DaZ/DaF-Thema: Migration und Integration


Wenn man heute nach einem aktuellen Landeskunde-Thema sucht, kommt man am Themenkomplex Migration und Integration nicht vorbei. In Österreich und Deutschland bestimmen Fragen zur Flüchtlingspolitik die öffentliche Diskussion und die aktuelle Migrationsentwicklung wirkt sich bis in die „kleinsten Winkel“ beider Länder aus. Es ist abzusehen, dass dies in den kommenden Jahren ein bestimmendes Thema bleiben und die Gesellschaft und das Zusammenleben nachhaltig verändern wird.
DaZ-Lerner haben als Teil des Themas Migration und Integration ein besonderes Interesse an den damit verbundenen Fragen und Aufgaben. Für sie sind nicht nur die „Fakten“ von besonderer Relevanz, sondern auch die interkulturelle Lebenswirklichkeit ist für Migrantinnen und Migranten „überlebenswichtig“.
Im DaF-Unterricht dürfte das Thema aus einem gewissen lebenswirklichen bzw. geografischen Abstand betrachtet werden. Die Thematik ist Fremdsprachenlerner durchaus vertraut, je nach Kursform (Schule oder Sprachkurs) kann es sogar sein, dass die Migrationserfahrungen unmittelbar bevorstehen. Der Themenkomplex motiviert zur Reflexion und zum Vergleich und ist daher für die Anbahnung interkulturellen Lernens sehr gut geeignet. Daneben regen die aktuellen Entwicklungen in Österreich und Deutschland dazu an, mehr über Gründe, Wirkungen und Reaktionen zu erfahren (Internetrecherche, Fernsehen, Presse, Soziale Medien usw.) zu wollen. Die Thematik fordert zur Meinungsäußerung heraus, so können Lerner diskutieren, kommentieren und auch erörternde Texte verfassen.
Wo gibt es aktuelle Materialien? Lehrwerke können meist nicht mit der notwendigen Aktualität dienen, bieten aber zum Beispiel Materialien mit „zeitlosen“ Informationen und Fragestellungen. (Link)

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By Mstyslav Chernov – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43060182

Relativ zeitnah sind eine Reihe von Online-Veröffentlichungen der Deutschen Welle und des Goethe-Instituts. Aber auch hier sollte man darauf achten, ob sie eher allgemein über das Thema berichten oder aktuell.
Eine kleine fertige Unterrichtssequenz findet man unter den Materialen der Website „Meet the Germans“ (auf A2-und B1). Beginnend mit einem aktivierenden Einstieg gibt es Teile zum Sehen (Teil 1)Sehen (Teil 2) –zum Lesen – zur Produktion.
Dazu gibt es Lerntipps  und Handreichungen für Lehrer.
Auf der Seite findet man auch andere landeskundliche Themen, wie Lebensformen, Essen und Fußball und vieles mehr. Das Stöbern lohnt sich.
Aktueller zum Thema Migration ist das Material auf den Goethe-Seiten „Deutschlandlabor“:

Hier der Film:

Im Arbeitsblatt-Teil nach der Filmpräsentation finde ich die abschließende Aufgabe gut geeignet, wenn auch nach einer notwendigen Anpassung an die Lerner. So sollte man unbedingt zulassen, dass die Lerner auch fiktiv über mögliche Erfahrungen berichten können (werde/ würde).

Das Leben in einem anderen Land: „Wart ihr schon einmal für längere Zeit in einem anderen Land? Was war oder ist für euch wichtig, damit ihr euch in einem anderen Land wohl fühlt, und was ist nötig, damit Integration gelingt?
Tauscht euch in Partnerarbeit dazu aus und vervollständigt gemeinsam die folgenden Sätze.
• An meinem ersten Tag in einem fremden Land, würde ich …
• In der ersten Woche …
• Im ersten Monat …
• Nach einem Jahr …
• Nach 10 Jahren …

Die Deutsche-Welle beschäftigt sich konkret mit dem Unterrichtsthema „Flüchtlinge in Deutschland“.

„In den deutschen Medien wird viel über Flüchtlinge berichtet – ein Thema, das auch in Schulen eine Rolle spielt. Einige Materialien, die für Schüler konzipiert wurden, eignen sich auch für den DaF-Unterricht.“
Quelle: DW

Hier findet man weiterführende Links und ich denke, dass man hier in Zukunft noch mehr zu dem Thema finden wird.
Auch PASCH-net gibt es schon seit einigen Monaten eine Didaktisierung zum Thema „Wettrennen um Migranten“

Für eine projektorientierende Arbeit eignet sich das Portal „Mein Weg nach Deutschland“. Das Internetportal zum Übergangsmanagement ist unter folgender Internetadresse zu finden:

Aus den Filmen und den Informationsmaterialien lässt sich zum Beispiel durch die Lerner ein Webquest gestalten. Möglich wären auch selbsterstellte Informationsfilme, -Flyer oder Plakate für Neuankömmlinge. Interviews mit Flüchtigen (Kroatien befindet sich zum Beispiel auf der Balkanroute) bieten sich an, aber auch fiktive Interviews bzw. gespielte Situationen, die die Ankunft oder mögliche Missverständnisse simulieren.
Ein Beispiel ist der YouTube-Kanal: Deutschland für Anfänger
Trailer:


Wenn es um Migration und Verlust der alten Heimat bzw. Aufbruch in neue Welten geht, finde ich es sehr wichtig, die historische Perspektive nicht außer Acht zu lassen. Fast alle Länder haben Erfahrungen mit dem Thema gemacht. Deutschland war zum Beispiel schon immer ein Einwanderungsland und ein Auswanderungsland zugleich. „Für insgesamt fünf Millionen Auswanderer war zwischen 1850 und 1939 Hamburg das sprichwörtliche Tor zur Welt.“ (Quelle) Sehr schön wird dieser Umstand im Buch „Zwischen den Kulturen“ deutlich (S.24-28) gemacht.
Eine Sammlung von Unterrichtsideen aus muttersprachlicher Sicht bietet die Linksammlung zu Unterrichtsmaterialien zum Themenkomplex Migration, Flucht, Asyl des Bildungsserver.de:

Aber auch in den Linksammlungen im ZUM-Wiki wird man Anregungen für den Unterricht finden:
ZUM-Wiki:Flüchtlingskrise in Europa 2015
ZUM-Wiki:Flüchtlinge#Möglichkeiten der Bearbeitung

Zahlen zu Asyl in Deutschland findet man als Infografiken nach Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung:

 

Das ZUM-Willkommen-Wiki


In den letzten Wochen ist viel passiert. Die Welt scheint „sich schneller zu drehen“, jedenfalls nehme ich das so wahr.  Auf meinen Dienstreisen Ende Juli in Izmir und Ende August in Belgrad und natürlich auch hier in Kroatien konnte ich die Entwicklung beobachten, die später auch Deutschland verändern sollte.

Damit es nicht nur beim Beobachten bleibt, habe ich versucht, mich auch persönlich zu engagieren, so gut, wie das aus der Ferne geht, wozu sich natürlich digitale Medien anbieten, mit denen man „Raum und Zeit“ überbrücken kann.

Als Mitglied des ZUM e.V.  lag es nahe, mich am neuen Wiki-Portal für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen und Asylsuchenden zu engagieren: zum-willkommen.de

Die Seite ist erst seit knapp einem Monat online und wurde (Hauptseite) bis heute bereits 10.658-mal abgerufen. Sie „wendet sich an ehrenamtliche (und andere) Deutschlehrende, die Flüchtlinge und Asylsuchende unterrichten oder diese beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen bzw. unterstützen möchten. Zugleich kann „Willkommen in Deutschland“ auch von denjenigen, die Deutsch lernen, genutzt werden, um eigenständig zu lernen, zu wiederholen und zu üben.

  • Hier sollen Materialien gesammelt werden, die kostenlos und als offene Bildungsinhalte (OER) genutzt werden können.
  • Hilfreiche Ideen, Tipps und anderes mehr können hier eingefügt werden.
  • Kommentierte, gut ausgesuchte Links verweisen auf weitere Websites.“ (Quelle)

Phasen W-Wiki.001

Am Anfang des Projekts war es wichtig, eine passende Struktur zu erarbeiten, die es den Nutzern möglich macht, schnell Inhalte einzustellen bzw. zu finden. Zurzeit ist die Zahl der Beiträge, die von Nicht-ZUM-Mitgliedern stammt, noch gering. Auch das angestrebte Ziel, digitale OER-Inhalten zu erstellen, wurde noch nicht erreicht, aber die bereits vorhandene Linksammlung kann sich sehen lassen.

Inhaltlich orientiert sich das Portal an den wichtigsten Rahmenlehrplänen für Flüchtlinge. Die Grundstruktur bilden die Hauptthemen dieser Pläne, sogenannte Handlungsfelder:

Grundlage für die Struktur der Linksammlung ist das Prinzip der Aufgabenorientierung. Die Unterabschnitte auf den einzelnen Seiten richten sich nach den Zielbeschreibungen (Kann…, Kennt… usw.). Das vorherrschende Sprachniveau ist A1.

Ergänzt werden die Seiten zu den Handlungsfeldern durch eine „Grammatik-Kiste“ und durch eine Seite zum interkulturellen Lernen.

Mein Appell an euch: Wer Materialien hat oder kennt, kann diese gerne stellt in das Willkommen-Wiki einstellen. In einer zweiten Stufe kann daraus ein OER-Sprachkurs (auch zum Selbstlernen) werden. Ein anderer Wunsch: Macht das Wiki unter Lehrern und Lernern bekannt. Damit das noch besser gelingt, habe ich einen Abreißzettel in das Wiki gestellt:

Ausdrucken und anpinnen!

zum-willkommende _zum_mitnehmen

Blatt

Aktuelle Tutorials – Erste Schritte im Wiki


Ich habe heute die Überarbeitung der Tutorials für den Einstieg in das DaF-Wiki beendet. Sie richten sich an DaF-Lehrer und -Lerner und sind deshalb sehr ausführlich.

Die Anleitungen gibt es im Wiki als „Erste Schritte“:

und als PDF-Dateien:
Im Einzelnen werden folgende Wiki-Aktivitäten erklärt:
  • Schritt 1 – Anmelden/Registrieren: http://wikis.zum.de/daf
  • Schritt 2 – Benutzerseite bearbeiten
    • Schreiben
    • Formatieren
    • Überschriften
    • Verlinken – Externe/Interne Links
    • Speichern
  • Schritt 3 – Nummerierungen und Listen
  • Schritt 4 – Bilder und Videos einfügen
  • Schritt 5 – Interaktive Übungen erstellen
    • MC-Aufgabe
    • Zuordnung
    • Memory
    • Zusatz: Rätsel und Suchsel
  • Prüfung – „Wiki-Führerschein“ – Eine Seite erstellen und die oben genannten Funktionen anwenden.

Wie viel Internet und Digitalisierung braucht der Fremdsprachenunterricht?


Dies ist das Thema der diesjährigen Studientage Deutsch des Goethe-Instituts Kroatien. Die Veranstaltung findet vom 19.3. – 21.3.2015 am Goethe-Institut Kroatien in Zagreb statt.

Hier gibt es weitere Hinweise und Informationen zur Anmeldung: Link

Als Referenten nehmen teil:
Prof. Dr. Jörg Roche, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Axel Krommer, Universität Erlangen-Nürnberg
Mag. Dr. Thomas Strasser, Pädagogische Hochschule Wien
Doc. Dr.sc. Damir Velički, Lehrerfakultät in Zagreb
Ralf Klötzke, Goethe-Institut Kroatien
Prof. Dr. sc. Milan Matijević, Lehrerfakultät in Zagreb

Broschüre der Veranstaltung als PDF

Hier das Plakat der Veranstaltung:

Plakat_Studientage

Wir freuen uns auf euer Besuch, nicht nur aus Kroatien.

Podcast zum Thema „Wikis und Lernen“


Das ZUM-Wiki und Wikipedia als Thema eines Podcasts auf den Seiten von #pb21.

Wikis und Lernen – die Anfänge sind schon zehn Jahre alt. Aber wie sieht es heute aus? Mandy Schütze und Nando Stöcklin sprechen mit Jöran Muuß-Merholz über die Entwicklungen und Besonderheiten vom Lernen mit Wikis.

http://www.pb21.de/wp-content/podcast/pb040.mp3

Für mich sehr wichtig das Fazit am Ende des Beitrags: Ein Nebeneffekt des Lernens mit Wikis ist der Erwerb von Informationskompetenz.

Siehe auch hier im Blog: Über DaF-Wikis

 

Das DSD-Wiki kann wieder bearbeitet werden


Der Umzug der Wikis auf ZUM.de ist erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort können angemeldete Benutzer auch wieder Bearbeitungen vornehmen. Das gilt für das ZUM-Wiki (http://wiki.zum.de/), das ZUM-Grundschulwiki (http://grundschulwiki.zum.de/) und alle Wikis der Wiki-Family auf zum.de, so auch für das DSD-Wiki.

Informationen, wie das Bearbeiten eines Wikis (MediaWiki) funktioniert, findet man hier:

Erste Schritte im DSD-Wiki 3 – Quizaufgaben im Wiki erstellen


Im heutigen Post geht es darum, wie man Quizaufgaben im DSD-Wiki (MediaWiki)  erstellen kann. Bis zum 16.8.11 muss man sich jedoch noch gedulden, denn bis dahin ist eine Bearbeitung im Wiki wegen Serverumzug temporär nicht möglich:

Erste Schritte im DSD-Wiki


In den letzten Wochen konnte ich in Fortbildungen das DSD-Wiki vorstellen. Wenn es die Zeit ermöglichte,  entstanden durch die Kursteilnehmer auch kleinere Wiki-Seiten. Dafür habe ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung für das DSD-Wiki überarbeitet. Diese kann auch in anderen Media-Wiki-Projekten eingesetzt werden. In der kommenden Woche werde ich die neuen Dokumente hier veröffentlichen:

Schritt 1: Anmeldung im Wiki, Erstellung eines Benutzerkontos

Das DSD-Wiki in der Shortlist der besten Educational Wikis


Der Nikolaus ist ja immer gut für kleinere Überraschungen, aber die heutige hat mich fast umgehauen. Das DSD-Wiki hat es auf die Shortlist der besten Educational Wikis geschafft!

http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/
http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/

Das freut mich umso mehr,  da es sonst sehr schwer scheint, als nicht-englischsprachiges Wiki in die Shortlist aufgenommen zu werden.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr hier für das DSD-Wiki stimmt.

Wer vor seiner Entscheidung mehr über das DSD-Wiki wissen möchte, findet hier weitere Informationen:

IDT-Vortrag – Wiki im DaF-Unterricht

Online Fachvortrag zum Thema „Wiki im Fremdsprachenunterricht“:

Alle Links des Vortrags kann man auf dieser Wikiseite nachvollziehen.

Und hier noch einmal der Link, wo man für das DSD-Wiki oder andere Wikis stimmen kann:

http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/


Wiki-Workshop in der DaF-Community (7.12.2010)


Einen Wiki-Workshop online durchzuführen, ist für mich auch etwas Neues. Am Dienstag werde ich dieses Experiment mit den Mitgliedern der DaF-Community wagen. Wir werden uns im Live-Online-Raum der DaF-Community treffen, wo die Teilnehmer unter Anleitung schrittweise die Arbeit in einem Wiki (hier im ZUM-Wiki) erlernen werden. Geplant sind folgende Punkte:

  1. Begrüßung
  2. Kurzvortrag zum Projekt „Meine Lieblingsmusik“
  3. Erste Schritte im Wiki:
    1. Anmeldung im Wiki
    2. Formatierung
    3. Verlinkung
    4. Anlegen eigener Wiki-Seiten
    5. Erstellen von Quiz-Aufgaben
  4. Diskussion
  5. Schluss

Natürlich können wie immer auch Gäste teilnehmen. Alle Interessierte sind hiermit herzlich eingeladen:

Weitere Informationen auf dem Blog der DaF-Community

Internet-Detektive im Wiki


Viele von euch kennen die Aufgabe „Müll-Detektive“ (Aus dem Buch „Handeln und Sprechen im Deutschunterricht“ von Rainer E. Wicke) In diesem Spiel geht es darum, dass die Lerner aus dem Inhalt dreier Mülltonnen bestimmte Eigenschaften und Vorlieben von jeweils drei Familien herausfinden sollen. Ich nutze die Aufgabe sehr gern, weil neben der Erweiterung des Wortschatzes, viele landeskundliche Informationen zu gewinnen sind. In Gruppenarbeit müssen die Schüler mit ihrem vorhandenen Wissen aushandeln, ob zum Beispiel die Familie Kinder hat, welchen Hobbys sie nachgehen oder wohin sie in den Urlaub fahren. Gute Schüler finden auch zusätzliche Informationen, die so nicht gefordert sind, wie politische Einstellungen oder erfinden ganze Liebesgeschichten. So nutze ich die Aufgabe auch dazu, um kleine Geschichten schreiben zu lassen oder dieselbe Aufgabe, aber mit umgekehrten Vorzeichen, neu erstellen zu lassen: Drei ungarische Mülltonnen – sagen etwas über drei ungarische Familien.

Das letzte Mal hatte ich eine andere Idee. Ich fragte die Schüler, welche Dinge ebenso etwas über eine Familie oder eine Person aussagen würden. Spontan wurden genannt: Damenhandtasche, Schreibtisch, Bücherregal und besuchte Internetseiten.

Die Schüler entwarfen Fragen, die die Personen charakterisieren sollten, und erstellten eine Liste mit den typischen Dingen. Zwei Aufgaben waren so gut, dass wir diese im Wiki einstellen konnten, um diese in einer Unterrichtsstunde zu lösen:

Hausaufgaben – Was erfahre ich über die Familie oder Person?

Besonders gefreut habe ich mich über die Aufgabe Besuchte Internetseiten. Hier hat ein Schüler die gesamte Aufgabe selbstständig entwickelt. Er gibt 7 von einer fiktiven Person besuchte Internetseiten vor und stellt dazu Fragen in Form eines online Kreuzworträtsels. Auch die Schüler waren von dieser Idee begeistert. Ich hoffe, dass noch weitere Aufgaben im Wiki folgen werden.

ZUM-News startet


Die  Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet (ZUM.de) hat jetzt auch einen Newsletter: „ZUM-News“. in der ZUM-Unity fand ich dazu folgende Information:

Inhalte des elektronischen Informationsbriefes werden Nachrichten aus den vielen verschiedenen Bereichen der ZUM sein (www.zum.de, Clever, ZUM-Schach, ZUM-Buch, ZUM-Unity, ZUM-Wiki, ZUM-Grundschulwiki, Wiki-Family …) sein. Aber auch aktuelle und andere Themen aus Schule und Bildung werden wir sicherlich aufgreifen. …

Das Hauptziel ist es, die vielfältigen Aktivitäten aus ZUM.de bekannter zu machen und gleichzeitig so auch Interesse für mehr Mitarbeit zu wecken.

Wer ihn lesen möchte, kann ihn schon jetzt abonnieren: ZUM-News – Anmeldung

Diskussion zu Wikis im Unterricht


Ich möchte hier kurz  Christian Spannagels Blog-Post “Hey, hey Wiki!“ erwähnen. Hier berichtet er über seine Unterrichtserfahrungen mit einem Wiki in der ZUM-Wiki-Family. Da das DSD-Wiki auch dazu gehört, war es für mich interessant zu lesen, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte und wie er diese lösen konnte. Aus seinem Beitrag ist eine lesenswerte Diskussion entstanden, die sich nicht nur um die Arbeit in Wikis dreht.

Schüler erstellen Test-Übungen im Wiki


DaF-Übungen im Internet

Im Internet gibt es unzählige interaktive Übungen für Deutsch als Fremdsprache, wo Lerner ihr sprachliches und landeskundliches Wissen testen können. Einige seien hier nochmal genannt: das e-DaF-Selbstlernerportal der USZ Düsseldorf, Quiz und Spiele auf der Seite des Goethe Instituts, natürlich die Seiten von Ralf Kinas und die Seite DaF-ÜBUNGEN.online.offline mit 15 Grammatik-Modulen. Eine gute Zusammenfassung vieler Übungen findet man auf der schon hier früher besprochenen Seite http://www.nemcina.org: Hier die Link-Sammlung dieser Seite: Online-Aktivitäten/ Übungen – Grammatik.

Natürlich eignen sich die Übungen um den Lernstoff zu wiederholen und zu festigen, aber ich konnte auch beobachten, dass bei vielen Schülern schnell die Motivation vergeht und es dann oft zu einem  lustlosen „Klicken“  kommt. Meist sind die Übung nicht in einen Kontext eingebettet und nicht immer entspricht die Lexik in den Grammatikübungen den Fähigkeiten der Lerner.

Warum sollten Schüler selbst ihre Übungen erstellen?

Die Methode, das Schüler Aufgaben für Schüler erstellen ist nicht neu. Sie gehört zum Repertoire eines jeden DaF-Lehrers und kommt bei den Lernern immer gut an. Dabei entwickeln die Schüler eine Kreativität, die mich immer wieder überrascht. Sie fühlen sich ernst genommen, wenn daraus ein gemeinsames Produkt entsteht, das  im Unterricht seine Anwendung findet. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie bei dieser Arbeit den Stoff besser durchdringen, sich gegenseitig helfen und stolz auf ihr Produkt sind. Was im Offline – Lernen funktioniert, sollte auch online umsetzbar sein. Hier mit dem Unterschied, dass die Produkte der Schüler über die Schule hinaus bekannt werden (könnten).

Quiz-Tools in der ZUM-Wiki-Family

Seit einigen Jahren nutze ich im DSD-Wiki das Programm Quiz-Script Framework von Felix Riesterer. (Hier der Link zur Website des Autors der Übungssoftware:  felix-riesterer.de) Es ermöglicht, verschiedene interaktive Übungen zu erstellen, die in ihrer Funktionalität denen von Hot Potatoes ähneln. Quiz-Script Framework funktioniert im ZUM-Wiki und in der Wiki-Family auf ZUM.de,  wo das DSD-Wiki ein „Familienmitglied“ ist.  „Dies gilt gleichermaßen für andere Wikis mit der MediaWiki-Software, die Erweiterung Quiz und das Quiz-Script Framework installiert haben.“ Quelle

Die Möglichkeiten dieses Werkzeugs für DaF habe ich schon vor einiger Zeit auf der Seite Quiz-Tool in DaF und DaZ im ZUM-Wiki beschrieben. Neben Wortschatz- und Grammatik-Übungen, eignet es sich auch zum Lese- oder Hörverstehen. Im Folgenden beschreibe ich kurz einige Testaufgaben. Die Zeichenfolge auf der linken Seite der Tabelle zeigt die Schreibweise im Wiki. Die Schüler müssen nur diese Zeichen:

1. markieren – 2. kopieren – 3. in ihre Seite einfügen und 4. bearbeiten/verändern.

Beispiel für eine Zeichenfolge:

<quiz display="simple">
{Wann wurde die Bundesrepublik gegründet?}
- 1945
+ 1949
- 1933

</quiz>
<quiz display="simple">
{Frage}
- Falsche Antwort
+ Richtige Antwort
- Falsche Antwort

</quiz>

Mögliche Aufgabentypen und Beispiele

Multiple Choice oder einfache Richtig – Falsch – Aufgaben:  Anstatt Fragen kann man auch Bilder einfügen. Dieser Aufgabentyp gehört noch zu der ursprünglichen MediaWiki Software, wie sie zum Beispiel auch auf Wikiversity zu finden ist.

Neu ist die Form der Lückentexte, welche hier auch farblich hervorgehoben werden. Die  Wörter sind in die passenden Lücken zu schieben.

Daneben gibt es die bei Schülern sehr beliebte Möglichkeit eines Memo-Spiels. Memo eignet sich ausgezeichnet für Wortschatzübungen: Deutsch – Muttersprache, Bild – Wort oder Antonyme.

Wie einfach das geht, zeigt folgendes Beispiel:

{|
| weinen || lachen
|-
| laut || leise
|-
| kommen || gehen
|-
| geben     || nehmen
|-
| fröhlich  || traurig
|}
Auch ein Kreuzworträtsel können die Schüler erstellen. Auch hier geht es einfach über kopieren – einfügen und verändern. Beim Anklicken der Zahlen öffnet sich ein Fenster mit der Rätselfrage und kleinerer Kästen, in die man das Lösungswort einschreiben muss. Nach der Betätigung des Knopfes „eintragen“ findet man das Wort im Rätsel.

Auch ein Suchsel ist möglich, auch bekannt als Wortgitter. Die Lösungen sind waagrecht, senkrecht und schräg im Gitter angeordnet. Die gefundenen Wörter werden grün markiert. Leider ist diese Aufgabenform für DaF-Lerner nicht ganz einfach. Besonders die Anordnung „schräg“ bereitet Schwierigkeiten.

Es ist auch möglich Zuordnungs-Übungen zu entwerfen. Zum Beispiel könnten Oberbegriffe und Beispiele kombiniert werden oder (Wie es eine Schülerin selbst entwickelt hat.) Wortarten mit Wörtern.

Konkrete Beispiele im DSD-Wiki

Die ersten Wiki-Quiz-Aufgaben, die Schüler im DSD-Wiki erstellten, waren Aufgaben zu einem Wettbewerb: „Wir in Ungarn“. Damals gab es noch kein Quiztool im Wiki. Einige Aufgaben wurden deshalb später nachbearbeitet. Beispiel: Flüsse und Seen

Ein Schuljahr später konnten die Schüler mit dem einfachen Quiztool arbeiten. Es entstanden kleinere Projekte mit PowerPoint Präsentationen, die durch ein Quiz abgerundet wurden. So war es möglich, dass nach der Präsentation vor der Klasse die wichtigsten Informationen wiederholt werden konnten. Die Mitschüler konnten somit zeigen, ob sie den Vortrag verstanden hatten: Beispiele: 11A-07/08

→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Farben
→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Religion2

Seit letztem Schuljahr ist es im DSD-Wiki möglich, dass oben erwähnte Tool Quiz-Script Framework von Felix Riesterer einzusetzen. Höhepunkte unserer Arbeit im Wiki waren die Projekte Weihnachten in Ungarn, mit Texten und Quizaufgaben und Meine Lieblingsmusik – Beispiele: Tarantula von Pendulum und Musical.

In diesem Schuljahr habe ich erstmals mit Schülern auf dem A1-Niveau das Tool ausprobiert. Nach einer spielerischen Heranführung („Best of“ der ersten Übungen) sollen nun von einzelnen Schülern den Unterrichtsstoff begleitende Übungen erstellt werden: Auf dem Bahnhof , Kleidung und Grammatikübungen. Mit diesen Übungen können alle anderen Schüler den Stoff wiederholen oder eigene Tests hinzufügen.

Aktuell arbeiten wir natürlich zum Thema Weihnachten:

Fazit

Die meisten Schüler lernten schnell (in einer Unterrichtsstunde) die verschiedenen Testformen einzusetzen. Natürlich gab es auch hier große Unterschiede bei Schülern mit viel oder wenig Computer-/Internet-Erfahrung. Auch das „Web2.0-Märchen“, dass die Arbeit mit Blog, Wiki und anderen Anwendungen automatisch eine starke Motivation bewirkt, kann ich nicht bestätigen. Natürlich sind Schüler anfänglich von den Möglichkeiten des Tools positiv überrascht und bemüht, gute und phantasievolle Übungen zu erstellen. Die Begeisterung ist dann aber schnell verschwunden, wenn sie merken, dass auch diese Aufgabe Arbeit und Zeit kostet. Auch das Erstellen von Tests in einem Wiki bleibt nur eine Hausaufgabe von vielen. Hier ist es wichtig am Ball zu bleiben. Nur mit einem „Strohfeuer“ der Begeisterung ist es nicht möglich, den Schülern erfahrbar zu machen, welcher Nutzen in dieser Art des Lernens liegen könnte. Ich hoffe, dass am Ende des Schuljahres dieses Ziel erreicht werden kann. Dann wären auch weitere Projekte im Wiki sinnvoll, die das kollaborative Lernen in den Mittelpunkt stellen.

Ergänzen möchte ich noch, dass die meisten Quizübungen auf einem interaktiven Whiteboard funktionieren (Siehe auch: Wiki und interaktives Whiteboard). Ich konnte selbst erfahren, dass ein Wiki die oft teuren Programme ersetzen kann. Mit Stift oder Finger lassen sich zum Beispiel die Wörter in die Lücken bzw. den passenden Stellen schieben oder die Memo-Bilder sichtbar machen. Nur das Kreuzworträtsel eignet sich nicht.

Für den Unterricht bedeutet diese Kombination, dass Schüler in der Stunde Aufgaben für andere Lerner erstellen, die diese dann vor der gesamten Lerngruppe am Board ausprobieren. Auch können so fehlerhafte Aufgaben einfacher verbessert werden.

Wordle-Ideen für den DaF-Unterricht


Aktuelle Beiträge (2016) zum Thema Wordle findet man hier:

-> 2018 hier: Update Wortwolken


Nun ist es schon länger als ein Jahr her, dass ich mich an ein Experiment mit Wordle zum Thema Freizeit wagte. Was anfangs nur Spielerei war, ist zum festen Bestandteil meines Unterrichts geworden. Gerade bereite ich eine Fortbildung zum Thema Web2.0 im Landeskundeunterricht vor. Dabei kam mir der Gedanke, die Unterrichtsideen zu sammeln. In der Hoffnung, dass ihr weitere ergänzen könnt, möchte ich diese hier veröffentlichen.

(Um die kleinen Wordle zu vergrößern, einfach diese anklicken.)

Wordle als Lexikliste und Impuls für ein Wiki-Projekt

MusikWordle
Wordle als Lexikliste zu einem Thema/Wortfeld: Hier Musik – Impuls für das Schülerprojekt: Meine Lieblingsmusik

Wordle zur Rekonstruktion von Sätzen – hier: Komplimente

Komplimente

Welche Komplimente verstecken sich in diesem Bild (Wordle) ?  Entstanden hier im Blog zum Thema: Komplimente

Mit Wordle eine Definition formulieren

Kommunikation

Arbeitsblatt zum Thema Kommunikation

Mit Wordle Lexik präsentieren

Jiddisch

Jiddisch – eine westgermanische Sprache: Wörter aus dem Jiddischen

Wordle um Vorwissen zu aktivieren

530px-Abibraeuche

Beispielaufgabe Abitur im DSD-Wiki: Aufgabe – Welche der folgenden Abitur-Bräuche sind euch bekannt? Erklärt diese!  Beispielaufgabe Abitur/Aufgabe 2

Wordle als Cluster

530px-Cluster

Cluster in Wordle erstellen (DSD-Aufgabe): In der mündlichen DSD-Prüfung müssen die Schüler aus einem Wort-Cluster einen mündlichen Text produzieren. Hier eine kleine Übung: „Freundschaft heute“

530px-Freundschaft

Sätze in die richtige Reihenfolge bringen.

Sonstige „Spielereien“

… als Danksagung am Ende eines Vortrags: Hier IDT-Vortrag

Danke

Siehe auch: Frohe Weihnachten und das gleich in 109 Sprachen: Weihnachten in Ungarn (Teil 2)

Wordle als Brainstorming-Tool

Heute in der Fortbildung möchte ich in Wordle online die Ideen der Teilnehmer sammeln und dabei die Funktionen des Tools demonstrieren. Begriffe die mehrmals genannt oder als wichtig erachtet werden, erscheinen in Wordle (durch Wiederholung) besonders groß. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt.

Externe Links:

  • Einsatz von Wordle (Beschreibung des Tools im DaF-Blog von Cornelia. Sie schreibt: „Als Einsatzmöglichkeit für ein Wordle kann ich mir zum Beispiel die Vorentlastung von Texten vorstellen.“
  • Literarisches Wordle-Rätsel (interessante Idee)

Siehe auch im Blog: