. Die Idee für H5P stammt von einer staatlich geförderten Organisation (NDLA) aus Norwegen. Seit 2013 ist die Firma Joubel federführend.
  4. H5P ist aktuell als Autorensystem organisiert, das heißt eigene Inhaltstypen können im Sinne von Open-Source von jedem, der es kann, programmiert und ergänzt werden.
  5. H5P integriert Creative-Commons-Lizenzen und ermöglicht somit OER.
  6. Wichtiges Ziel des Projektes ist die Barrierefreiheit. Es soll von allen Nutzern unabhängig von ihren Einschränkungen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden können. Der verwendete Webstandard HTML5 soll ermöglichen, dass die Anwendungen auf allen Endgeräten verwendbar sind.
  7. Durch H5P-Plugins können H5P-Inhalte direkt in WordPress, Drupal oder Moodle integriert und bearbeitet werden.
  8. Alle H5P-Inhalte können nach Erstellung zum Download bzw. zur Einbettung freigegeben werden.
  9. Zum Download freigegeben Inhalte können weiterverarbeitet, ergänzt, angepasst, verbessert werden und erneut zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden. Das entspricht der Idee von freien Bildungsinhalten (OER).
  10. Aktuell (5.3.2019) gibt es 41 Anwendungen auf H5P. Dieses Angebot wird ständig ausgebaut.

Steckbrief H5P

https://h5p.org/node/457033

Wozu H5P? Wir haben doch schon LearningApps?

Ja, beide sind sich insbesondere bei den Quiz-Komponenten ähnlich, werden deshalb auch als Beispiele für Toolifizierung und Quizzifizierung kritisiert.

Das Angebot von H5P geht aber darüber hinaus und entwickelt sich rasant weiter (aktuell 41, Vergleich LearningApps: 17 Quiz-Formate + 5 weitere Werkzeuge). Auch das Design erfüllt, meiner Meinung nach, höhere Ansprüche. Nachteile gibt es auch. So kann H5P nicht als SCORM zum Beispiel in Moodle eingebunden werden (Für die Plugin-Instellation muss man bestimmte Rechte besitzen.). Der größte Nachteil ist jedoch, dass auf H5P keine gezielte Suche nach weiteren interessanten Inhalten, die erneut angepasst werden können, möglich ist. Alternativ könnte man Inhalte in offenen Wikis sammeln, wie zum Beispiel im von mir betreuten Willkommen-Wiki der ZUM für DaF/DaZ Inhalte.

Kritik an H5P

In letzter Zeit wird H5P im Zusammenhang mit anderen Tools wie #LearningApps, #Kahoot, #LearningSnacks dafür kritisiert, dass sie #Frontalunterricht, #Behaviorismus und #kybernetischePädagogik unterstützen und dadurch die Entwicklung hin zu „zeitgemäßer Bildung“ behindern würden. Beispiele für die Kritik an der „Toolifizierung“ und „Quizzifizierung“ hier und hier.

Diese Kritik ist ernst zu nehmen und hilft dabei, die eigene didaktische Arbeit kritisch zu hinterfragen.

Ausblick

Eine progressive Rolle könnte H5P meiner Meinung nach für das 3. Lernfeld: „Lernen durch Produktion von bedeutungsvollem Output“ spielen. Besonders für „Sinn-volles“ Sprachhandeln eignen sich H5P Anwendungen zum Beispiel für digitale Produkte projektorientierten Lernens.

Noch ein Wort zu den in höheren Sprachprüfungen (DSD II) so beliebten Präsentationen. Im Fremdsprachenunterricht sprechen wir zwar von bedeutungsvollem Output, aber die Frage nach einem „bedeutungsvollen“ Medium wird nur selten gestellt. Wollen Schülerinnen und Schüler auch in einer digitalisierten Welt weiterhin Plakate oder das klassische PowerPoint einsetzen?  Bei Unterrichtsbesuchen an unterschiedlichen Schulen im Ausland sind mir noch die vielen bunten Deutsch-Plakate mit aus dem Internet kopierten Texten in Erinnerung, die, weit außerhalb der Sprachkompetenz (A1-A2) der Lerner, ausgedruckt und von diesen vorgelesen wurden. Dass dies kein gelungenes Beispiel für projektorientiertes, offenes Arbeiten ist, dürfte einleuchtend sein. Aber würde sich dies, bei gleicher Einstellung des Lehrers und Lerners, durch den Einsatz von digitalen Medien ändern?

Hier noch einmal die Informationen zur Anmeldung:

Am 19. März (19 Uhr) werde ich, im Rahmen des „DaF-Lehrer Netzwerkes“ organisiert von Nadja Blust, eine kostenlose Online-Fortbildung zum Thema „Mediengestützte DaF/DaZ-Übungen am Beispiel von H5P“ anbieten. Diese wird über Adobe Connect erfolgen. Wie mir Nadja mitgeteilt hat, ist, bei Interesse, eine Anmeldung obligatorisch und kann hier erfolgen: Zur Anmeldung

Links:

Zusammenfassung: Wortwolken im DaF-Unterricht


Gestern habe ich im Blog-Artikel Wikinar: Wordle & Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht einen kurzen Workshop zum Thema Wortwolken vorgestellt. Heute gibt es noch mehr Informationen und Materialien rund um das Thema: Wortwolken im DaF-Unterricht. Ihr findet hier:

  • Die ausführliche Beschreibung einer Fortbildung zu diesem Thema und Material
  • Eine Liste mit möglichen Einsatzszenarien für Wortwolken in DaF

Mit Wortwolken in Fortbildungen habe ich mich in den letzten Jahren im Blog Landeskunde (erstmals 2008) und in Online- oder Blended Learning-Kursen oder in Präsenzseminaren beschäftigt. Meist ging es darum, Unterrichtsideen für Wortwolken zu analysieren und eigene Wortwolken zu erstellen. Dabei sollten Ideen für die eigene Unterrichtspraxis entwickelt und Arbeitsblätter mit Wortwolken und Arbeitsanweisungen angefertigt und präsentiert werden. In den letzten 8 Jahren ist so eine Menge Material entstanden, das ich hier gerne veröffentlichen möchte.
Grob kann man den Ablauf fast aller Fortbildungsvarianten so wiedergeben:

  1. Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben mit Wordle im DaF-Unterricht
  2. Reflexion dieser Aufgaben und Sammlung eigener Unterrichtsideen
  3. Erstellung von Wortwolken: Schritt-für Schritt-Anleitung, Ausprobieren von versteckten Eigenschaften des Wordle-Tools
  4. Planung und Erstellung eines Arbeitsblattes mit Wortwolken für den DaF-Unterricht
  5. Präsentation der Ergebnisse und Evaluation

Einstieg

In den Fortbildungen vergangener Jahre habe ich verschiedene Einstiegsvarianten ausprobiert. So zum Beispiel in einer Online-Fortbildung (auf Moodle) mit internationalen Teilnehmern, mit der Aktivität Wörter und Wortgruppen zum Thema: „Typisch deutsch ist für mich: …“ zu sammeln. Daraus entwickelte sich im Moodle-Forum eine interessante Diskussion und ein multiperspektivischer Blick auf das Thema. Aus den gesammelten Ideen wurde eine gemeinsame Wortwolke erstellt, die dann wiederum als Schreibanlass für einen kurzen persönlichen Text zum Thema diente. Damit waren sogleich zwei grundlegende Möglichkeiten von Wortwolken im Fremdsprachenunterricht genannt: Als Visualisierung von Assoziationen, aber auch als Schreibanlass für einen Text (auch Dialog oder Gedicht).

Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben

Die Simulationsphase des Workshops soll den TN die Möglichkeit bieten, dass Potenzial von mit Wortwolken erstellten Übungen zu erkennen. Dabei lösen sie aus der Perspektive der Lerner Beispielaufgaben und reflektieren diese Aufgaben aus der Sicht des Lehrers (Lehrerprofessionalität).
Im Folgenden findet man mögliche Simulationsaufgaben und Anweisungen für die Reflexion.
Simulationsaufgaben: (Gruppen- oder Paararbeit)

Reflexionsaufgaben: (Gruppenarbeit)

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Arbeitsblätter für den Unterricht untersuchen:

  1. Lösen Sie die Aufgaben der Arbeitsblätter.
  2. Diskutieren Sie, welche Ziele mit den Aufgaben erreicht werden sollen. Tragen Sie die Ergebnisse hier ein:

Ziele:

……
3. Inhaltliche Seite:
Wie sinnvoll finden Sie die Aufgaben? a) Geben Sie 1-5 Punkte: von 1 = „nicht sinnvoll“ bis 5 = „sehr gut einsetzbar“. b) Begründen Sie Ihre Entscheidung.

Nicht sinnvoll                                                                          Sehr gut einsetzbar
1                          2                               3                            4                                5
Begründung:

…..

4. Welche Alternativen für die Aufgabenstellung oder für die formale Gestaltung würden Sie vorschlagen? Was würden sie anders machen?

….

5. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum:

a) Sie stellen die Aufgabenstellung und die Ziele des Arbeitsblattes kurz vor. (früher Folie, jetzt iPad über Apple-TV) b) Lesen Sie Ihre Texte vor. (Zeitfrage)
c) Präsentieren Sie Ihre Bewertungen mit Begründung.
d) Nennen Sie mögliche Alternativen.

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Erarbeitung / Information

Danach sammeln die TN in Gruppen Ideen für den Einsatz von Wortwolken im eigenen Unterricht.

Arbeitsauftrag:

1. Finden Sie in Ihrer Gruppe eine für Sie interessante Unterrichtsidee, wie man das Wordle-Tool im DaF-Unterricht einsetzen könnte.
2. Beschreiben Sie diese Idee und stellen Sie diese im Plenum vor. Nutzen Sie für Ihre Arbeit folgende Wortwolke:

Unterrichtsideen Wortwolken im DaF-Unterricht

Einige Ergebnisse findet man im ZUMPad: http://zumpad.zum.de/p/Zagreb5

Zu den gesammelten Wortwolken-Ideen

Folgende Wortwolken-Ideen stammen von mir oder aus Online- und Präsenzveranstaltungen der vergangenen Jahre. Sie sollen hier nur kurz beschrieben werden.
Sinnvoll erscheint mir eine Gliederung nach Fertigkeitsbereichen (Lese- oder Hörverstehen, Sprechen und Schreiben), wobei die Einteilung nach Unterrichtsphasen dem untergeordnet wird. Weitere Übungsformen zum Beispiel zu Grammatik, Wortschatz, aber auch zur Landeskunde werden gesondert dargestellt. Ergänzt werden auch Ideen für die Lehrerfortbildung.

Als ersten ein ausführlich beschriebenes Beispiel aus meiner Unterrichtspraxis:

Zielaufgabe im Fach Civilizacio (DaF-Landeskunde-Fach in Ungarn):
Die Schülerinnen und Schüler (SuS) können einen Tourismuswerbetext zu München verfassen.

Verlauf:
1. Als Einstieg wurde das Vorwissen der SuS abgefragt und in einer Wortwolke visualisiert. (Mehrfachnennungen = größere Anzeige)
2. Danach wurde der Inhalt erarbeitet: Texte, Filme, Bilder (Vorgehen nach Belieben – Vorschlag: projektorientiert, Gruppenarbeit (GA), Wirbelgruppen)
3. Der“ Zwischenstand“ kann ebenfalls als Wortwolke dargestellt werden. Der Lernzuwachs wird so von den SuS direkt wahrgenommen.
4. „Abschluss-Wortwolke“ mit allen relevanten Begriffen, die zur Erfüllung der Aufgabe notwendig sind, wird erstellt.
5. Die Wortwolke kann zum Üben (Erstellung von MindMaps zur strukturierten Textproduktion, freies Sprechen, Formulierung von Sätzen und Textabschnitten) genutzt werden.
6. Die Wortwolke dient als Vorlage für den Aufsatz, der als Abschlusstest der Einheit geschrieben wird.
Hinweis: Hier bietet es sich an, je nach Lernergruppe, die Erstellung der Wortwolke den SuS zu überlassen. Die Sammlung der Ideen kann im Wiki oder Etherpad erfolgen. Die „Abschlusswolke“ sollte durch den Lehrer vereinheitlicht werden.

Ideen zur mündlichen und schriftlichen Textproduktion

Die Wortwolke:

  • als Dialoggerüst: Der Inhalt eines Dialogs (Beispiel „Im Restaurant“) wird in Wortgruppen (zusammenhängende Darstellung durch ~; Wort~Wort ) und Wörtern in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS ordnen den Dialog zu einem Dialoggerüst, üben zuerst mit diesem Gerüst, danach mit der Wortwolke als Stütze, um dann später frei zu sprechen.
  • für Vorträge: Für Vorträge nutzen die SuS anstatt Notizzettel selbsterstellte Wortwolken, welche während der Präsentation als Bild präsentiert werden.
  • als Grundlage für mündliches Erzählen oder kreatives Schreiben:
    Ein thematischer Kurztext (Beispiel: „Bürogeschichte“) in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS erhalten die Aufgabe, daraus einen Text (mdl., schr.) zu produzieren. Weitere Steuerung über Bilder oder Geräusche möglich, evtl. können weitere Vorgaben gemacht werden: wie Genre, handelnde Personen, Zeit usw.
  • Schreiben von Gedichten: Wortwolken aus
    • 1. Reimwörtern,
    • 2. Teile aus bekannten Gedichten,
    • 3. thematisch von den SuS gesammelten Wörter dienen als Grundlage  (Ergänzung zu 3. : SuS können in Gruppen die Wörter für die anderen Gruppen vorgeben.)
  • Texte zur Landeskunde produzieren (siehe oben):
    Textproduktion aus gemeinsamen Assoziationen (Beispiel: „Was ist typisch Deutsch?)
  • Rekonstruktion von Texten: (Beispiel: bekannte Texte wie Rezepte, Dialoge, Wegbeschreibungen + mit Bild) werden in Wortwolken zerlegt und müssen durch die SuS „rekonstruiert“ werden, je nach Fertigkeit und Komplexität des Textes kann dies frei oder in einem Textgerüst erfolgen.
  • Eine Inhaltsangabe (Zusammenfassung) erstellen: Siehe DIGU-Aufgabentypologiesammlung

Vorwissen aktivieren

  • Lese- oder Hörverstehen: zur Vorentlastung der Texte, Wortwolke aus Text erstellen – Vermutungen anstellen lassen
  • Hörverstehen global: Eine Wortwolke mit in dem Hörtext vorkommenden Themen gemischt mit Distraktoren („Ablenker“) erstellen. Beim Hören markieren die TN die im Text vorkommenden Themen. Dann bringen sie die Themen in die richtige Reihenfolge und vergleichen diese mit ihren Vermutungen.
  • beim Einstieg in das Thema: (Beispiel: Abiturbräuche im DSD-Wiki, Bundestagswahlen und andere landeskundliche Themen) – Was kennt ihr? – Was sollten wir noch recherchieren?
  • beim Einstieg in ein Projekt: Assoziationen sammeln und visualisieren, für die weitere Planung des Projekts benutzen, für Zwischenevaluationen einsetzen

Wortschatztraining

  • zum Lernen: Die Lerner notieren wichtigen Lernwortschatz, drucken sich diesen als Wortwolke aus und hängen Sie in ihrem Zimmer an einer sichtbaren Stelle auf, bis sie die Wörter kennen.
  • Üben 1: Die SuS notieren den Lernwortschatz in der Ziel- und Muttersprache und erstellen daraus eine Wortwolke. Die SuS tauschen ihre Wortwolken. Zuordnungsübung zusammengehörender Paare, Austausch und Korrektur der Übungsaufgabe
  • Üben 2: Themen wie „Arbeit und Beruf“, „Einkauf/Lebensmittel“ oder „Eigenschaften von Personen“ usw. können mithilfe von Wortwolken geübt werden: Zuordnung Beruf – Verb, Lebensmittel – Verpackung, …

Spiele

Ideen für Spiele mit Wortwolken findet man auch auf DIGU des Goethe-Instituts (Datenbank „Digitale Unterrichtsgestaltung“) http://digu.goethe.de

 Lehrerfortbildung

  • Name + etwas Persönliches (für alle gleich: Hobbys, Was man mag, Lieblingstier, Diese Metapher passt zu mir als Lehrer usw.)
  • Namen von allen Kursteilnehmern werden als ein „Wolken“-Plakat im Raum aufgehängt.
  • Sich mit Hilfe einer Wortwolke vorstellenhttp://digu.goethe.de/p4ansehen.php?id=132 (auch für den Unterricht geeignet).
  • Erfahrungen (Wörter, Wortgruppen) zu bestimmten Themen in der Gruppe sammeln, Gruppen-Wolke erstellen – die anderen Gruppen müssen erfragen, welche Erfahrungen damit gemeint sind (Wibelgruppen)
  • Gut gemachte und einfach gehaltene Anleitung für Fortbildner zum Thema: Wordle – einfach und schnell Wortwolken erstellen (wb-web)

Auf die Beispiele zum Thema Grammatik verzichte ich hier. Diese sind sehr zahlreich und meist Zuordnungsübungen. Vielleicht ergänze ich sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Was noch fehlt ist die:

Anwendungsphase (Transfer)

Erstellung einer kurzen Übung für den Unterricht mithilfe eines Wordles

Erstellen Sie ein Arbeitsblatt. Schwerpunkt soll eine Wortwolke sein. Nutzen Sie als Anregung die Seiten „Unterrichtsmaterialien“ auf PASCH-net.

Folgende Schritte können Ihnen helfen:

  1. Thema suchen
  2. Ziel formulieren
  3. Text suchen oder Wörterliste erstellen
  4. Wortwolke generieren und in das Arbeitsblatt einfügen.
  5. Arbeitsauftrag formulieren
  6. Speichern

Stellen Sie Ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Zeit: 30 Minuten

Damit sind wir am Ende des kurzen Workshops angekommen. Es folgt eine kleine Linkliste mit Beiträgen aus diesem Blog:

 

Augen in der Großstadt – Ein Workshop mit iPad und vielen kreativen Schülern


iPads im DaF-Unterricht einzusetzen ist nichts Neues. Ich hatte es bis jetzt noch nicht ausprobiert. Die Gelegenheit dazu bekam ich letzte Woche am Goethe-Institut in Zagreb, wo ich gemeinsam mit Matthias Baumann aus Freiburg einen zweitägigen Schülerworkshop mit iPads organisierte und durchführte.

iPad im Einsatz
iPad im Einsatz

Am Workshop nahmen 21 Schüler aus 8 kroatischen PASCH-Schulen teil, die durch den internationalen PASCH-Klangstraßenwettbewerb dafür ausgewählt wurden. Als Wettbewerbsaufgabe sollten die Schüler Bilder, Töne und Videos von charakteristischen Plätzen ihrer Stadt oder ihres Dorfes produzieren und beschreiben.
In Zagreb sollten die Teilnehmer nun etwas Gemeinsames produzieren, das die kroatische Hauptstadt in den Mittelpunkt stellt und auf dem internationalen Sommercamp in Izmir (9 der besten Wettbewerbsteilnehmer werden in Izmir dabei sein.) präsentiert bzw. weiterverwendet werden kann.
Da das Institut erst kürzlich iPads angeschafft hatte, lag es nahe, diese für das Projekt zu nutzen. Matthias und ich planten die iPads zur Aufnahme des digitalen Materials (Geräusche, Bilder, Filme, Musik, gesprochene Texte) zu nutzen und anschließend imovie zu verarbeiten. Wir sind davon ausgegangen, dass der Umgang mit iPads leicht zu erlernen ist und sich das Programm imovie intuitiv bedienen lässt, was sich im Laufe des Workshops auch bestätigte. 20150528_122334_resized
Trotzdem planten wir eine längere Einarbeitungsphase, bei der auch Zagreb und seine für das Projekt interessante Orte im Mittelpunkt standen, da die meisten Teilnehmer nicht aus der Hauptstadt kamen.
Das Sprachniveau der Schüler bewegte sich von A2 bis C1, der Großteil der Schüler war auf B1. Die Arbeitssprache war Deutsch bzw. zwischen den Schülern auch Kroatisch, wobei sich die Schüler untereinander besonders bei der Erarbeitung des Gedichts geholfen haben. Die Schüler waren hochmotiviert, was die Arbeit sehr erleichterte und allen richtig Spaß gemacht hat.

Nach dem Kennenlernen und der Erläuterung der Aufgabe und einer kurzen Einführung in das iPad ging es raus in die Stadt. Ihre erste Aufgabe war es Material für ein sogenanntes Klangrätsel zu sammeln. Dieses Rätsel sollte in kleinen Schritten an einen Ort in Zagreb heranführen. Durch aufgenommene Töne, Fotos und Videos, einer kurzen (gesprochenen) Beschreibung eines oder mehrerer typischer Merkmale des gesuchten Ortes sollte die Lösung langsam erschlossen werden können.

Stadführung
Stadtführung

Für den inhaltlichen Teil organisierten wir eine Führung durch Zagreb. Im Vorfeld besprachen wir mit der deutschsprachigen Fremdenführerin, welche Orte sich für das Projekt eignen würden. Thematisch orientierten wir uns an dem Klangstraßenwettbewerb. Hier sollten die Schüler Plätze zu Themen finden wie: „Dieser Ort lebt“, „Dieser Ort ist tot“, „Das ist die Zukunft“, „Hier wohnt das Glück“ usw..
Das aufgenommene Material wurde nach der Rückkehr bearbeitet und präsentiert. Dabei stand der Umgang mit dem iPad-Programm imovie im Mittelpunkt. Bilder sollten nicht nur einfach eingefügt, sondern auch bearbeitet und verfremdet werden.
Die Ergebnisse können sich als erstes Produkt sehen lassen.

Hier ein Beispiel:

Zur Präsentation der Ergebnisse nutzten Apple TV, über das sich von jedem iPad aus Film und Ton streamen lies. (Dank an Axel Krommer, der in Zagreb dazu mehrere Workshops gehalten hat.)

Am zweiten Tag stand die multimediale Umsetzung des Gedichts von Kurt Tucholsky „Augen in der Großstadt“ im Mittelpunkt. Das Gedicht fanden wir besonders geeignet, weil es trotz seines Alters, auch heute noch sehr aktuell erscheint. Wir waren gespannt, wie die Themen des Gedichts von kroatischen Jugendlichen im Jahre 2015 gesehen werden. Die Aufgabe bestand darin, den Text multimedial umzusetzen und dabei Zagreb zu präsentieren.

20150528_090944_resizedZur Vorentlastung hörten und lasen die Schüler die Texte. Danach sollten sie, das was sie verstehen konnten, in Gruppenarbeit auf Plakate festhalten (Wörter, Zeichnungen). Durch Wirbelgruppen wurden dann die Ergebnisse verglichen und ergänzt und anschließend im Plenum das Gedicht besprochen. Die von den Schüler ausgewählten Themen wurden dann von ihnen auf ein Story-Board gebracht, auf dem auch die Ideen festgehalten wurden, wo, welches Material aufgenommen werden könnte. Danach ging es auf einen Spaziergang durch Zagreb, das den Schülern bereits durch die Stadtführung des vergangenen Tages vertrauter geworden war.
Viele der Ideen sind dann hier auch spontan entstanden. Einige Gruppen inszenierten kleine Szenen, andere verarbeiteten nur Fotos oder Filme. Die Bandbreite der Umsetzung war interessanter Weiße groß. Eine Gruppe entschloss sich, mit mitgebrachten Instrumenten und Klangaufnahmen aus dem Gedicht ein Lied zu erstellen.
Bei der Bearbeitung war zu beobachten, dass die Schüler auf ihre Erfahrungen des Vortages zurückgriffen und zum Beispiel Probleme mit dem Ton vermieden, unterschiedliche Perspektiven aber auch Farben ausprobierten und das Heranzoomen bewusst einsetzten.

Da einige Gruppen ihre Arbeit früher als andere beendeten, bekamen diese eine zusätzliche Aufgabe, einen „PASCH-Trailer“ zu erstellen, was viele auch mit Begeisterung taten. (Dank imovie ein Kinderspiel).

Alles in allem waren die Schüler und wir als Organisatoren und Workshopleiter mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Ich würde iPads jederzeit wieder für Projekte aber auch für einzelne Unterrichtsstunden einsetzen. Eine Sammlung mit Anregungen findet man hier.

Auf folgende Punkte werde ich das nächste Mal besonders achten bzw. da müssen wir noch weiter nachdenken. Für die Sicherung der Ergebnisse (Filme waren um die 150 MB), brauchen wir Alternativen. Die W-LAN Verbindung war sehr langsam, aber auch AirDrop brauchte zu lange, so dass wir die Daten auf gute alte Windows Computer gespielt haben, bevor es dann über LAN auf Google Drive ging

Unbedingt müssen wir darauf achten, dass die iPads zwischendurch aufgeladen werden. Irgendwann kommt der Punkt wenn man sie unbedingt braucht, aber das Akku sich verabschiedet hat.

Vom 20. Juli bis 2. August 2015 werden die besten 9 Wettbewerbsteilnehmer aus Kroatien am internationalen PASCH-Sommercamp „Klangstraße“ in Izmir teilnehmen. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Weiterführende Links:

Video-Tutorials von Schülern für Schüler (Grafik- und Bildbeschreibung, B1)


Auf PASCH-Global, der internationalen Online-Schülerzeitung der PASCH-Initiative bin ich auf zwei Video-Tutorials von Schülern für Schüler gestoßen.  Themen sind „Wie beschreibt man eine Grafik? (B1+) und – Bildbeschreibung (B1). Ich finde sie sehr professionell gemacht. Die Sprecher sind augenscheinlich Muttersprachler, Schüler der spanischen Schule IES Poeta García Gutierrez (Schulporträt auf PASCH-net).

Ein gutes Beispiel für digitale Anwendung der Methode Lernen durch Lehren und für die Wiederholung der beschriebenen Fertigkeiten. Natürlich wäre es besser, die Präsentation noch durch Arbeitsblätter und Übungen zu ergänzen.

Wie beschreibt man eine Grafik?

(Wurde leider entfernt.)

Wie beschreibt man ein Bild?

Übungsgeneratoren für kostenlose interaktive Übungen


Hier für die kommende Fortbildung (2014) eine kleine Sammlung  von Übungsgeneratoren, mit denen man kostenlos interaktive Übungen selbst erstellen kann und die im Internet oder mit dem Interaktiven Whiteboard gelöst werden können.

LearningApps

http://learningapps.org/

Mit LearningApps kann man digitale, interaktive und multimediale Lernbausteine selbst gestalten und schon fertige Übungen anderer Lehrer nutzen. Ein großer Teil der angebotenen Bausteine können auch direkt auf Smartphones und Tablets wie iPads verwendet werden. Die Übungen lassen sich schnell und unkompliziert in andere Seiten wie zum Beispiel in Wikis einbetten. Es ist auch möglich die Lernbausteine in SCORM-Form zu speichern und auf eine Lernplattform (Moodle) einzubinden.
Zum Erstellen von eigenen Aufgaben gibt es verschiedene Vorlagen. In einem Formular wählen Sie einfach aus welches Video oder welcher Text, oder welches Bild angezeigt werden soll.

Beispiele und Videos:

LearningApps: Geeignete Vorlagen für DaF (Auswahlübungen)

Auswahl Quiz

Klassische Multiple-Choice Aufgaben mit multimedialen Inhalten, wobei mehrere Antworten richtig sein können. Verwenden Sie die Volage Multiple-Choice Quiz wenn immer nur genau eine Antwort richtig ist.

Markieren im Text

In einem Text sollen bestimmte Wörter markiert werden.

Millionenspiel

Beantworten Sie Fragen in ansteigendem Schwierigkeitsgrad.

Beispiel:

Multiple-Choice Quiz

Klassische Multiple-Choice Aufgaben mit multimedialen Inhalten und jeweils genau einer richtigen Antwort.

Wortgitter

Wörter in einem Gitter aus Buchstaben suchen.

LearningApps: Geeignete Vorlagen für DaF (Zuordnungsübungen)

Gruppen-Puzzle In einem Puzzle sollen Begriffe verschiedenen Begriffsgruppen zugeordnet werden. Jeder erfolgreich zugeordnete Begriff legt ein Teil des darunter liegenden Bildes oder Videos frei.

Gruppenzuordnung

Mit dieser Vorlage können 2-4 Gruppen erstellt werden, zu denen dann Elemente zugeordnet werden müssen

Memory Spiel (Text/Bild)

Klassisches Memory-Spiel mit Texten und Bildern.

Paare zuordnen

Mit dieser Vorlage müssen Texte, Bilder, Audios oder Videos paarweise zugeordnet werden.

Zuordnung auf Bildern

Mit dieser Vorlage müssen Texte, Bilder, Audios oder Videos paarweise den Markierungen auf einem Bild zugeordnet werden.

Zuordnungsgitter

Die Kärtchen im Gitter müssen paarweise zugeordnet werden. Die Kärtchen oben per drag und drop nach unten ziehen.

Zuordnungstabelle

Kärtchen aus einer Liste müssen in eine Tabelle mit maximal fünf Spalten richtig eingeordnet werden.

LearningApps: Geeignete Vorlagen für DaF (Sequenzübungen)

Reihenfolge finden

Kärtchen in eine richtige Reihenfolge bringen mit Drag und Drop.

Beispiel für DaF:

Sequenz bzw. Ordnung

Mit dieser Vorlage müssen Texte, Bilder, Audios oder Videos in eine richtige Reihenfolge gebracht werden.

Beispiel:

Und:

LearningApps: Geeignete Vorlagen für DaF (Schreibübungen)

Kreuzworträtsel

Klassisches Kreuzworträtsel erstellen.

Lückentext

Klassische Lückentexte wahlweise mit Auswahl oder mit Eingabe.

Wo liegt was?

Bei diesem Spiel für 2-3 Spieler müssen Orte auf einem Spielfeld möglichst genau getroffen werden. Die Spielfragen können selbst definiert werden.

Stiftung Warentest testet das Online-Lernportal „Ich-will-deutsch-lernen.de“


DaF-Inhalte, die von Stiftung Warentest geprüft werden, gibt es nicht sehr viele. Deshalb finde ich den aktuellen Test zum Online-Lernportal „Ich-will-deutsch-lernen.de“ umso bemerkenswerter. Das Fazit fällt positiv aus:

Guter Wegweiser für die eigene Lern­land­karte

Positiv hervorgehoben werden u.a. die mehr als 11 000, meist audio­unterstützte Übungen, die Möglichkeit der Differenzierung („Es gibt einen vorgegebenen idealen Lernweg, aber auch die Möglich­keit, seinen eigenen Lern­pfad zu beschreiten …“) und die übersichtliche Darstellung des eigenen Lernwegs. („Alles wird über­sicht­lich auf einem „Spiel­plan“, der Lern­land­karte, fest­gehalten.“)

Hier geht es zum Artikel:

http://www.test.de/Onlineportal-Deutsch-als-Fremdsprache-Guter-Wegweiser-fuer-die-eigene-Lernlandkarte-4653695-0/?mc=news.2014.01-17-1549

und hier zum Online-Lernportal „Ich-will-deutsch-lernen.de“:

http://ich-will-deutsch-lernen.de/cms/index.php?id=9

Umfrage und Links zum Thema „Offene Bildungsinhalte“


Lehrfreiheit und offene Bildungsinhalte“ unter diesem Titel veröffentlicht „FONTANEFAN“ eine selbsterstellte Umfrage.  Er nimmt damit auf die Diskussion rund um den „Schultrojaner“ Bezug, die wiederum eine Renaissance des Nachdenkens über offene Bildungsinhalte (Materialien von Lehrern für Lehrer)  zur Folge hatte. (Jedenfalls hier im Netz. Ob es an deutschen Schulen der Fall ist, kann ich von hier aus nicht sagen.)

Ich weiß, dass diese Diskussion in vielen Ländern, wo dieses Blog gelesenen wird, auf Unverständnis stößt. Offene Bildungsinhalte gehen uns jedoch alle an. Wer weitere Links zu diesem Thema sucht, findet diese im oben erwähnten Post. Hervorheben möchte ich den Text von Klaus Dautel, den man hier lesen kann: http://cspannagel.wordpress.com/2011/11/16/komm-ins-offene-freund/

Vielleicht habt ihr ja Lust, euch an der Umfrage zu beteiligen. Eure Meinung zu diesem Thema interessiert mich auf alle Fälle. Vor allem eine Antwort auf die Frage, wo und wie man offene Bildungsinhalte für Deutsch als Fremdsprache zur Verfügung stellen kann.

Bei mir ist es seit Jahren so, dass ich versuche über dieses Blog und durch meine Arbeit im ZUM– und DSD-Wiki solche Inhalte zu erstellen und zu sammeln. Ein Beispiel ist die Idee des DaF-Wiki-Baukasten, Unterrichtsideen nicht nur für das Wiki.

Wie sieht es bei euch aus?

Quizlet spricht jetzt auch Deutsch


Der bekannte und teilweise kostenlose online Lernkarten- und Vorkabeltrainer Quizlet  hat jetzt aufgerüstet und bietet eine weitere nützliche Erweiterung an. Man kann sich die zu lernende Lexik nun auch vorlesen lassen. Dies war bisher nur dem Englischen und vier weiteren Sprachen vorbehalten und soll nun bei insgesamt  18 Sprachen funktionieren. Das nun auch Deutsch zu den auserwählten Sprachen gehört, hat mich erst einmal sehr gefreut. Aber was bringt das für Deutsch als Fremdsprache? Ich habe einige Wörter kurz getestet.

Die Einbindung der Audiofunktion erfolgt automatisch. Alle bereits erstellten Lernkartensätze, die mit einer der 18 Sprachen erstellt wurden, erhalten ein kleines „Lautsprechersymbol“.

LautsprechersymbolKlickt man auf das Symbol, wird der gesamte Text vorgelesen, also hier das Hauptwort und der Artikel in der eingetragenen Reihenfolge.

Wie ist die Qualität der vorgelesenen Wörter?

Sehr unterschiedlich. Funktioniert das Lesen bei beiden Begriffen hier noch ganz ordentlich, hat das Programm zum Beispiel Probleme bei dem Wort „Bleistift“ (i klingt nicht korrekt) und bei dem Wort „Beamer“ (Bildwerfer, Digitalprojektor, Daten-Video-Projektor), das vollkommen schief geht, da sich das Wort als „Scheinanglizismus“ bei der Aussprache am Englischen orientiert. Leider lässt sich die Sprache nicht für einzelne Wörter einstellen, sondern immer nur für den gesamten Lernkartensatz. Der Lehrer wird also jetzt neben der von den Lernern eingetragenen Begriffe und Erklärungen, auch die Aussprache der Wörter kontrollieren müssen, was den Mehrwert der neuen Funktion etwas trübt.

Eine weitere Neuerung ist die Übung „Buchstabieren“ (Spelling).

Hier soll der Lerner schreiben, was er hört:

Bei richtiger Aussprache, ist das sicherlich eine sinnvolle Übung.

Insgesamt sind die Neuerungen nützliche Erweiterungen, die bei weiteren Verbesserungen das Sprachenlernen unterstützen können. Quizlet ist als Tool auch deshalb interessant, weil es sich einfach in andere Lernumgebungen (zum Beispiel Moodle oder Wiki) einbetten lässt.

Erste Schritte im DSD-Wiki 3 – Quizaufgaben im Wiki erstellen


Im heutigen Post geht es darum, wie man Quizaufgaben im DSD-Wiki (MediaWiki)  erstellen kann. Bis zum 16.8.11 muss man sich jedoch noch gedulden, denn bis dahin ist eine Bearbeitung im Wiki wegen Serverumzug temporär nicht möglich:

Erste Schritte im DSD-Wiki


In den letzten Wochen konnte ich in Fortbildungen das DSD-Wiki vorstellen. Wenn es die Zeit ermöglichte,  entstanden durch die Kursteilnehmer auch kleinere Wiki-Seiten. Dafür habe ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung für das DSD-Wiki überarbeitet. Diese kann auch in anderen Media-Wiki-Projekten eingesetzt werden. In der kommenden Woche werde ich die neuen Dokumente hier veröffentlichen:

Schritt 1: Anmeldung im Wiki, Erstellung eines Benutzerkontos

Macht uns das Internet dümmer oder klüger?


Das Thema eignet sich bestimmt für eine spannende DSD -Diskussion. Informationen dazu bietet das Arbeitsblatt auf ZEIT-ONLINE. Hier ein Zitat:

Das Internet beeinflusst unser Gehirn, den gesellschaftlichen Diskurs und unser Rechtsempfinden.
Aber macht es unsere Gesellschaft demokratischer oder wird das Netz zunehmend zur Spielwiese von Mobbern, Extremisten und Softwarepiraten? Die heutigen Schüler gehören zur ersten Generation der „Internet-Natives“. In der Netzkultur aufgewachsen, kennen Sie keine Bildungs- und Informationskultur, vor dem Internet – und damit auch nicht den unmittelbaren
Vergleich.

November: Macht uns das Internet dümmer oder klüger?

Natürlich kann man aus dem Material Cluster für einen Vortrag zum Thema Internet erstellen oder durch die Schüler erstellen lassen. Aber besonders gut hat mir folgende Aufgabe gefallen, wo man sein eigenes Internetverhalten reflektieren soll:
(1= trifft vollkommen zu, 6 = trifft überhaupt nicht zu)

1. Ich habe durch das Internet mehr Freunde in der virtuellen Welt gefunden.
2. Ich habe durch das Internet mehr Freunde in der physischen Welt gefunden.
3. Ich bin politisch besser informiert, seitdem ich das Internet regelmäßig nutze.
4. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten, wenn ich längere Texte lese.
5. Ich habe das Gefühl, von Informationen überfrachtet zu werden.
6. Ich werde schnell nervös, wenn etwas nicht schnell genug geht.
7. Ich habe meist mehrere Fenster/Anwendungen gleichzeitig offen und wechsle oft hin und her:
8. Ich lese die meisten Texte im Internet nicht zu Ende.
9. Es fällt mir oft schwer, mich an den Inhalt eines Textes zu erinnern.
10 Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich Mitteilungen nicht schnell genug beantworte.
11. Ich habe das Gefühl, ohne Handy oder Internet von der Welt abgeschnitten zu sein.
12. Ich fühle mich freier, im Internet meine Meinungen zu vertreten, als im physischen Leben.
13. Ich habe Methoden entwickelt, um die ständige Informationsflut einzudämmen.
14. Fernsehen verblödet eher als Internet.
15. Seitdem ich im Internet/per E-Mail kommuniziere, schreibe ich mehr.
16. Sätze, die ich schreibe, sind extrem verkürzt (z.B. SMS-Kürzel).

Danach soll der Klassendurchschnitt erstellt werden. Hier kann man mit Excel auch ein Diagramm entwerfen, welches die Schüler dann in einem Text beschreiben könnten. Auch eine Erörterungsaufgabe gibt es: „Erörtern Sie, inwiefern Sie die Ergebnisse als positiv oder negativ bewerten und begründen Sie Ihre Entscheidung.“

Und schon hat man eine fertige Übung für den Prüfungsteil „Schriftliche Kommunikation“.

Youtube haftet für Nutzer


Interessantes Urteil gefunden bei Silicon.de:

Die Richter (Landgericht Hamburg entschieden (Urt. v. 03.09.2010 – Az.: 308 O 27/09))

erklärten, dass YouTube als Betreiber und Anbieter des Portals für die Urheberrechtsverletzungen seiner User hafte. YouTube mache sich die Inhalte der Nutzer zu Eigen, so dass für das Internet-Portal erhöhte Prüfpflichten bestünden.

YouTube sei verpflichtet, sich für jeden hochgeladenen Inhalt, die Rechte einräumen zu lassen. Für die Rechteeinräumung reiche es allerdings nicht aus, dass der User eine formularmäßige Versicherung abgebe, da YouTube auch anonym genutzt werden könnte. Insofern habe ein einzelfallbezogener Nachweis zu erfolgen.

Aus: http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41539491,00/urheberrecht_youtube_haftet_fuer_nutzer.htm

Creative Commons – Informationen und Übungen


Jürgen Wagner weist in seinem Blog auf ein Informations- und Arbeitsheft für SchülerInnen, Studierende und Lehrende zum Thema „Creative Commons“ hin:

Die Übungen können ausgedruckt oder auch direkt online absolviert werden.“ Aus: Newsletter des Informatikservers Graz

Ich habe mir die Seiten http://pro.kphvie.ac.at/cc/home/ angesehen und könnte mir vorstellen,  das Projekt, mit kleinen Veränderungen, auch im DaF-Bereich mit Schülern oder in Fortbildungen einzusetzen.

Hier ein Arbeitsblatt (PDF) –Übung 4 – mit dem Ziel:

Den eigenen Umgang mit dem Urheberrecht reflektieren

Aus: http://pro.kphvie.at/cc/texte/Uebung4.pdf

Siehe auch:

Diskussion zu Wikis im Unterricht


Ich möchte hier kurz  Christian Spannagels Blog-Post “Hey, hey Wiki!“ erwähnen. Hier berichtet er über seine Unterrichtserfahrungen mit einem Wiki in der ZUM-Wiki-Family. Da das DSD-Wiki auch dazu gehört, war es für mich interessant zu lesen, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte und wie er diese lösen konnte. Aus seinem Beitrag ist eine lesenswerte Diskussion entstanden, die sich nicht nur um die Arbeit in Wikis dreht.