Praxisleitfaden: Film im Fremdsprachenunterricht


Die sehr gelungene Publikation von VISION KINO, einer gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, ist kostenlos als PDF-Datei zugänglich. Beeindruckend ist der Umfang der behandelten Themen und die Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis.

Ein ausführliches unterrichtspraktisches Kapitel vermittelt sowohl rezeptiv als auch kreativ-praktisch ausgerichtete methodische Anregungen zur Arbeit mit Film in den Fächern der fremdsprachlichen Bildung.

Der Schwerpunkt liegt zwar beim Englisch-, Französisch- und Spanisch-Unterricht, was besonders im Service-Teil für diese drei Sprachen deutlich wird. Folgende Inhalte und Fragestellungen sind ebenso für den DaF-Unterricht relevant:

Film als Medium interkulturellen Lernens, Filmanalyse und Filmkompetenz, Aktivitäten „Vor“, „Während“ und „Nach“ der Filmpräsentation, Unterschiedliche Möglichkeiten der Filmpräsentation, Der Lerneffekt durch Untertitelungen, Kreativ-praktische Methoden, Arbeit mit Literaturverfilmungen …
… und Antworten auf Fragen, wie zum Beispiel:

Wie wähle ich den richtigen Film aus? Wie gehe ich mit den sprachlichen Anforderungen eines Films um? Wie viel müssen Schüler/innen verstehen und wieviel ‚Nicht-Verstehen‘ darf man ‚riskieren‘?

 

Im Blog:

Seite: Filme/DaF

 

Augen in der Großstadt – Ein Workshop mit iPad und vielen kreativen Schülern


iPads im DaF-Unterricht einzusetzen ist nichts Neues. Ich hatte es bis jetzt noch nicht ausprobiert. Die Gelegenheit dazu bekam ich letzte Woche am Goethe-Institut in Zagreb, wo ich gemeinsam mit Matthias Baumann aus Freiburg einen zweitägigen Schülerworkshop mit iPads organisierte und durchführte.

iPad im Einsatz
iPad im Einsatz

Am Workshop nahmen 21 Schüler aus 8 kroatischen PASCH-Schulen teil, die durch den internationalen PASCH-Klangstraßenwettbewerb dafür ausgewählt wurden. Als Wettbewerbsaufgabe sollten die Schüler Bilder, Töne und Videos von charakteristischen Plätzen ihrer Stadt oder ihres Dorfes produzieren und beschreiben.
In Zagreb sollten die Teilnehmer nun etwas Gemeinsames produzieren, das die kroatische Hauptstadt in den Mittelpunkt stellt und auf dem internationalen Sommercamp in Izmir (9 der besten Wettbewerbsteilnehmer werden in Izmir dabei sein.) präsentiert bzw. weiterverwendet werden kann.
Da das Institut erst kürzlich iPads angeschafft hatte, lag es nahe, diese für das Projekt zu nutzen. Matthias und ich planten die iPads zur Aufnahme des digitalen Materials (Geräusche, Bilder, Filme, Musik, gesprochene Texte) zu nutzen und anschließend imovie zu verarbeiten. Wir sind davon ausgegangen, dass der Umgang mit iPads leicht zu erlernen ist und sich das Programm imovie intuitiv bedienen lässt, was sich im Laufe des Workshops auch bestätigte. 20150528_122334_resized
Trotzdem planten wir eine längere Einarbeitungsphase, bei der auch Zagreb und seine für das Projekt interessante Orte im Mittelpunkt standen, da die meisten Teilnehmer nicht aus der Hauptstadt kamen.
Das Sprachniveau der Schüler bewegte sich von A2 bis C1, der Großteil der Schüler war auf B1. Die Arbeitssprache war Deutsch bzw. zwischen den Schülern auch Kroatisch, wobei sich die Schüler untereinander besonders bei der Erarbeitung des Gedichts geholfen haben. Die Schüler waren hochmotiviert, was die Arbeit sehr erleichterte und allen richtig Spaß gemacht hat.

Nach dem Kennenlernen und der Erläuterung der Aufgabe und einer kurzen Einführung in das iPad ging es raus in die Stadt. Ihre erste Aufgabe war es Material für ein sogenanntes Klangrätsel zu sammeln. Dieses Rätsel sollte in kleinen Schritten an einen Ort in Zagreb heranführen. Durch aufgenommene Töne, Fotos und Videos, einer kurzen (gesprochenen) Beschreibung eines oder mehrerer typischer Merkmale des gesuchten Ortes sollte die Lösung langsam erschlossen werden können.

Stadführung
Stadtführung

Für den inhaltlichen Teil organisierten wir eine Führung durch Zagreb. Im Vorfeld besprachen wir mit der deutschsprachigen Fremdenführerin, welche Orte sich für das Projekt eignen würden. Thematisch orientierten wir uns an dem Klangstraßenwettbewerb. Hier sollten die Schüler Plätze zu Themen finden wie: „Dieser Ort lebt“, „Dieser Ort ist tot“, „Das ist die Zukunft“, „Hier wohnt das Glück“ usw..
Das aufgenommene Material wurde nach der Rückkehr bearbeitet und präsentiert. Dabei stand der Umgang mit dem iPad-Programm imovie im Mittelpunkt. Bilder sollten nicht nur einfach eingefügt, sondern auch bearbeitet und verfremdet werden.
Die Ergebnisse können sich als erstes Produkt sehen lassen.

Hier ein Beispiel:

Zur Präsentation der Ergebnisse nutzten Apple TV, über das sich von jedem iPad aus Film und Ton streamen lies. (Dank an Axel Krommer, der in Zagreb dazu mehrere Workshops gehalten hat.)

Am zweiten Tag stand die multimediale Umsetzung des Gedichts von Kurt Tucholsky „Augen in der Großstadt“ im Mittelpunkt. Das Gedicht fanden wir besonders geeignet, weil es trotz seines Alters, auch heute noch sehr aktuell erscheint. Wir waren gespannt, wie die Themen des Gedichts von kroatischen Jugendlichen im Jahre 2015 gesehen werden. Die Aufgabe bestand darin, den Text multimedial umzusetzen und dabei Zagreb zu präsentieren.

20150528_090944_resizedZur Vorentlastung hörten und lasen die Schüler die Texte. Danach sollten sie, das was sie verstehen konnten, in Gruppenarbeit auf Plakate festhalten (Wörter, Zeichnungen). Durch Wirbelgruppen wurden dann die Ergebnisse verglichen und ergänzt und anschließend im Plenum das Gedicht besprochen. Die von den Schüler ausgewählten Themen wurden dann von ihnen auf ein Story-Board gebracht, auf dem auch die Ideen festgehalten wurden, wo, welches Material aufgenommen werden könnte. Danach ging es auf einen Spaziergang durch Zagreb, das den Schülern bereits durch die Stadtführung des vergangenen Tages vertrauter geworden war.
Viele der Ideen sind dann hier auch spontan entstanden. Einige Gruppen inszenierten kleine Szenen, andere verarbeiteten nur Fotos oder Filme. Die Bandbreite der Umsetzung war interessanter Weiße groß. Eine Gruppe entschloss sich, mit mitgebrachten Instrumenten und Klangaufnahmen aus dem Gedicht ein Lied zu erstellen.
Bei der Bearbeitung war zu beobachten, dass die Schüler auf ihre Erfahrungen des Vortages zurückgriffen und zum Beispiel Probleme mit dem Ton vermieden, unterschiedliche Perspektiven aber auch Farben ausprobierten und das Heranzoomen bewusst einsetzten.

Da einige Gruppen ihre Arbeit früher als andere beendeten, bekamen diese eine zusätzliche Aufgabe, einen „PASCH-Trailer“ zu erstellen, was viele auch mit Begeisterung taten. (Dank imovie ein Kinderspiel).

Alles in allem waren die Schüler und wir als Organisatoren und Workshopleiter mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Ich würde iPads jederzeit wieder für Projekte aber auch für einzelne Unterrichtsstunden einsetzen. Eine Sammlung mit Anregungen findet man hier.

Auf folgende Punkte werde ich das nächste Mal besonders achten bzw. da müssen wir noch weiter nachdenken. Für die Sicherung der Ergebnisse (Filme waren um die 150 MB), brauchen wir Alternativen. Die W-LAN Verbindung war sehr langsam, aber auch AirDrop brauchte zu lange, so dass wir die Daten auf gute alte Windows Computer gespielt haben, bevor es dann über LAN auf Google Drive ging

Unbedingt müssen wir darauf achten, dass die iPads zwischendurch aufgeladen werden. Irgendwann kommt der Punkt wenn man sie unbedingt braucht, aber das Akku sich verabschiedet hat.

Vom 20. Juli bis 2. August 2015 werden die besten 9 Wettbewerbsteilnehmer aus Kroatien am internationalen PASCH-Sommercamp „Klangstraße“ in Izmir teilnehmen. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Weiterführende Links:

Video-Tutorials von Schülern für Schüler (Grafik- und Bildbeschreibung, B1)


Auf PASCH-Global, der internationalen Online-Schülerzeitung der PASCH-Initiative bin ich auf zwei Video-Tutorials von Schülern für Schüler gestoßen.  Themen sind „Wie beschreibt man eine Grafik? (B1+) und – Bildbeschreibung (B1). Ich finde sie sehr professionell gemacht. Die Sprecher sind augenscheinlich Muttersprachler, Schüler der spanischen Schule IES Poeta García Gutierrez (Schulporträt auf PASCH-net).

Ein gutes Beispiel für digitale Anwendung der Methode Lernen durch Lehren und für die Wiederholung der beschriebenen Fertigkeiten. Natürlich wäre es besser, die Präsentation noch durch Arbeitsblätter und Übungen zu ergänzen.

Wie beschreibt man eine Grafik?

(Wurde leider entfernt.)

Wie beschreibt man ein Bild?

Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Beispiel Screenshot mit SprechblasenJe nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

Kurzanimationsfilme für DaF – Kurz und Gut macht Schule Teil 2


Nach dem großen Erfolg der Kurzfilmsammlung „Kurz und gut macht Schule“ bietet das Goethe-Institut eine Fortsetzung. Diesmal sind es Kurzanimationsfilme, die auf einer DVD veröffentlicht werden. In den Bibliotheken des Instituts sollen diese ab Februar 2013 zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Interessant ist das Prozedere, wie die Filme ausgewählt wurden: „Die endgültige Auswahl der Filme traf eine Jury aus Schülern und Collegestudenten.“

Diesmal finden sich 11 Kurzanimationsfilme auf der DVD, die zum größten Teil zwischen 2005 und 2011 entstanden sind. Ergänzt werden die einzelnen Filme durch didaktische Materialien, die sich auf der Projekt-Website befinden.

Ich bin gespannt, wie die Resonanz unter den DaF-Lehrenden sein wird. Einige Filme, wie zum Beispiel „Balance“ hatte ich schon früher für den Unterricht in Betracht gezogen, aber dann wieder verworfen. Um so mehr freue ich mich auf die Ideen und Anregungen, die auf der Seite zu finden sind bzw. die daraus entstehen werden.

Teilweise findet man einige Animationsfilme der DVD seit längerer Zeit auf Youtube. Diese sind manchmal von schlechter Qualität und auch ist es nicht sicher, wie lange diese verfügbar bleiben.

Hier einige Beispiele:

1. Der schon erwähnte Film „Balance“:

Lernmaterialien Filmschule DaF:
Balance – Arbeitsblätter (PDF, 158 KB)
Balance – Hinweise für Lehrende (PDF, 47 KB)

2. „Kein Platz für Gerold“

3.Kater

Kater – Arbeitsblätter (PDF, 217 KB)
Kater – Hinweise für Lehrende (PDF, 50 KB)

4. „Das Rad“ (Leider nicht mehr Deutsch)

Man erfährt von der Menschheitsgeschichte aus der Sicht sprechender Steine.

Hier fand ich interessant, dass zwei unterschiedliche Didaktisierungen entstanden sind: Alternative 1 wurde in Bangalore/Südindien mit indischen Kursteilnehmern entwickelt. Alternative 2 wurde in San Francisco mit amerikanischen Kursteilnehmern entwickelt. Begründet wurde dies mit dem Verweis aus „unterschiedliche, kulturell verschieden geprägte Herangehensweisen“

Diese Herangehensweise finde ich sehr sinnvoll und es wäre zu wünschen, dass es bald eine Möglichkeit gibt, interkulturell unterschiedliche Filmdidaktisierungen auf einer gemeinsamen Seite zu veröffentlichen.

Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 1 (PDF, 156 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 1 (PDF, 33 KB)
Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 2 (PDF, 313 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 2 (PDF, 40 KB)

Links:

Filmempfehlung No.5


Wieder ein wunderschöner Trickfilm, welcher einen sogleich in seinen Bann zieht. Die Geschichte, die der israelische Filmemacher Eran Hilleli in seinem  “Between Bears” erzählt, ist so vieldeutig, dass sie sich wunderbar für das kreative Schreiben eignet.

Siehe auch:

Filmempfehlung No.4


Musik liegt in der Luft, Wohlklang und Harmonie. „Distraxion“ ist ein kurzer Animationsfilm,  der unseren Schülern sicher gefallen wird. Oft müssen sie hören, dass ihre Musik zu laut sei und ihr Musikgeschmack keiner wäre.

Ein Film zum Thema Generationsprobleme und  Toleranz und zur Schwierigkeit jung zu sein.

Siehe auch:

Filmempfehlung No.3


“French Roast” – Eines meiner Lieblingsvideos. Der französische Animationsfilm von Fabrice O. Joubert wurde in der Kategorie “Animierter Kurzfilm”  für den Oscar nominiert. Ich finde ihn technisch brillant gemacht, man achte auf den Spiegel, und zeitlos in seiner Aussage. Zwischen 2008-2009 mit einer Menge von Preisen bedacht, wie man auf der Homepage zum Film ersehen kann.

Am Anfang des Films scheint die Welt noch in Ordnung, jeder spielt seine Rolle, jeder entspricht den gängigen Vorurteilen. Doch dann stimmt nichts mehr …

Siehe auch:

Filmempfehlung No.2


Dieser Film dürfte die Schüler in Atem halten. Man sollte ab und zu eine Pause einlegen und über den Fortgang des Films spekulieren lassen. Beachtenswert, die Rolle der „Friedenstaube“ 😉

Aber der Film hat auch seine ernste Seite. Wie leicht zerbrechlich ist unser Frieden in atomarer Zeit? Eine Frage, die aktuell durch globale Klimaveränderung und Wirtschaftskrise in Vergessenheit geraten ist.

Pigeon: Impossible

Siehe auch:

Filmempfehlung No.1


Ein 8 Minutenfilm, der ohne Sprache auskommt, eignet sich sehr gut für den Unterricht zu den Themen: Alter, Tod, Sterbehilfe, Grenzen der Medizin

The Lady and The Reaper | La Dama y La Muerte

Viel Spaß!

Homepage zum Film: http://www.ladamaylamuerte.com/

Siehe auch:

Kinofilme im Netz kostenlos ansehen – aber nicht außerhalb des deutschsprachigen Raums


Wer einen schnellen Internetzugang besitzt, kann sich jetzt  Filme in deutscher Sprache am Computer kostenlos ansehen. Zum Beispiel den Film „Das Leben ist schön“ mit Roberto Benigni:

Jüngst in Deutschland gestartet ist „MSN Movies“. Dahinter steckt nicht etwa ein Start-up-Unternehmen, dessen Mitarbeiter die Idee zu dem kostenlosen Dienst in einer Garage ausgetüftelt hätten, sondern Softwaregigant Microsoft. Einige Dutzend Filme und Fernsehserien gab es zuletzt unter movies.msn.de – alle auf Deutsch und als Streams direkt im Browserfenster. Anmelden müssen sich die Nutzer nicht.

Zitat aus der SZ: http://www.sueddeutsche.de/computer/470/451185/text/

Aber!

Leider funktioniert der Service nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier in Ungarn bleibt das Fenster schwarz, denn das Abspielen ist nur für die genannten Länder zugelassen.

Darüber sollten sich mal die Politiker in der Europäischen Union Gedanken machen. Nicht nur in schönen Broschüren die Vorteile der Gemeinschaft preisen, sondern aktiv sich am Abbau auch der kulturellen Grenzen beteiligen.

Unterschiedlichen Lizenzrechte behindern den freien Austausch von Informationen und Kultur.

YouTube und DaF


In den letzten Tagen war ich im Urlaub und habe die internetfreie Zeit genossen. Die Insel Hiddensee war bestens dafür geeignet. Sonne, Strand, keine Autos und natürlich kein Computer…  Dafür viel Zeit zum Nachdenken.

Hiddense
Hiddensee

Nun, da die Ferien langsam zu Ende gehen, möchte ich einige Ideen für das kommende Schuljahr sammeln.  Dabei geht es natürlich auch um die Arbeit im DSD-Wiki. Seit dem Umzug auf den Server von ZUM.de ist es möglich  YouTube-Videos direkt im Wiki einzubinden. Diese Funktion wurde von mir noch zu wenig genutzt. So zum Beispiel als Präsentation von kleineren Projekten (Hier wurden PPTs in Videos umgewandelt, auf  YouTube hochgeladen und im Wiki auf den Projektseiten der Schüler eingebunden. Leider gab es dabei einige technische Probleme. Aber aus Fehlern wird man ja bekanntlich klug. Einfache Übungen sollten die Schüler befähigen, das YouTube-Tool selbst anzuwenden. Sie konnten ihre Lieblings-Musik-Videos oder Trailer von Kinofilmen im Wiki verwenden.

Einige Ideen, wie man Filme im DaF-Unterricht einsetzen könnte, habe ich schon vor Monaten in das ZUM-Wiki geschrieben:

http://wiki.zum.de/Video_im_DaF-Unterricht

Heute ergänzte ich diese Seite mit einigen Gedanken zu YouTube und DaF. Dies ist zunächst nur eine Sammlung und ich würde mich freuen, wenn daraus mit eurer Hilfe ein brauchbarer Artikel wird.

Alle der folgenden Ideen sind im DSD-Wiki realisierbar.  Vielleicht findet sich die eine oder andere DSD-Schule, die mitmachen möchte.

Über die Einbindung eines Videos in Media-Wiki (Beispiel ZUM-Wiki, DSD-Wiki)

  • „Filmbriefe“ („Videokonferenz“ zwischen Gruppen oder Klassen)

    • Lehrer-Schüler usw.
    • Schüler-Schüler (Schüler produzieren kurze Beiträge, andere Schüler beantworten diesen Beitrag usw.)
    • Gedankenaustausch zu länderübergreifenden Projekten (DSD-Projekte)
    • Übersetzung 😦
    • neue Texte/Dialoge verfassen
    • neuer Text zu einem anderen Thema
    • andere Stimmen zu bekannten Persönlichkeiten
    • „ernstes“ Landeskundethema in Videos einarbeiten
    • Kommentare auf Filme sprechen
    • Technik: Kurze Anleitung auf der Seite: http://www.hdtvtotal.com: Synchronisieren einer Audiospur; Programm unter GNU General Public License: VirtualDub; auch Windows Movie Maker (Gratis-Videobearbeitung ab Windows XP) eignet sich für das Hinzufügen von Audiokommentaren zu Filmen
  • YouTube als Projektplattform – Produktion kleiner landeskundlicher Filme

    • gemeinsames (landeskundliches) Thema – unterschiedliche (interkulturelle) Perspektiven
    • Kurzfilme produzieren
    • Gedichte interpretieren
    • thematische (Dokumentationen) Filme
    • Präsentationen: Umwandlung von PPT zu Video (siehe DSD-Wiki)
  • YouTube als Wortschatzübung

    • Lehrer produziert kurze Videos zu einem Thema/Wortfeld (Einheit von Bild-Schrift-Aussprache)
    • Schüler produzieren „Wortfilme“, ergänzen diese Beiträge durch selbst erstellte Wortquiz (sehr gut im Wiki möglich siehe Schüler-Wortquiz auf dem DSD-Wiki)

      Weiterführende Links:

DaF-Projekte im Internet:(Filme)

auf: http://de.youtube.com/user/genialFR
  • Kaufsucht – Geni@l B1 Einheit 5

Drei Schüler kamen bei der Einheit 5 genial B1 auf diese Idee und drehten in Freiburg eine Fiktion über die Kaufsucht.

  • Sport macht Spass – Geni@l A2 Einheit 6

Film der Klasse 2B OS Marly 2007/08 zum Thema Sport geni@l A2, Einheit 6

Jugendkriminalität – Wie es in Deutschland wirklich aussieht.


In den letzten Wochen das Thema. Auch in anderen Ländern wohl nicht unbekannt. Als Einstieg in die Problematik könnte man folgendes Video nutzen:

Das Oma Problem – Kurzfilm

Eine Meldung, aus dem Sommer 2007, leider zu wenig beachtet. Wahrscheinlich ist sie zu unspektakulär.

„Deutschlands Jugendliche sind weitaus besser als ihr Ruf. Wie Experten beim Deutschen Präventionstag betonten, muss das gängige Bild von der stark gestiegenen Kriminalität und Gewalt unter Jugendlichen gründlich revidiert werden. Die öffentliche Wahrnehmung, dass jugendliche Täter immer zahlreicher, immer jünger und immer brutaler würden, lasse sich empirisch nicht belegen.“

Aus: Studie zur Jugendgewalt: Weniger Straftaten, mehr Anzeigen