Rechtsfragen bei e-Learning + Zeno.org- Sammlung freier literarischer Texte

Wieder ein interessanter Link auf dem e-Learning Blog diesmal zum Thema: Rechtsfragen bei e-Learning:„Der Multimedia Kontor Hamburg hat einen Leitfaden zur Rechtsfragen im e-Learning zum freien Download herausgegeben.“ (PDF)

Auf 38 Seiten finden sich wichtige Aussagen zum Thema Urheberschutz. Auch wenn der Text notwendigerweise im Juristendeutsch verfertigt ist, zeigt er auf welchen unsicheren Terrain wir uns bei der Arbeit mit Wikis bewegen. Ich habe diese PDF-Datei auf der DSD-Wiki-Seite: Materialsammlung verlinkt, weil diese sich mit der gleichen Problematik auseinandersetzt. Hier kann man auch Seiten finden, die Texte oder Bilder zur freien Nutzung zur Verfügung stellen.

Zu diesem Thema passt das online Angebot von Zeno.org, dass gemeinfreie literarische Texte der Digitalen Bibliothek im Internet anbietet:

Zeno.org präsentiert eine viele Epochen und Kulturen umspannende Sammlung literarischer Texte und eine Fülle von hochberühmten Lexika, Handbüchern und Nachschlagewerken.“


Das Angebot startete am
29. September 2007 und beinhaltet zurzeit:

  • 6 allgemeine historische Lexika, diverse Speziallexika
  • 600 Autoren „Deutsche Literatur“
  • 90 Autoren „Philosophie“
  • Standardwerke zur Geschichte und Soziologie
  • 40.000 Meisterwerke

Es existiert auf Zeno.org auch ein Wiki (http://wiki.zeno.org/Hauptseite), auf dem man einen Fahrplan der noch zu erwartenden Inhalte findet. Es soll das gesamte Projekt begleiten und Platz für Kommentare, Ideen und Vorschläge bieten.

Eines meiner Lieblingsgedichte, das ich dort fand, möchte ich hier zitieren und für den Unterricht empfehlen:
Kurt Tucholsky

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst

am frühen Morgen,

wenn du am Bahnhof stehst

mit deinen Sorgen:

da zeigt die Stadt

dir asphaltglatt

im Menschentrichter

Millionen Gesichter:

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider –

Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .

vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang

auf tausend Straßen;

du siehst auf deinem Gang,

die dich vergaßen.

Ein Auge winkt,

die Seele klingt;

du hasts gefunden,

nur für Sekunden . . .

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider;

Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück . . .

Vorbei, verweht, nie wieder.
Du mußt auf deinem Gang

durch Städte wandern;

siehst einen Pulsschlag lang

den fremden Andern.

Es kann ein Feind sein,

es kann ein Freund sein,

es kann im Kampfe dein

Genosse sein.

Es sieht hinüber

und zieht vorüber . . .

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider.

Was war das?

Von der großen Menschheit ein Stück!

Vorbei, verweht, nie wieder.

Quelle:

Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 8, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 69-70.

Permalink: http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Gedichte/Augen+in+der+Gro%C3%9Fstadt
Lizenz: Gemeinfrei

Und zum Schluss das Thema des Gedichts einmal anders:

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