Materialien zur aktuellen deutschen Landeskunde – neue Bundesländer


Anfang September hielt ich in Dänemark einige Workshops zum Thema „Die Mauer ist weg“ – Wie ein historisches Ereignis die aktuelle Landeskunde prägt. Da die Veranstaltungen unmittelbar nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg stattfanden, waren das Interesse groß und die Diskussionen spannend.

Um eine Informationsbasis für alle Teilnehmer*innen zu schaffen, hatte ich die Idee, eine damals aktuelle Diskussion auf den Seiten von ZEIT-ONLINE („Leseraufruf“) zu nutzen und diese mit im Internet freizugänglichen Materialien (insbesondere Statistiken, auch Videos) per QR-Codes zu ergänzen. Da diese Materialien auch für andere interessant sein könnten, werde ich diese hier veröffentlichen. Über ein Feedback würde ich mich freuen.

Materialen (Word-Dateien zum Anpassen)

Informationen zum Artikel auf ZEIT-ONLINE: „Warum ist die AfD im Osten so erfolgreich?“ (Zitat:)

„30 Jahre nach dem Mauerfall erreicht die AfD Spitzenergebnisse im Osten. In welcher Vergangenheit sollten wir nach den Ursachen suchen?

Aber warum ist das so? Die zwei bedeutendsten Erklärungsansätze lauten kurz gesagt:

  • Es war die Zeit vor 1990.
  • Es war die Nachwendezeit.“

„Können Sie den oben skizzierten Argumenten etwas abgewinnen? Oder haben Sie andere Sichtweisen und Erfahrungen, mit denen Sie die aktuelle Situation deuten?“ 

Direkter Link zurmZEIT-ONLINE Artikel: https://kurzelinks.de/1h6m

Aufgaben:

  1. Besuchen Sie einige Stationen.
  2. Welche Entwicklungen finden Sie besonders interessant oder bedenklich? Zu welchen haben Sie noch Fragen?
  3. Was sind Ihrer Meinung Gründe für diese Entwicklungen?
  4. Können Sie daraus Gründe für das Erstarken der AfD im Osten ableiten? Wenn ja, welche?
  5. Formulieren Sie Argumente für das Erstarken der AfD im Osten. Verweisen Sie, wenn notwendig oder möglich, auf die genannten Beispiele.

Digitale Weihnachten


Weihnachten und  das Jahresende stehen vor der Tür, Zeit für viele zurückzuschauen und Neues zu planen. In diesem Jahr scheint in Deutschland die persönliche Mediennutzung im Mittelpunkt von Umfragen und Diskussionen zu stehen. Statista liefert dazu interessante Schaubilder, die sich als Gesprächsanlass im DaF/DaZ-Unterricht anbieten. Insbesondere für jugendliche Lerner kann das Erstellen und Durchführen eigener Umfragen motivierend sein. Gründe und Alternativen können gemeinsam gesucht und präsentiert werden. Jedenfalls fordern die veröffentlichte Daten zum interkulturellen und persönlichen Vergleich heraus. So geben fast zwei Drittel der Befragten an, im Internet oft ihre Zeit zu verschwenden und fast die Hälfte wünschen sich, dass man in Zukunft weniger online ist:

Infografik: Always on und glücklich? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

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CC0 Pixabay

Aber was hat das mit Weihnachten zu tun? Es wird immer digitaler! Jeder Dritte gibt an, zum Fest mehr Fotos und Videos mit dem Smartphone zu machen. Aber auch hier geben sich viele Deutsche klare Regeln, damit das Telefon nicht den ganzen Abend dominiert. Bei 16 Prozent ist das Telefon an Heiligabend verboten.

Infografik: Digitale Weihnachten: Die Do's und Dont's | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Abschließend noch eine aktuelle Statistik, die das veränderte Nutzerverhalten der deutschen Jugendlichen thematisiert:

Infografik: Wie Jugendliche am liebsten kommunizieren | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Auch hier liegt ein Vergleich zum eigenen Nutzerverhalten nahe. Um eigene Umfragen zu erstellen, bietet sich Mentimeter an. Nach erfolgter Anmeldung kann man dort sehr schnell und einfach Umfragen veröffentlichen, die dann per Smartphone von der Klasse genutzt werden können. Die Ergebnispräsentation kann man live miterleben. Mögliche Fragen, auch für einen Klassenspaziergang, findet man hier.

Ergänzung (Update 20.12.)

Weihnachtliches im Deutschunterricht hat die Deutsche Welle zusammengestellt:
https://www.dw.com/de/weihnachtliches-im-deutschunterricht/a-46717334

Woher kommt das Christkind? Wer erfand den Adventskranz, und seit wann gibt es in Deutschland eigentlich Weihnachtsmärkte?

Verwandte Themen im Blog:

Hier die Präsentation eines größeren Projekts, das ich als DaF-Lehrer in Budapest mit Schülern A2 bis C1 im DSD-Wiki durchgeführt habe: Weihnachten in Ungarn

Wer sind diese Deutschen – Material


Nachdem in den beiden letzten Blog-Beiträgen das Thema „Wer sind diese Deutschen?“ inhaltlich und anhand eines aktuellen Beispiels besprochen wurde, soll in diesem Post eine kurze Materialsammlung veröffentlicht werden.

Beginnen möchte ich mit einem Gedicht, das ich bereits seit 18 Jahren in meinem Unterricht oder in Fortbildungen nutze. Dabei hat sich die Auseinandersetzung mit dem Text ständig fortentwickelt. Wenn es entsprechend angepasst wird, kann es für unterschiedliche Subkulturen einer „Nationalkultur“ sensibilisieren. Deshalb ist der Text nicht nur für interkulturelle Fragestellungen geeignet, sondern eignet sich auch für den (reflexiv)kulturellen Ansatz:

empfindungswörter

Gedicht von Rudolf Otto Wiemer

aha die deutschen
ei die deutschen
hurra die deutschen

Im Gedicht findet man folgende Empfindungswörter:

Ei – Freude, Überraschung
Hurra – Freude, Begeisterung
Pfui – Abscheu, Verachtung
Ach – Bedauern, Sehnsucht
Nanu – Verwunderung, Überraschung
Oho – Erstaunen,Verwunderung
Hm – Zustimmung
Nein – Ablehnung, Zweifel
Ja ja – Zustimmung

Die Bedeutung der Aussagen hängen stark von Gestik, Mimik und der Intonation ab (Betonung und Wortmelodie).

Didaktisierungen im Internet:

Werbespot: „Diese Deutschen …“

Als Einstieg in das Thema bietet sich ein kurzer Werbespot der Lufthansa an, den man didaktisiert auf den Seiten des Goethe-Instituts findet.

Materialien:

STICHWÖRTER:  Reisen, Stereotypen, deutsch-französisches Verhältnis
DIDAKTISIERUNGEN:
Arbeitsblätter (PDF, 380 KB)
Hinweise für Lehrende (PDF, 200 KB)
Dialogliste (PDF, 145 KB)

Die „Realität“ 😉

Sehr aktuell sind die Filme des WDR, die gerade im Internet abrufbar sind. Diese beschäftigen sich im Spiegel der gegenwärtigen gesellschaftlichen Ereignisse kritisch mit Fragen des typisch Deutschen. Die Darstellung bietet ein differenziertes Bild, (aber ist immer noch ein Bild). Didaktisierungen dazu wären sehr wünschenswert und hilfreich.

Was ist deutsch? Die deutschen Tugenden auf dem Prüfstand

Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung, Fleiß und Pflichtbewusstsein – typisch deutsche Tugenden, oder etwa nicht? Quarks & Co nimmt die Tugenden unter die Lupe: Welche Rollen spielen sie in Deutschland wirklich? Quelle

screenshot-www ardmediathek de 2016-03-14 19-28-1801.03.2016 | 2 Min. | In der Mediathek verfügbar bis 01.03.2021 | Quelle: WDR

Der gesamte Film„Was ist deutsch? – Eine Reise durch die Republik“ in der Mediathek – 43:43 Min. (Mit Untertiteln!)

Dazu gibt es eine Umfrage: Was ist typisch deutsch? und einen Test: Haben Sie Vorurteile?

-> Vorurteile? Testen Sie sich selbst! | Hier geht es zum Test

Auch interessant: – Typisch deutsche Gene – Gibt es das?

Quarks & Co | 01.03.2016 | 03:23 Min. | WDR

http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/deutsch-gene100.html

Ebenfalls als Information zu dem Thema konzipiert sind die Animationen des Goethe-Instituts, deren Fokus auf  „Zeit“ und „Arbeitseinstellung“ (Wertvorstellungen) liegen.

Typisch Deutsch – Umgang mit der Zeit

Typisch Deutsch – Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps

Mentalität und „Wie sind die Deutschen?“ sind Themen einer Folge der erfolgreichen Produktion des GI „Das Deutschlandlabor“. („Eine Entdeckungsreise in 20 Videofolgen für Deutschlernerinnen und -lerner mit Grundkenntnissen ab dem Niveau A2.) Dabei kann man Labor durchaus so verstehen, dass im Film verschiedene Eigenschaften und Handlungsfelder im Deutschen „getestet“ werden. Damit die Filme nicht nur reine Informationsmedien bleiben, ist es wichtig, passende „Zusatzexperimente“ für die Lerner zu finden, in denen die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft werden.

Filme zur deutschen Mentalität – Das Deutschlandlabor – Beispiel:

Material:

Die Deutschen sind pünktlich, gut organisiert und lieben Regeln. Stimmt das? David und Nina fragen nach, was typisch deutsche Eigenschaften sind. Und sie sammeln viele neue interessante Regeln für den Alltag. Quelle

Hier nun einige Filme und Serien, die sich sehr konkret mit dem Thema auseinandersetzen:

Typisch!?  – Link zur Website: 

-> Episode 4: Mahlzeit!

Was machen Sie in Ihrer Mittagspause? Diskutieren Sie mit uns auf „Deutsch für dich“.

Zusatz: Online-Übungen für Deutsch im Büro

Auch hier gibt es das Thema: -> Pünktlich!

Oder zum Beispiel eine Präsentation über den  „Schrebergarten“

veröffentlicht am 20.01.2016 aus Panorama DaF A2 Kursbuch (Cornelsen)

Weitere Infos zum Thema im Material zur Ausstellung „Willkommen im Schrebergarten“ (Eine Ausstellung des Goethe‐Instituts Australien in Melbourne und des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig): u.a Videos und Interviews.

YouTube-Fundstücke

Auf Youtube gibt es Erklärvideos zu allen möglichen und unmöglichen Themen, da verwundert es nicht, dass es solche Filme auch für Deutschlerner gibt, denen das Leben in Deutschland erklärt wird. Hier zwei Beispiele. Zuerst passend zu den oben schon zitierten Filmen zum Thema Zeit:

Deutschland für Anfänger, الالتزام بالمواعيد, Pünktlichkeit

Und zum zweiten zu ganz „trivialen“ aber wichtigen Dingen: „Cari antwortet (26) – Schuhe aus | Bier trinken | Schaffen | Buch Gewinnspiel

Weitere Links:

Vor Jahren habe ich zum Thema „Stereotype“ im ZUM-Wiki eine Seite erstellt: Stereotype im DaF-Unterricht. 

Auch im ZUM-Wiki finde ich die Linksammlung zu Integration und interkulturelle Verständigung interessant.  Zu diesem Thema findet man eine Liste verschiedener Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Diese Seite nennt einige Titel und bietet Raum für dazu passende Unterrichtsideen. (Link)

Aktuell hat das GI Athen eine Linksammlung zum Thema: Klischees und Stereotypen im DaF-Unterricht Stufe: ab A2 veröffentlicht.

Abschließend ein kurzes Zitat:

Es sind nicht die Unterschiede, die uns trennen. Es ist unsere Unfähigkeit, diese Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und zu feiern.


Aus: Audre Lord, Schriftstellerin und Aktivistin, Quelle

Zusammenfassung: Wortwolken im DaF-Unterricht


Gestern habe ich im Blog-Artikel Wikinar: Wordle & Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht einen kurzen Workshop zum Thema Wortwolken vorgestellt. Heute gibt es noch mehr Informationen und Materialien rund um das Thema: Wortwolken im DaF-Unterricht. Ihr findet hier:

  • Die ausführliche Beschreibung einer Fortbildung zu diesem Thema und Material
  • Eine Liste mit möglichen Einsatzszenarien für Wortwolken in DaF

Mit Wortwolken in Fortbildungen habe ich mich in den letzten Jahren im Blog Landeskunde (erstmals 2008) und in Online- oder Blended Learning-Kursen oder in Präsenzseminaren beschäftigt. Meist ging es darum, Unterrichtsideen für Wortwolken zu analysieren und eigene Wortwolken zu erstellen. Dabei sollten Ideen für die eigene Unterrichtspraxis entwickelt und Arbeitsblätter mit Wortwolken und Arbeitsanweisungen angefertigt und präsentiert werden. In den letzten 8 Jahren ist so eine Menge Material entstanden, das ich hier gerne veröffentlichen möchte.
Grob kann man den Ablauf fast aller Fortbildungsvarianten so wiedergeben:

  1. Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben mit Wordle im DaF-Unterricht
  2. Reflexion dieser Aufgaben und Sammlung eigener Unterrichtsideen
  3. Erstellung von Wortwolken: Schritt-für Schritt-Anleitung, Ausprobieren von versteckten Eigenschaften des Wordle-Tools
  4. Planung und Erstellung eines Arbeitsblattes mit Wortwolken für den DaF-Unterricht
  5. Präsentation der Ergebnisse und Evaluation

Einstieg

In den Fortbildungen vergangener Jahre habe ich verschiedene Einstiegsvarianten ausprobiert. So zum Beispiel in einer Online-Fortbildung (auf Moodle) mit internationalen Teilnehmern, mit der Aktivität Wörter und Wortgruppen zum Thema: „Typisch deutsch ist für mich: …“ zu sammeln. Daraus entwickelte sich im Moodle-Forum eine interessante Diskussion und ein multiperspektivischer Blick auf das Thema. Aus den gesammelten Ideen wurde eine gemeinsame Wortwolke erstellt, die dann wiederum als Schreibanlass für einen kurzen persönlichen Text zum Thema diente. Damit waren sogleich zwei grundlegende Möglichkeiten von Wortwolken im Fremdsprachenunterricht genannt: Als Visualisierung von Assoziationen, aber auch als Schreibanlass für einen Text (auch Dialog oder Gedicht).

Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben

Die Simulationsphase des Workshops soll den TN die Möglichkeit bieten, dass Potenzial von mit Wortwolken erstellten Übungen zu erkennen. Dabei lösen sie aus der Perspektive der Lerner Beispielaufgaben und reflektieren diese Aufgaben aus der Sicht des Lehrers (Lehrerprofessionalität).
Im Folgenden findet man mögliche Simulationsaufgaben und Anweisungen für die Reflexion.
Simulationsaufgaben: (Gruppen- oder Paararbeit)

Reflexionsaufgaben: (Gruppenarbeit)

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Arbeitsblätter für den Unterricht untersuchen:

  1. Lösen Sie die Aufgaben der Arbeitsblätter.
  2. Diskutieren Sie, welche Ziele mit den Aufgaben erreicht werden sollen. Tragen Sie die Ergebnisse hier ein:

Ziele:

……
3. Inhaltliche Seite:
Wie sinnvoll finden Sie die Aufgaben? a) Geben Sie 1-5 Punkte: von 1 = „nicht sinnvoll“ bis 5 = „sehr gut einsetzbar“. b) Begründen Sie Ihre Entscheidung.

Nicht sinnvoll                                                                          Sehr gut einsetzbar
1                          2                               3                            4                                5
Begründung:

…..

4. Welche Alternativen für die Aufgabenstellung oder für die formale Gestaltung würden Sie vorschlagen? Was würden sie anders machen?

….

5. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum:

a) Sie stellen die Aufgabenstellung und die Ziele des Arbeitsblattes kurz vor. (früher Folie, jetzt iPad über Apple-TV) b) Lesen Sie Ihre Texte vor. (Zeitfrage)
c) Präsentieren Sie Ihre Bewertungen mit Begründung.
d) Nennen Sie mögliche Alternativen.

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Erarbeitung / Information

Danach sammeln die TN in Gruppen Ideen für den Einsatz von Wortwolken im eigenen Unterricht.

Arbeitsauftrag:

1. Finden Sie in Ihrer Gruppe eine für Sie interessante Unterrichtsidee, wie man das Wordle-Tool im DaF-Unterricht einsetzen könnte.
2. Beschreiben Sie diese Idee und stellen Sie diese im Plenum vor. Nutzen Sie für Ihre Arbeit folgende Wortwolke:

Unterrichtsideen Wortwolken im DaF-Unterricht

Einige Ergebnisse findet man im ZUMPad: http://zumpad.zum.de/p/Zagreb5

Zu den gesammelten Wortwolken-Ideen

Folgende Wortwolken-Ideen stammen von mir oder aus Online- und Präsenzveranstaltungen der vergangenen Jahre. Sie sollen hier nur kurz beschrieben werden.
Sinnvoll erscheint mir eine Gliederung nach Fertigkeitsbereichen (Lese- oder Hörverstehen, Sprechen und Schreiben), wobei die Einteilung nach Unterrichtsphasen dem untergeordnet wird. Weitere Übungsformen zum Beispiel zu Grammatik, Wortschatz, aber auch zur Landeskunde werden gesondert dargestellt. Ergänzt werden auch Ideen für die Lehrerfortbildung.

Als ersten ein ausführlich beschriebenes Beispiel aus meiner Unterrichtspraxis:

Zielaufgabe im Fach Civilizacio (DaF-Landeskunde-Fach in Ungarn):
Die Schülerinnen und Schüler (SuS) können einen Tourismuswerbetext zu München verfassen.

Verlauf:
1. Als Einstieg wurde das Vorwissen der SuS abgefragt und in einer Wortwolke visualisiert. (Mehrfachnennungen = größere Anzeige)
2. Danach wurde der Inhalt erarbeitet: Texte, Filme, Bilder (Vorgehen nach Belieben – Vorschlag: projektorientiert, Gruppenarbeit (GA), Wirbelgruppen)
3. Der“ Zwischenstand“ kann ebenfalls als Wortwolke dargestellt werden. Der Lernzuwachs wird so von den SuS direkt wahrgenommen.
4. „Abschluss-Wortwolke“ mit allen relevanten Begriffen, die zur Erfüllung der Aufgabe notwendig sind, wird erstellt.
5. Die Wortwolke kann zum Üben (Erstellung von MindMaps zur strukturierten Textproduktion, freies Sprechen, Formulierung von Sätzen und Textabschnitten) genutzt werden.
6. Die Wortwolke dient als Vorlage für den Aufsatz, der als Abschlusstest der Einheit geschrieben wird.
Hinweis: Hier bietet es sich an, je nach Lernergruppe, die Erstellung der Wortwolke den SuS zu überlassen. Die Sammlung der Ideen kann im Wiki oder Etherpad erfolgen. Die „Abschlusswolke“ sollte durch den Lehrer vereinheitlicht werden.

Ideen zur mündlichen und schriftlichen Textproduktion

Die Wortwolke:

  • als Dialoggerüst: Der Inhalt eines Dialogs (Beispiel „Im Restaurant“) wird in Wortgruppen (zusammenhängende Darstellung durch ~; Wort~Wort ) und Wörtern in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS ordnen den Dialog zu einem Dialoggerüst, üben zuerst mit diesem Gerüst, danach mit der Wortwolke als Stütze, um dann später frei zu sprechen.
  • für Vorträge: Für Vorträge nutzen die SuS anstatt Notizzettel selbsterstellte Wortwolken, welche während der Präsentation als Bild präsentiert werden.
  • als Grundlage für mündliches Erzählen oder kreatives Schreiben:
    Ein thematischer Kurztext (Beispiel: „Bürogeschichte“) in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS erhalten die Aufgabe, daraus einen Text (mdl., schr.) zu produzieren. Weitere Steuerung über Bilder oder Geräusche möglich, evtl. können weitere Vorgaben gemacht werden: wie Genre, handelnde Personen, Zeit usw.
  • Schreiben von Gedichten: Wortwolken aus
    • 1. Reimwörtern,
    • 2. Teile aus bekannten Gedichten,
    • 3. thematisch von den SuS gesammelten Wörter dienen als Grundlage  (Ergänzung zu 3. : SuS können in Gruppen die Wörter für die anderen Gruppen vorgeben.)
  • Texte zur Landeskunde produzieren (siehe oben):
    Textproduktion aus gemeinsamen Assoziationen (Beispiel: „Was ist typisch Deutsch?)
  • Rekonstruktion von Texten: (Beispiel: bekannte Texte wie Rezepte, Dialoge, Wegbeschreibungen + mit Bild) werden in Wortwolken zerlegt und müssen durch die SuS „rekonstruiert“ werden, je nach Fertigkeit und Komplexität des Textes kann dies frei oder in einem Textgerüst erfolgen.
  • Eine Inhaltsangabe (Zusammenfassung) erstellen: Siehe DIGU-Aufgabentypologiesammlung

Vorwissen aktivieren

  • Lese- oder Hörverstehen: zur Vorentlastung der Texte, Wortwolke aus Text erstellen – Vermutungen anstellen lassen
  • Hörverstehen global: Eine Wortwolke mit in dem Hörtext vorkommenden Themen gemischt mit Distraktoren („Ablenker“) erstellen. Beim Hören markieren die TN die im Text vorkommenden Themen. Dann bringen sie die Themen in die richtige Reihenfolge und vergleichen diese mit ihren Vermutungen.
  • beim Einstieg in das Thema: (Beispiel: Abiturbräuche im DSD-Wiki, Bundestagswahlen und andere landeskundliche Themen) – Was kennt ihr? – Was sollten wir noch recherchieren?
  • beim Einstieg in ein Projekt: Assoziationen sammeln und visualisieren, für die weitere Planung des Projekts benutzen, für Zwischenevaluationen einsetzen

Wortschatztraining

  • zum Lernen: Die Lerner notieren wichtigen Lernwortschatz, drucken sich diesen als Wortwolke aus und hängen Sie in ihrem Zimmer an einer sichtbaren Stelle auf, bis sie die Wörter kennen.
  • Üben 1: Die SuS notieren den Lernwortschatz in der Ziel- und Muttersprache und erstellen daraus eine Wortwolke. Die SuS tauschen ihre Wortwolken. Zuordnungsübung zusammengehörender Paare, Austausch und Korrektur der Übungsaufgabe
  • Üben 2: Themen wie „Arbeit und Beruf“, „Einkauf/Lebensmittel“ oder „Eigenschaften von Personen“ usw. können mithilfe von Wortwolken geübt werden: Zuordnung Beruf – Verb, Lebensmittel – Verpackung, …

Spiele

Ideen für Spiele mit Wortwolken findet man auch auf DIGU des Goethe-Instituts (Datenbank „Digitale Unterrichtsgestaltung“) http://digu.goethe.de

 Lehrerfortbildung

  • Name + etwas Persönliches (für alle gleich: Hobbys, Was man mag, Lieblingstier, Diese Metapher passt zu mir als Lehrer usw.)
  • Namen von allen Kursteilnehmern werden als ein „Wolken“-Plakat im Raum aufgehängt.
  • Sich mit Hilfe einer Wortwolke vorstellenhttp://digu.goethe.de/p4ansehen.php?id=132 (auch für den Unterricht geeignet).
  • Erfahrungen (Wörter, Wortgruppen) zu bestimmten Themen in der Gruppe sammeln, Gruppen-Wolke erstellen – die anderen Gruppen müssen erfragen, welche Erfahrungen damit gemeint sind (Wibelgruppen)
  • Gut gemachte und einfach gehaltene Anleitung für Fortbildner zum Thema: Wordle – einfach und schnell Wortwolken erstellen (wb-web)

Auf die Beispiele zum Thema Grammatik verzichte ich hier. Diese sind sehr zahlreich und meist Zuordnungsübungen. Vielleicht ergänze ich sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Was noch fehlt ist die:

Anwendungsphase (Transfer)

Erstellung einer kurzen Übung für den Unterricht mithilfe eines Wordles

Erstellen Sie ein Arbeitsblatt. Schwerpunkt soll eine Wortwolke sein. Nutzen Sie als Anregung die Seiten „Unterrichtsmaterialien“ auf PASCH-net.

Folgende Schritte können Ihnen helfen:

  1. Thema suchen
  2. Ziel formulieren
  3. Text suchen oder Wörterliste erstellen
  4. Wortwolke generieren und in das Arbeitsblatt einfügen.
  5. Arbeitsauftrag formulieren
  6. Speichern

Stellen Sie Ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Zeit: 30 Minuten

Damit sind wir am Ende des kurzen Workshops angekommen. Es folgt eine kleine Linkliste mit Beiträgen aus diesem Blog:

 

Spielfilm in DaF: Workshop zum Film Almanya – Willkommen in Deutschland


Hier folgt die Linkliste, die ich für den  Workshop auf der Tagung des Slowenischen Deutschlehrerverbandes (SDUNJ) erstellt habe.

Thema des Workshops ist der Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“.

Teil 2 der Materialiensammlung zum Workshop findet man morgen  hier.

Didaktisierungen der Goethe-Institute

 Goethe-Institut Dänemark
 CinéAllemand – Goethe-Institute Frankreich
 Weitere Didaktisierungen des Goethe-Instituts

 Sonstige Didaktisierungen

 Links zum Film:

 Filmausschnitte

Filmsequenzen für Aufgaben zum Film Almanya (Transferphase) 

Deutscher oder Türke?

  • Der kleine Cenk wird in der Schule nach seiner Herkunft gefragt.

Sensibilisierung: Im fremden Land

  • Almanya – Deutsche Männer tragen keine Schnauzbärte
  • Almanya – Fatma geht einkaufen (Filmausschnitt)
  • Almanya – Wer lässt schon gerne seine Kinder arbeiten

Lösungen?

  • Hey Angela, wo Problem?

Trailer

Almanya – Erstes Weihnachten in Almanya

 Über Filmdidaktisierungen

Allgemeine Links (kein DaF)

 Über Filme und Filmdidaktisierungen (DaF)

 Kontext des Films

Weiter zum 2. Teil

Siehe auch die Blog-Seite: Filme/DaF

Street-Art im DaF-Unterricht


Banksy, London CC BY 2.0 File:Banksy Pressure Washing Away Art.jpg

Street-Art ist längst ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst. Als 2009 die Ausstellung Banksy vs. Bristol Museum stattfand, standen die Leute vier Stunden Schlange. „Banksy, der König der Guerilla-Graffiti“ lockte in zwei Monaten 300.000 Besucher aus aller Welt ins Museum. (Quelle: Spiegel-Online). In vielen Großstädten spielt Street-Art für den Tourismus eine wichtige Rolle. Auch werden Künstler und deren Produkte immer öfter vom Kunstmarkt oder für Zwecke der Werbung vereinnahmt, was der Definition als „nichtkommerzielle Form von Kunst im öffentlichen Raum“ widerspricht. In den sozialen Medien findet die Kunstform eine exponentielle Verbreitung im Internet. Auch im universitären Bereich wird sie beachtet, wie das Projekt der Uni Regensburg zur Erfassung, Lokalisierung und Kategorisierung von Street-Art Streetartfinder.de zeigt.

Street-Art und DaF

Street-Art ist seit einiger Zeit auch in Deutsch als Fremdsprache angekommen. Aktuell findet man im Band 90 Materialien Deutsch als Fremdsprache zum Thema „Visuelle Medien im DaF-Unterricht“ ( Hrsg. Marc Hieronimus) einen Artikel von Mirjam Bertocchi zum Thema „Graffiti und Street-Art im DaF-Unterricht“ (S. 153-172). Aber auch auf PASCH-net gibt es seit einiger Zeit einen Themenschwerpunkt zum Thema „Graffiti: mehr als nur Schmiererei“ (Sprachniveau: B1) mit Unterrichtsmaterialien für das A2/B1-Niveau.

Bertocchi stellt in ihrem Text im oben erwähnten Band 90 nicht nur mögliche Einsatzszenarien dieser Kunstform im DaF-Unterricht vor, sondern informiert ausführlich über die Geschichte und Bedeutung der Street-Art-Subkultur. Nach einer didaktischen Begründung, warum Street-Art im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden sollte, findet man konkrete Unterrichtsvorschläge mit interessanten Zusatzinformation zu  Street-Art Künstlern und deren Kunstwerken.

Graffiti a Ordes. CC BY-SA 2.0 File:Desordes – 2012 – Blu – 5 (8168526679).jpg Hochgeladen von Coentor

Vorteile

Die Vorteile des Einsatzes von Street-Art im Fremdsprachenunterricht sieht die Autorin unter anderem darin, dass diese Kunst dabei helfen könnte, sprachliche und ästhetische Kompetenzen zu erwerben. Die Kunstwerke eigneten sich für alle Niveaustufen, da die erworbene Sprachkompetenz eine untergeordnete Rolle spielen würde. Die Schüler könnten offen auf die Kunstwerke reagieren, da keine sprachliche Verständnisbarrieren existierten. Da die Bilder provokativ und manchmal ironisch seien, würde dies motivierend auf die Lernenden wirken.
Die Deutungsoffenheit der Kunstwerke sieht sie als weiteren Vorteil. Dadurch entstünden mehrere Interpretationsmöglichkeiten, die die Interpretationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und deren kreatives Denken fördere.
Die kommunikative Funktion der Kunst bestehe darin, dass die Bilder als Diskussionsanlass dienen könnten und die Schüler dazu bringen, ihre eigene Meinung zu äußern, wodurch authentische Sprachhandlungen ermöglicht. Weiterhin werden im Text die Erweiterung der Medienkompetenz und die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit aktuellen landeskundlichen Themen hervorgehoben. Zur Einführung in das Thema empfiehlt sie folgendes Video, das die  Merkmale der Street-Art erklärt:

Weitere Ideen

Für mich liegt die Stärke des Themas insbesondere in der Möglichkeit fächerübergreifende Projekte durchzuführen. Kunstunterricht, Ethik, Sozialkunde, aber auch Geografie dürften sich dafür anbieten. Natürlich kann (bzw. sollte) dabei Projektarbeit grenzüberschreitend erfolgen, um das interkulturelle Potential zu nutzen. Auch wenn die Kunstform besonders für  Großstädter interessant scheint, ist es möglich durch die Präsenz im Internet, alle Schüler und Studenten daran zu beteiligen.

Was könnten Produkte für solche Projekte sein?

1. Recherche-Projekte: SuS dokumentieren und beschreiben Street-Art in ihrer Umgebung. Sie erklären ihren Mitschülern in anderen Ländern evtl. den politischen Kontext, SuS erstellen eine gemeinsame Hitparade der urbanen Kunstwerke und begründen ihre Wahl

Die Präsentation sollte im Internet erfolgen, um unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten. Denkbar wäre auch ein Produkt für Touristen in deutscher Sprache zu erstellen. Auch eine QR-Stadt-Rallye zu diesem Thema wäre denkbar.

2. Produktion eigener Werke mit Beschreibungen und Geschichten; eigene Botschaften zu einem gemeinsamen Thema erstellen oder aufgrund  in Form eines bekannten Kunstwerkes eine eigene Arbeit anfertigen und dokumentieren, Austausch siehe oben.

3. Da die Kunstform im urbanen Bereich nicht ganz unumstritten ist, kann ein Produkt diese Diskussion in unterschiedlichen Ländern zum Thema haben. SuS könnten Argumente sammeln, vergleichen und in sozialer Medien präsentieren. Eine Facebook-Gruppe könnte zum Beispiel zu einer internationalen Diskussion anregen, eine Bildergalerie der beteiligten Städte zeigen und zur Planung eines gemeinsamen Produkts dienen.

4. Natürlich eignet sich das Thema ganz klassisch als Anlass für das kreative Schreiben zu einzelnen Bildern oder Bilderreihen.

5. Alle oben genannten Ideen können in einer Ausstellung bzw. Online-Ausstellung präsentiert werden, die wiederum zum interkulturellen Austausch anregen könnten oder mit selbst erstellten Aktivitäten wie Quiz oder Ausstellungsrallye verbunden werden könnten.

Beispiele aus der Praxis:

A -Ein Beispiel für ein fächerübergreifendes Projekt (ohne DaF) „Die Kunst der Straße – Street-Art in der Dresdner Neustadt“: http://wikis.zum.de/zum/Streetart

B -Das Beispiel in Blog-Form „Jugend in Berlin“ (entstanden während eines Lehrerseminars) zeigt , wie man das Thema auch im landeskundlichen (DaF) Kontext darstellen und mit anderen Kunstformen verbinden kann: http://blog.goethe.de/jugendinberlin/

C – Auch einen Hinweis auf einen Webquest „Graffiti in Berlin“ im DaF-Unterricht habe ich gefunden. Leider ist das Quest nicht mehr online erreichbar.

Vorschläge für geeignete Street-Art Arbeiten

Im Text von Mirjam Bertocchi finden sich auch Vorschläge, welche Street-Art Arbeiten sich für den Unterricht eignen könnten. Die empfohlenen Künstler und Arbeiten sind El Bocho, JR, Alias und Blu.
Im folgenden Abschnitt habe ich dazu eine kleine Linksammlung angelegt. Weitere Informationen zu den folgenden Künstlern und Projekten kann man im oben erwähnten Text im Band 90 nachlesen.

El Bocho
http://www.elbocho.net Beispiel: http://www.elbocho.net/page/6/
https://www.youtube.com/watch?v=xjCcysHXJwo
– Auf Facebook: https://www.facebook.com/elbochoberlin
Film der DW zum Berliner Street-Art-Künstler El Bocho

Projekt „Face 2 Face“ (JR)
FACE 2 FACE TRAILER project:

– Projektseite: http://www.jr-art.net/projects/face-2-face

– Hier ein kurzer Überblick über die Arbeiten von JR (Deutsche Welle):

Hausfassaden und Straßen in Städten aller Welt dienen dem französischen Straßenkünstler JR seit 13 Jahren als Leinwand. Er verwendet archivierte und selbst fotografierte Bilder von unauffälligen und vergessenen Menschen, vergrößert die Fotos und tapeziert sie in die Stadtlandschaft. Eines seiner Fotoprojekte wird noch bis Ende Mai in der Berliner Galerie Springmann ausgestellt.

Kreuzberg and the street and the walls and the street art… CC BY-SA 2.0 File:X.berg Street Art.jpg Hochgeladen von Rotatebot Erstellt: 2. Juli 2008

„Kinder in der Stadt“ (Alias)

https://www.facebook.com/4L1A5

– Street Art by Alias in Berlin (Beispiele und kurze Beschreibung)

Arte urbano obra de Blu, avenida del Manzanares, Madrid, España CC BY-SA 2.0 File:BLU 092010 7 (4975181720).jpg Uploaded by StrakhovMurals (Blu)

(Für mich der Künstler, der mich mit seinen aussagekräftigen Arbeiten am meisten anspricht.)

–  Blu auf Wikipedia
https://www.facebook.com/www.BLUBLU.org
Seine offizielle Seite http://www.blublu.org und hier ein Beispiel von vielen: http://www.blublu.org/sito/walls/2013/big/011.jpg
Weitere Beispiele unter CC BY-SA 3.0 Lizenz: Wikimedia

Ein Video bei dem man den Künstler bei der Arbeit zusehen kann. BLU in Berlin – November 2008:

 

 

„EVOLUTION OF MEN by BLUE“ ist eine sehr schöne Arbeit des Künstlers, die mir persönlich ausgezeichnet gefällt und die sich natürlich auch sehr gut für den Unterricht eignet:

Es gibt natürliche noch weitere für den Unterricht interessante Künstler. Ich finde zum Beispiel, dass die Idee „Street-Art im Miniaturformat“ viel Potential für ein Projekt in DaF hat, bei dem man mit einfachen Mitteln kleine Szenen im Stadtkontext darstellen, fotografieren und beschreiben (mündlich oder schriftlich) kann. (Permalink der DW http://dw.de/p/1ExfL und als MP4-Datei abspeichern)

Weitere Empfehlungen:

1. Zur Schreibweise des Begriffs: http://www.duden.de/rechtschreibung/Street_Art „Von Duden empfohlene Schreibung: Street-Art und alternative Schreibung: Streetart

2. Folgender Film eignet sich als Einstimmung in das Thema:

 

3. Street Art Berlin von artelocal.eu mit vielen Beispielen und Kurzinformationen zu Künstlern

4. Themen zu street+art auf den Seiten der Deutschen Welle

5. Unterrichtsreihe zum Thema „Mauerfall“: 10 Graffiti auf der Mauer (DW) mit Lehrerkommentar und das  Video-Thema Sprühen als Kunst mit Aufgaben und Vokabeln.

6. Graffiti von unbekannten Künstlern an der Berliner Mauer

7. Didaktisierungsvorschlag zum Thema Graffiti auf PASCH-net: Stationenlernen – Sprachniveau: A2/B1 (pdf; 200 KB)

8. Street-Art Beispiele: http://www.fotocommunity.de/motive/streetart/799

9. Linkliste zu Urban Art: http://static.twoday.net/kunstvermittlung/files/Linkliste-Urban-Art.pdf mit einem ausführlichen Materialteil

10. Text aus transkultureller Sicht, lesenswert: „Was liest du aus dem Bild? – Transkulturelles Bilderlesen im DaF-Unterricht“ von Vasili Bachtsevanidis in Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht

11. Linksammlung auf Padlet: STREET ART im DaF-Unterricht – Einstieg in die Künste (Juan Carlos Diazcerio Samaniego)

12.  Der oben erwähnte Band 90 zum kostenlosen Download: Visuelle Medien im DaF-Unterricht, Hieronimus, Marc (Hrsg.), Materialien Deutsch als Fremdsprache; 90 Erschienen: 2014


DSD 1 und DSD 2 Modellsätze


In den letzten Jahren hatte ich hier schon sehr oft auf die Modellsätze der beiden DSD Prüfungen aufmerksam gemacht, die auf den Seiten der ZfA abrufbar sind. Leider ändern sich ständig die Verlinkungen, so dass die älteren Einträge hier im Blog nicht mehr funktionieren. Heute ist wieder einmal Zeit, diese Links zu aktualisieren:

(Aktuell 7) Mo­dell­sät­ze: DSD I, Ni­veau A2/B1

Link:

http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_ZfA/Auslandsschularbeit/DSD/DSDI/Modellsaetze/node.html (Auf dieser Seite gibt es auch alle Audio-Dateien)

Nützlich für die Vorbereitung, können auch die Hand­rei­chun­gen sein:

Und natürlich unbedingt der Leitfaden für die schriftliche Kommunikation: (nicht mehr online)

Interessant auch die Länderprojekte

Hier für das DSD 1 in Frankreich:

A1 und A2 – In­ter­na­tio­na­le schu­li­sche Ver­gleichs­ar­bei­t

Die alte Zen­tra­le Deutsch­prü­fung (ZDP) wurde 2014 von der sogenannten „In­ter­na­tio­na­len schu­li­sche Ver­gleichs­ar­bei­t“ abgelöst. Auch dafür gibt es Modellsätze:

(Aktuell 6) Mo­dell­sät­ze: DSD II, Ni­veau B2/C1

Aber auch hier sollte man den aktuellen Leitfaden DSD II nutzen. (PDF)

Die Handreichungen gibt es hier:

Und für DSD B2/C1-Schüler:

Schaut ins DSD-Wiki. Dort gibt es aktuell 473 Artikel — unter anderem „Hilfe für DSD-Schüler B2/C1“: DSD II – Überblick / DSD II – Mündlich / DSD II – Schriftlich

Auch interessant: „Was wir schon immer über das DSD II wissen wollten“ und „Wie man sich auf die DSD-II-Prüfung vorbereitet“ auf PASCH-Global (Texte von Schülern für Schüler).

Gute Manieren in Deutschland


Die Deutsche Welle hat in ihrer Folge Alltagsdeutsch einen bemerkenswerten Beitrag zu Begrüßungsritualen und dem sogenannten „Guten Benehmen“ in Deutschland veröffentlicht:

Wie begrüßt und wie verabschiedet man sich in Deutschland? Wie verhält man sich im Restaurant? Bezahlt der Mann oder die Frau? Manche Formen des Benehmens sind geblieben, andere haben sich im Laufe der Zeit geändert.

Downloads:

Zum „typisch deutschen“ Thema Pünktlichkeit ist zu lesen:

Die Deutschen sind weltweit bekannt für ihre Pünktlichkeit. Bei manchen Gelegenheiten wird aber das sogenannte akademische Viertel noch abgewartet. Der Begriff stammt aus der Hochschulsprache und bedeutet, dass man fünfzehn Minuten später kommen kann.

Typisch Deutsch die Zweite


Gerade „geistern“ zum oben genannten Thema wieder diverse Linktipps durch die Sozialen Netzwerke. Lustig zum Beispiel der Kurzfilm „Deutschland in 2 Minuten“.

Klar ist die alte/neue Frage hier besonders witzig dargestellt, aber auch wieder so oberflächlich, wie vieles, was man gerade im Netz finden kann.

Auch die englischsprachige Anleitung „How to be German in 20 easy steps – part 1“ liegt auf ähnlichem Niveau, eignet sich aber von der Idee her (Anleitung formulieren: Wie wird man …) für Fortbildungen oder den Unterricht.
Einen etwas längeren Film bietet die ARD auf YouTube „Was ist eigentlich typisch deutsch?“

Bemerkenswert fand ich einen Kommentar auf der selbigen YouTube Seite – Zitat:

„Gähn… Sich ständig zu fragen, was typisch deutsch ist, ist sowas von typisch deutsch.“ 😉

Darüber lässt sich freilich diskutieren und zeigt vielleicht mehr über uns als die vielen Aufzählungen von lustigen Eigenarten.

 

PASCH-net jetzt ohne Log-in


Das ist doch einmal eine gute Nachricht. Endlich sind viele Inhalte von www.pasch-net.de ohne Registrierung und Log-in zu erreichen.  Und hier ist viel zu finden: aktuelle Texte über Deutschland, Didaktisierungen für den Deutschunterricht und eine Menge Ideen.

Daneben gibt es weiterhin für Lehrer und Schüler von PASCH-Schulen in der Community einen geschützten Raum zum Austausch.

Eine sehr gute Entscheidung ist, dass „Schulen, die nicht zum PASCH-Netzwerk gehören,( … ) sich projektbezogen auf PASCH-net registrieren (können), wenn sie ein Projekt mit einer PASCH-Schule auf PASCH-net durchführen möchten. Interessierte Schulen können an info@pasch-net.de schreiben.“

Hier die Links:

Schülerbereich: http://www.pasch-net.de/pas/cls/sch/deindex.htm

Lehrerbereich: http://www.pasch-net.de/pas/cls/leh/deindex.htm

Deutschlandkarten zu positiven und negativen Vorurteilen der Deutschen


Ist ein Erzgebirgler wirklich zänkisch oder ein Hesse besonders schlau? Vorurteile entstehen meist ohne Grund, halten sich aber hartnäckig, wie zwei Deutschlandkarten von ZEIT.ONLINE  zeigen:

  1. Karte der negativen Vorurteile
  2. Karte der positiven Vorurteile

Es überrascht nicht, dass die positiven Eigenschaften der Bundesbürger nicht so einfach zu finden waren. Zitat:

Es macht eben keinen Spaß, über den anderen gut zu reden. Die positiven Vorurteile sind weniger Fremd- als Selbstbilder.

Aus: http://www.zeit.de/2011/32/Deutschlandkarte-Vorurteile

Bleibt noch anzumerken:

Zum Glück werden Vorurteile in Deutschland heute nicht mehr dazu benutzt, um Kriege zu führen, sondern um Bürowitzchen über »den Schnösel aus München« zu machen.

Aus: http://www.zeit.de/2011/31/Deutschlandkarte-Vorurteile

Beide Karten eignen sich ausgezeichnet für Deutschstunden zu diesem Thema. Auf den Seiten der ZEIT.ONLINE Serie „Deutschlandkarten“ finden sich noch weitere brauchbare Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel: Meier, Meyer, Mayer oder Maier

 

d-seite – ein DaF-Angebot für Studenten


Heute ein Link-Tipp:  d-seite

Hier

findet man Materialien für Deutschlernende auf allen Niveaus. Der Schwerpunkt liegt auf Grammatik und Wortschatz für Lerner von der oberen Grundstufe bis zu den Uniprüfungen (DSH und TestDaF). Quelle

Beispiele:

Die Seite richtet sich also an  Studenten, ist aber auch für andere DaF-Lerner (DSD B2/C1) nützlich. Weitere Informationen, auch über den Autoren Gerhard Antretter, gibt es hier: Seiteninfo

Ich bin gespannt, wie sich die Seite in Zukunft entwickeln wird. Es scheint ein vielversprechendes Projekt zu sein.

Die Seite ist momentan Baustelle, (…). Bis zum Jahresende soll die Seite dann fertig sein. Quelle

Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache


Der Wihajster tauchte 1965 in einem polnischen Wörterbuch auf, als Bezeichnung für „einen gewöhnlich kleinen Gegenstand, dessen Bezeichnung dem Sprechenden nicht geläufig ist bzw. im Moment nicht einfällt“.

Das Zitat stammt aus einem wunderbaren Artikel auf Spiegel-Online, der die Perspektive auf eingewanderte Wörter einmal umdreht. Er verweist auf das Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache der Universität Oldenburg, welches man jetzt gratis im Web einsehen kann. Dazu gibt es ein Quiz, bei dem man erraten soll, in welcher Bedeutung das deutsche Wort im Polnischen gebraucht wird. Einige Wörter kann man auch im DaF-Unterricht raten lassen. Macht wirklich Spaß! Also, dann mal los:

Was bedeutet im Polnischen das aus dem Deutschen entlehnte Wort Ablegier?

Aus deutscher Perspektive hier im Blog: Ein ungarisches Wort ist das „beste“ eingewanderte Wort natürlich gibt es dazu auch ein Quiz auf SPIEGEL ONLINE: IMPORTDEUTSCH-QUIZ: „Bloß keine Fisimatenten!“

Wiener Kaffeehäuser – Lieblingsort der Literaten …


… und auch sehr beliebt als DaF-Thema. Deshalb dieser Verweis auf einen aktuellen Beitrag auf Spiegel-Online:

Tratschen und diskutieren, Zeitung lesen und philosophieren: Das Wiener Kaffeehaus ist schon immer mehr Club als Café gewesen, beliebt bei Literaten und Touristen. Noch heute werden Fiaker und Einspänner auf einem Silbertablett serviert.

Hier in diesem Blog gab es zu diesem Thema schon mal einen längeren Beitrag: Kaffee- und Kaffeehaus- Kultur in Wien und Budapest

Aktuelle Infografiken zum Thema „Jugend 2010“


In der aktuellen Shell-Jugendstudie „Jugend 2010“ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“


Terminhinweis: Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“ am 14. September um 12 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin

Die Seite der Studie: hier

Hier eine weitere aktuelle Jugendstudie: