DaZ/DaF-Thema: Migration und Integration


Wenn man heute nach einem aktuellen Landeskunde-Thema sucht, kommt man am Themenkomplex Migration und Integration nicht vorbei. In Österreich und Deutschland bestimmen Fragen zur Flüchtlingspolitik die öffentliche Diskussion und die aktuelle Migrationsentwicklung wirkt sich bis in die „kleinsten Winkel“ beider Länder aus. Es ist abzusehen, dass dies in den kommenden Jahren ein bestimmendes Thema bleiben und die Gesellschaft und das Zusammenleben nachhaltig verändern wird.
DaZ-Lerner haben als Teil des Themas Migration und Integration ein besonderes Interesse an den damit verbundenen Fragen und Aufgaben. Für sie sind nicht nur die „Fakten“ von besonderer Relevanz, sondern auch die interkulturelle Lebenswirklichkeit ist für Migrantinnen und Migranten „überlebenswichtig“.
Im DaF-Unterricht dürfte das Thema aus einem gewissen lebenswirklichen bzw. geografischen Abstand betrachtet werden. Die Thematik ist Fremdsprachenlerner durchaus vertraut, je nach Kursform (Schule oder Sprachkurs) kann es sogar sein, dass die Migrationserfahrungen unmittelbar bevorstehen. Der Themenkomplex motiviert zur Reflexion und zum Vergleich und ist daher für die Anbahnung interkulturellen Lernens sehr gut geeignet. Daneben regen die aktuellen Entwicklungen in Österreich und Deutschland dazu an, mehr über Gründe, Wirkungen und Reaktionen zu erfahren (Internetrecherche, Fernsehen, Presse, Soziale Medien usw.) zu wollen. Die Thematik fordert zur Meinungsäußerung heraus, so können Lerner diskutieren, kommentieren und auch erörternde Texte verfassen.
Wo gibt es aktuelle Materialien? Lehrwerke können meist nicht mit der notwendigen Aktualität dienen, bieten aber zum Beispiel Materialien mit „zeitlosen“ Informationen und Fragestellungen. (Link)

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By Mstyslav Chernov – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43060182

Relativ zeitnah sind eine Reihe von Online-Veröffentlichungen der Deutschen Welle und des Goethe-Instituts. Aber auch hier sollte man darauf achten, ob sie eher allgemein über das Thema berichten oder aktuell.
Eine kleine fertige Unterrichtssequenz findet man unter den Materialen der Website „Meet the Germans“ (auf A2-und B1). Beginnend mit einem aktivierenden Einstieg gibt es Teile zum Sehen (Teil 1)Sehen (Teil 2) –zum Lesen – zur Produktion.
Dazu gibt es Lerntipps  und Handreichungen für Lehrer.
Auf der Seite findet man auch andere landeskundliche Themen, wie Lebensformen, Essen und Fußball und vieles mehr. Das Stöbern lohnt sich.
Aktueller zum Thema Migration ist das Material auf den Goethe-Seiten „Deutschlandlabor“:

Hier der Film:

Im Arbeitsblatt-Teil nach der Filmpräsentation finde ich die abschließende Aufgabe gut geeignet, wenn auch nach einer notwendigen Anpassung an die Lerner. So sollte man unbedingt zulassen, dass die Lerner auch fiktiv über mögliche Erfahrungen berichten können (werde/ würde).

Das Leben in einem anderen Land: „Wart ihr schon einmal für längere Zeit in einem anderen Land? Was war oder ist für euch wichtig, damit ihr euch in einem anderen Land wohl fühlt, und was ist nötig, damit Integration gelingt?
Tauscht euch in Partnerarbeit dazu aus und vervollständigt gemeinsam die folgenden Sätze.
• An meinem ersten Tag in einem fremden Land, würde ich …
• In der ersten Woche …
• Im ersten Monat …
• Nach einem Jahr …
• Nach 10 Jahren …

Die Deutsche-Welle beschäftigt sich konkret mit dem Unterrichtsthema „Flüchtlinge in Deutschland“.

„In den deutschen Medien wird viel über Flüchtlinge berichtet – ein Thema, das auch in Schulen eine Rolle spielt. Einige Materialien, die für Schüler konzipiert wurden, eignen sich auch für den DaF-Unterricht.“
Quelle: DW

Hier findet man weiterführende Links und ich denke, dass man hier in Zukunft noch mehr zu dem Thema finden wird.
Auch PASCH-net gibt es schon seit einigen Monaten eine Didaktisierung zum Thema „Wettrennen um Migranten“

Für eine projektorientierende Arbeit eignet sich das Portal „Mein Weg nach Deutschland“. Das Internetportal zum Übergangsmanagement ist unter folgender Internetadresse zu finden:

Aus den Filmen und den Informationsmaterialien lässt sich zum Beispiel durch die Lerner ein Webquest gestalten. Möglich wären auch selbsterstellte Informationsfilme, -Flyer oder Plakate für Neuankömmlinge. Interviews mit Flüchtigen (Kroatien befindet sich zum Beispiel auf der Balkanroute) bieten sich an, aber auch fiktive Interviews bzw. gespielte Situationen, die die Ankunft oder mögliche Missverständnisse simulieren.
Ein Beispiel ist der YouTube-Kanal: Deutschland für Anfänger
Trailer:


Wenn es um Migration und Verlust der alten Heimat bzw. Aufbruch in neue Welten geht, finde ich es sehr wichtig, die historische Perspektive nicht außer Acht zu lassen. Fast alle Länder haben Erfahrungen mit dem Thema gemacht. Deutschland war zum Beispiel schon immer ein Einwanderungsland und ein Auswanderungsland zugleich. „Für insgesamt fünf Millionen Auswanderer war zwischen 1850 und 1939 Hamburg das sprichwörtliche Tor zur Welt.“ (Quelle) Sehr schön wird dieser Umstand im Buch „Zwischen den Kulturen“ deutlich (S.24-28) gemacht.
Eine Sammlung von Unterrichtsideen aus muttersprachlicher Sicht bietet die Linksammlung zu Unterrichtsmaterialien zum Themenkomplex Migration, Flucht, Asyl des Bildungsserver.de:

Aber auch in den Linksammlungen im ZUM-Wiki wird man Anregungen für den Unterricht finden:
ZUM-Wiki:Flüchtlingskrise in Europa 2015
ZUM-Wiki:Flüchtlinge#Möglichkeiten der Bearbeitung

Zahlen zu Asyl in Deutschland findet man als Infografiken nach Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung:

 

Neujahrswünsche in der deutschen Sprache


Als ich vor Jahren in Ungarn lebte, fand ich den Neujahrswunsch „BÚÉK“ ungemein praktisch. Dieser setzte sich aus den Worten „Boldog Ùj Èvet Kívánok!“ zusammen, was so viel wie „Glückliches neues Jahr (wünsche ich)“ bedeutet. Die kurze Form ermöglicht es auch Nicht-Ungarn, den Neujahrswunsch mehr oder weniger korrekt vorzutragen, auch wenn der Alkoholspiegel sich schon der kritischen Grenze nähert.

Eine Wunschformel für ein positives neues Jahr zum Beginn des neuen Jahres kennt natürlich auch die deutsche Sprache. Nur gibt es hier (wie so oft) regionale Unterschiede. Nachzulesen sind diese im  „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ (www.atlas-alltagssprache.de). Ziel des Projektes ist es, „die aktuelle Vielfalt des Deutschen zu erfassen und anschaulich auf Karten darzustellen“.

Nachtrag: Der Atlas zur deutschen Alltagssprache hat die Ergebnisse veröffentlicht. Die Karte findet ihr hier: http://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f1a-b-2/

Bei der Umfrage zu den Neujahrswünschen unterscheidet der Atlas zwischen dem Zeitpunkt des Neujahrswunsches: a) in der Silvesternacht um 0:00 Uhr, wenn man auf das neue Jahr anstößt und b) für den Wunsch am 1. Januar.

Die Varianten reichen in der Silvesternacht (von Nord nach Süd) von „Frohes neues Jahr“, „Prosit Neujahr“,  „Gesundes neues (Jahr)“ und „Gutes neues (Jahr)“ (Österreich).

Im zweiten Teil geht es um den Wunsch am 1. Januar. Hier gibt es vor allem für die Gebiete eine Veränderung, wo es in der Silvesternacht „Prost“/“Prosit“ (Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“) heißt. Diese werden meist durch benachbarte Varianten, wie „Gesundes neues Jahr“, ersetzt.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, der findet im „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ eine kurzweilige Reise durch die Varianten der deutschen Sprache und wer aus den drei deutschsprachigen Ländern kommt, der kann an der neuen Umfrage (Neunte Runde) teilnehmen, indem er den Online-Fragebogen ausfüllt.

Ich wünsche allen Leser des Blogs, ein gesundes, glückliches und frohes neues Jahr!

Neujahr

Links:

Siehe auch im Blog:

Beeinflussen Migranten die deutsche Sprache?


Der Podcast „Ohrensausen“ von Wissen.de geht diesmal der Frage nach, ob Migranten langfristig Einfluss auf die deutsche Sprache haben oder diese sogar verändern.

  • Wie stehen Integration, Sprache und Identität zueinander? Einen Beitrag der wissen.de-Autorin Dorothea Schmidt:

Folge 103: Migrantensprache [16:03m]: Hide Player | Download

Weitere Informationen zum Thema Integration: www.wissen.de/integration

Karneval in der Zeit des Faschismus


Auch in diesem Jahr darf ein Beitrag zum Thema Fasching/Fastnacht/Karneval in Deutschland nicht fehlen. Diesmal möchte ich aus aktuellem Anlass auf ein geschichtliches Thema verweisen. Wie feierte man im „Dritten Reich“ die närrischen Tage?

Carl Dietmar und Marcus Leifeld haben diese Frage untersucht und in ihrem Buch „Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich“. (Herbig, München 2010. 224 S., 24,95 Euro) veröffentlicht. In der taz findet man Ergebnisse dieser Recherche. Hier einige Auszüge:

Nicht nur drängte die NSDAP massiv darauf, den Frohsinn zu vereinnahmen und organisatorisch in die eigenen Hände zu bekommen. Viele der Spaßmacher beeilten sich in vorauseilendem Gehorsam, ihre schalen Witze den neuen Machthabern dienlich zu machen.

Auch gab es vereinzelt Beispiele für karnevalistischen Ungehorsam:

Der begnadete kölsche Büttenredner Karl Küpper wagte es etwa, den Hitlergruß zu verspotten: Er hob, am Rand der Bütt hockend, den rechten Arm zum Gruße, nur um das Publikum zu fragen: „Is et am rähne?“ (regnet es?).  Küpper erhielt unter anderem wegen „Verächtlichmachung des Deutschen Grußes“ ein lebenslängliches Redeverbot.

Leo Statz, Präsident der Düsseldorfer Karnevalsvereine und Anhänger der katholischen Zentrum-Partei, bekam wegen unbotmäßigem Verhalten eine eigene Akte bei der Gestapo und bezahlte seine Unangepasstheit schließlich mit dem Leben. Weil Statz 1943 in betrunkenem Zustand am Endsieg zweifelte, verurteilte ihn der Berliner Volksgerichtshof zum Tode.

Interessant auch folgende Aussage von Marcus Leifeld über den Einfluss der NS-Propaganda

WELT ONLINE: Dass Hitler die Psychologie der Masse für seine NS-Propaganda nutzte, ist bekannt. Aber konnte man auch die wirr durcheinanderwuselnden Menschen am Rosenmontagszug so beeinflussen?

Leifeld: Nein, die Nationalsozialisten haben das wilde Treiben des Straßenkarnevals eher gefürchtet. Deswegen haben sie ihre Symbolik davon ferngehalten. Die Mitglieder des Bundes Deutscher Mädel zum Beispiel durften nicht ihre Uniformen tragen. Aber man findet die Ideologie der Faschisten im organisierten und inszenierten Karneval. In den Umzügen gab es etliche propagandistisch genutzte Wagen. Einer der schlimmsten war sicherlich ein Wagen im Nürnberger Umzug des Jahres 1938. Dort sah man eine Puppe an einem Galgen hängen, die einen Juden darstellte. Überall in den Städten gab es Wagen und Fußgruppen, die „jüdische Devisenschieber“ anprangerten oder die Nürnberger Rassegesetze feierten. Gleichzeitig wurden in der Bütt die nationale Erhebung und die Nationalsozialisten verherrlicht.

Es verwundert nicht, dass mit Kriegsbeginn 1939  alle Karnevalsumzüge in Deutschland untersagt wurden.

Ein spannender Gegenstand für den Landeskundeunterricht, berühren sich doch hier das sonst so „heitere“ Thema der Bräuche in deutschsprachigen Ländern mit einem ernsten historischen Problem.

Weitere Links

Weitere Artikel zum Thema Karneval im landeskunde Blog:

    Elektronische Neujahrsgrüße


    Jeder dritte Deutsche wird zum Jahreswechsel per SMS seine Wünsche für 2010 übermitteln. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung des Branchenverband Bitkom und Forsa hervor.

    • Jeder Vierte will dazu eine Mail schreiben.
    • Jeder neunte Befragte gab an, seine Botschaften in einem Blog oder sozialen Netzwerk zu versenden.

    Insgesamt planen 46 Prozent, sich anlässlich des neuen Jahres elektronisch bei Freunden und Verwandten zu melden. Dagegen greifen drei Viertel der Senioren zum Telefonhörer.
    Insgesamt werden nach dieser Befragung knapp 21 Millionen Deutsche an Silvester rund 290 Millionen SMS mit Neujahrsgrüßen verschicken.

    Dabei stehen Freunde mit 33 Prozent ganz oben auf der Liste für gute Wünsche, gefolgt von den Eltern mit 19 Prozent, Geschwistern mit 10 Prozent oder den eigenen Kindern mit 8 Prozent. Dagegen plant nur jeder Zwanzigste, die erste SMS des neuen Jahres an den Partner zu senden.

    Vor allem bei Jugendlichen sind die Handy-Textnachrichten beliebt.

    Aus: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/aktuell/2169082_Neue-Medien-im-Vormarsch.html

    Passende Wünsche und Sprüche, auch für den Unterricht geeignet,  findet man hier:

    Ich bin auf die Neujahrs-Twitter-Sprüche gespannt. 🙂

    Was machen die Deutschen zwischen Weihnachten und Neujahr?


    Was man zwischen Weihnachten und Neujahr unternimmt, ist eigentlich auch eine interessante interkulturelle Frage. Hier eine Befragung des Forsa-Instituts zu diesem Thema, die ich auf Statista gefunden habe.  Sie wurde am 18. November 2009 veröffentlicht, Mehrfachnennungen waren möglich. Im Original wurde erfragt: „Welche der folgenden Dinge haben Sie sich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vorgenommen?“

    Obwohl die Antworten  vorgegeben waren, finde ich die Daten als landeskundliche Informationsquelle gut geeignet.

    Wer möchte, kann folgende Aussagen nach ihrer wahrscheinlichen Häufigkeit ordnen und dann mit dem Diagramm auf Statista (Link am Ende des Artikels) vergleichen.

    1. Ich weiß es nicht.
    2. Ich werde mich zwischen Weihnachten und Neujahr über Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge informieren.
    3. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr arbeiten.
    4. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr die Steuererklärung ausfüllen.
    5. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr einen Einkaufsbummel machen oder Geschenke umtauschen.
    6. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr einen entspannten Urlaub zu Hause verbringen.
    7. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr eine Silvesterfeier vorbereiten.
    8. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr in den Urlaub fahren.
    9. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr mit Freunden und Verwandten zusammen sein.
    10. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr nichts davon machen.

    Diagramm auf Statista: Welche der folgenden Dinge haben Sie sich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vorgenommen?

    Verwandte Themen:

    Webportal „60 deutsche Jahre – Geschichte(n) in den deutschen Medien“


    Dieses Webportal zur jüngeren deutschen Geschichte wurde von der Nachrichtenagentur dpa in Zusammenarbeit mit ihren Kunden aufgebaut. Es biete aktuelle Berichte rund um die historischen Jubiläen in diesem Jahr, teilte die Deutsche Presse-Agentur dpa am Mittwoch mit.

    Derzeit beteiligen sich laut dpa an dem Angebot mehr als 30 Verlagshäuser, die bis zum Jahresende fortlaufend Beiträge auf dem Portal veröffentlichen wollen.

    Und hier ein Beispiel passend für den Landeskundeunterricht: Typisch deutsch lebt weiter („Was ist aus den Klischees über Deutsche geworden, und was ist überhaupt noch typisch deutsch? Eine Suche an vermeintlich typischen Orten.“)

    Thema Abiturbräuche im DaF-Wiki-Baukasten


    Das Schuljahr nähert sich seinem Ende und die Schulabschlussfeiern rücken näher bzw. sind schon „überstanden“. Wenn ich im Unterricht über die Abiturbräuche in Deutschland berichte, sind die Schüler hier (in Ungarn) meist sehr überrascht. Abi-Bräuche in Ungarn sind sehr traditionell. Wir würden in Deutschland „brav“ dazu sagen. Auch ist erstaunlich, dass über die Vielfalt der Bräuche kaum etwas bekannt ist.

    Im DSD-Wiki habe ich einige mögliche Aufgaben zusammengefasst, wie man das Thema im Unterricht behandeln könnte. Die Aufgaben sind nach den Kritierien des hier schon erwähnten DaF-Wiki-Baukastens gestaltet. Es ist kein Webquest, sondern ein „Steinbruch“ zur weiteren Bearbeitung. Über Ideen und vielleicht Mitarbeit im Wiki würde ich mich freuen!

    http://wikis.zum.de/dsd/index.php/Beispielaufgabe_Abitur

    1. Einleitung
    2. Aufgabe 1 → Abitur
    3. Aufgabe 2 → Abibräuche in Deutschland
    4. Aufgabe 3 → Abistreich
    5. Aufgabe 4 → Abi-T-Shirt
    6. Aufgabe 5 → Abifeier (Abiparty)
    7. Aufgabe 6 → Abi-Geschenke im Wandel der Zeit. Ein kleiner Überblick
    8. Schluss → Abitur geschafft! Wie geht es weiter???

    HV-B2 Übung: Wann ist man erwachsen?


    Wieder eine sehr gute Übung auf dem IIK Düsselblog:

    Wann ist man erwachsen?: Wie gewohnt mit sehr guten Aufgaben auf einem Arbeitsblatt (PDF) und dem Podcast Link von WDR5. (B2-Niveau)

    TIPP: Es lohnt auch der Blick auf die Ergebnisse des IIK Wikis:

    Im Rahmen von Projektarbeit bzw. im Unterricht erstellen IIK-Teilnehmer in Gruppen von 2-4 Personen gemeinsam Texte zu vorgegebenen Themen im IIK Wiki.

    Beispiel: Wie die Deutschen leben

    Schreibt eine zweite Strophe für die deutsche Nationalhymne!


    Eine Unterrichtsidee, die mir beim Lesen eines ZEIT-ONLINE Artikels kam. Hier stellt man folgende Fragen zur Diskussion:

    Soll die Bundesrepublik zum 60. Geburtstag eine zweite Strophe für ihre Nationalhymne bekommen? Wäre der Text der DDR-Hymne geeignet?

    Der Vorschlag stammt vom SZ-Autor Heribert Prantl, der zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik die Nationalhymne um eine zweite Strophe ergänzen möchte. Zitat:

    Schon 1990, bei den Verhandlungen zum Einigungsvertrag, hatte Lothar de Maizière, der letzte, der demokratisch gewählte DDR-Ministerpräsident darum gebeten, „Einigkeit und Recht und Freiheit“ mit dem „Auferstanden aus Ruinen“ zu verbinden“. Aber damals galt im Westen alles als schlecht, was sich mit der DDR verband. Der Westen lehnte brüsk ab, im Gestus: Was wollen wir mit eurer Hymne? Es war der Überheblichkeitsgestus: Ihr könnt froh sein, dass ihr nicht mehr die alten Lieder singen müsst.  aus SZ

    Nun möchte ZEIT-ONLINE darüber eine Debatte führen, ob dies politisch machbar sei. Auch eine Karaoke-Version zur alten Melodie kann man aufzeichnen und als Dateianhang MP3 hochladen.

    Ich würde vorschlagen, ein neue Strophe von unseren Schülern (DaF) schreiben zu lassen. Stellt euch vor, aus der ganzen Welt werden neue Strophen eingesandt, die den unterschiedlichen Blick auf unser Land thematisieren. Die Ergebnisse könnten im Internet gesammelt und kommentiert werden. Also, dann mal los!

    Weitere Links:

    Fragebögen im DaF-Unterricht


    Nachdem ich schon im Artikel Blog-Paraden auf die Möglichkeiten von online Fragebögen für den DaF-Unterricht (Wiki-Paraden) hingewiesen habe, möchte ich heute eine Ressource vorstellen, die neben einer Unmenge von Fragen – auch viele Antworten bereithält.

    Interessant finde ich die folgenden Texte, weil sie nicht wie gewohnt reine Fakten über Deutschland vermitteln, sondern auch zeigen, wie die Deutschen denken, fühlen und sich selbst sehen.

    ist eigentlich eine Shopping Community-Seite, auf der Verbraucher Produkte und Dienstleistungen kritisch bewerten können. Neben dieser Möglichkeit gibt es aber auch die Kategorie „Fragebögen“. Hier beantworten Mitglieder der Community vorgegebene oder selbst erstellte Fragen, die von den Lesern bewertet werden können. Ein aktuelles Thema wäre u.a. der Weihnachtsfragebogen.

    Einen interessanten Einblick in die Selbstreflexion der Deutschen bieten die Antworten auf die Frage: Was ist typisch deutsch? Beispiel: Typisch Deutsch gibt es nicht

    Auch im Fragebogen zum Frühstück finden sich interessante landeskundliche Details. Insgesamt gibt es 222 Fragebögen, die durchstöbert werden wollen.

    Die Fragen kann man leicht für den Unterricht adaptieren und von den Lernern selbst beantworten lassen. Multikulturelle Projekte wären denkbar – z. B.: Frühstück in Frankreich – Russland – Ungarn – Deutschland usw. im Vergleich. Hier eignet sich natürlich ein Wiki, auf dem die Ergebnissen schnell und problemlos präsentiert und weiter bearbeitet werden können.


    Warum ein parkender Rettungshubschrauber angezeigt wurde


    Die Welt ist so voller wunderbarer Geschichten. Und folgende (besonders nach der Ergänzung) eignet sich ausgezeichnet für den Unterricht.

    Hinführung zum Thema:

    • Würden Sie einen parkenden Hubschrauber anzeigen? (hier: Etwas einer Behörde melden bzw. gegen jemd. eine Anzeige erstellen)
    • Beschreiben Sie einen Menschen, der so etwas macht. (Eigenschaften, Äußerlichkeiten)

    Und hier ist er:

    Nochmal die aktuelle Zahl aus der heutigen SPIEGEL-ONLINE Ausgabe:

    Rund 20.000 Osteroder Falschparker, Gehwegblockierer und Telefonierer hat Nilges in den vergangenen vier Jahren zur Anzeige gebracht, heute kommt er im Schnitt auf zehn Anzeigen pro Tag.

    Über die Reaktion der Mitbürger lässt sich auch gut diskutieren. Hier könnte ein fiktiver Dialog erarbeitet und gespielt werden.

    Aus dem SPIEGEL:

    Anonyme Anrufe gehen bei Nilges ein, Jugendliche bewerfen sein Haus mit Eiern, ein Leser schreibt an die Lokalzeitung „Harz Kurier“, man solle Nilges in ein Entwicklungsland schicken. Die Osteroder, für die Zusammenhalt so wichtig ist, haben die Höchststrafe verhängt: Knöllchen-Horst wird verstoßen.

    oder

    Der im Landkreis Osterode wirkende Horst-Werner Nilges ist ein Kandidat für das Bundesverdienstkreuz.

    Aus: Weiter so, Horst Nilges! (Erschreckend einige Kommentare auf diese Veröffentlichung.)

    Die Reaktion der  Medien:

    Und die Welt bekommt es zu wissen: Zeitungen und Fernsehteams berichten über „Knöllchen-Horst“ als Phänotyp des deutschen Spießers, des unerträglichen Pedanten, für den Regeln mehr bedeuten als Menschlichkeit.

    Zitat: SPIEGEL

    Weitere Reaktionen:

    „Phänotyp des deutschen Spießers“ und da wären wir auch schon im interkulturellen Teil der UE angelangt.

    • Was ist typisch für den deutschen Spießer?
    • Welcher Folgen hat/hatte Spießertum für den Alltag in Deutschland? (Historische Bezüge)

    Und wie war das nun mit dem Rettungshubschrauber?

    Es ist ein Spätsommertag, mittags, ein Viertel vor eins, als Horst-Werner Nilges auf der B 243 durch die Stadt Herzberg fährt. Er ist auf dem Heimweg, im Kopf formuliert er bereits Anzeige 5017, die er zu Hause schreiben will, denn Anzeigen schreiben ist ein Hobby von ihm. Da sieht er den Rettungshubschrauber, halb auf dem Gehweg an der vierspurigen B 243 landet er, die Rotorblätter rattern noch nach, eine Arztpraxis hat den Hubschrauber angefordert, ein Mann hatte einen Herzstillstand erlitten, muss schnellstmöglich in die Klinik nach Göttingen geflogen werden. Etwa 15 Minuten ist die Straße in Richtung Osterode abgesperrt.

    Nilges steigt aus seinem Wagen, zieht seine Digitalkamera, eine Ricoh Caplio R4, macht ein knappes Dutzend Fotos.

    (aus SPIEGEL-ONLINE: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,579622,00.html

    Hier könnte man die Geschichte weiter schreiben bzw. lesen lassen.

    oder

    WAR ES DOCH ANDERS???

    Das Blog Wie fährt der denn? deckt die Geschichte einer (Falsch)Meldung auf. Ein gutes Beispiel dafür, dass man auch den „Großen“ und „Seriösen“ nicht immer glauben darf und Gratulation für eine saubere Recherche: Weiter so, Horst Nilges!

    Statistik, Lexik und WikiMindMaps

    Leider kann Ihr Browser diese Grafik nicht anzeigen. Direkter Link zur Statistik „Konsens über Recht und Unrecht“

    Als Spießbürger oder Spießer bezeichnet man abwertend eine Person, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung, Konformismus und starkem Bedürfnis nach sozialer Sicherheit auszeichnet. (aus Wikipedia)

    Knöllchen:

    Ordnungswidrigkeiten des ruhenden Verkehrs bei abwesendem Halter bzw. Fahrer werden durch einen Zettel kenntlich gemacht (umgangssprachlich auch Strafzettel, Bußzettel, Protokoll, Ticket oder Knöllchen genannt), der am Fahrzeug angebracht wird – die schriftliche Verwarnung folgt meist auf dem Postweg. (aus Wikipedia)

    Hier ein Beispiel, wie das Ordnungsamt nicht vorgehen sollte:

    Ergänzung vom 1. Oktober:

    Nachtrag zum Thema “Falschparken in Deutschland”

    Wenn man „Deutsche“ googelt … – lustige Geschichte von Horst Evers


    Was kommt heraus, wenn man das Wort „Deutsche“ googelt. Seine Ergebnisse hat Horst Evers in einer  skurrilen Geschichte zusammengefasst, die noch als Podcast bei

    radioeins Logo - Link zur Startseite zu hören ist:

    29. Juni 2008

    Deutsche“ (Ist leider nicht mehr abrufbar. 8.8.16)

    „Evers Geschichten sind federleicht, voll fatalistischen Humors. Einfach klasse. Eins mit Stern. Ein Glücksfall für das Kabarett.“

    Süddeutsche Zeitung

    Weitere Geschichten von Horst Evers findet man hier.

    Bilder zu den (Un)Tugenden der Deutschen


    Hinweis: Diese Seite wurde 2008 erstellt. Eventuell sind einige Links veraltet bzw. funktionieren nicht mehr.

    Mal einen anderen Einstieg in das Thema „Was ist typisch deutsch?“ bietet die Onlinepräsentation der Ausstellung: „Die Kunst Deutscher zu sein“ (Wortbilder)

    In der Online-Galerie findet man Anregungen (Alltagsbilder, Gesichter, Häuser, Puppenszenen usw.) zur Textproduktion, aber auch Provokantes für Diskussionen:

    Oder man nimmt einfach die Kindergesichter von Markus Urban: „Geboren 2003“ und lässt die Lerner fiktive „deutsche“ Biographien schreiben, die man im Blog, Wiki veröffentlichen oder einfach im Klassenraum aushängen kann.

    Gute Bilder findet man auch auf Focus-Online: Stereotype – Was ist typisch deutsch? eine Diashow mit 25 Bildern.

    Daneben gibt es eine Tabelle, die die Antworten auf folgende Frage dokumentiert: „Wenn Sie jetzt bitte nun einmal an Deutschland und die Deutschen denken. Was verbinden Sie persönlich mit Deutschland und den Deutschen, wofür stehen ihrer Meinung nach Deutschland und die Deutschen?“