Alltag anders – eine interkulturelle Sendereihe


Über die „kleinen Dingen des Alltags“ zu berichten, ist das Ziel der Sendung „Alltag anders“ von Deutschlandradio Kultur. Die Sendung läuft jeden Freitag gegen 7.40 Uhr und ist im Internet nachzuhören. So erfährt man in kleinen Beiträgen vor knapp 4 Minuten, wie anders das Leben in Peking, Mexiko City, Nairobi, Moskau, Los Angeles, Rabat, Tel Aviv oder Tokio (auch aus anderen Städte wird berichtet.) verläuft. Es sind persönliche Erlebnisse und Erfahrungen der Korrespondenten, die in der Sendung mosaikartig vorgestellt werden.

Obwohl (oder gerade weil) Deutschland fehlt, möchte ich diese Sendereihe für den Unterricht, aber auch für den eigenen Gebrauch empfehlen. Hier kann man alltägliche Handlungen mit der eigenen bzw. der „erlernten“ der Zielsprache vergleichen. So sensibilisiert für verschiedene Konzepte der Alltagsbewältigung könnten Lerner eigene Beiträge erstellen, wie in ihrem Land bestimmte Alltagssituationen gemeistert werden.

Hier einige Beispiele:

Etikette
In den USA ist man im Umgang sehr viel höflicher als in Deutschland. In China muss der Besucher zunächst seine Schuhe ausziehen, bevor er in die Wohnung eingelassen wird. Und in Polen werden Damen noch mit Handkuss begrüßt

Emanzipation
In Italien wird das traditionelle Frauenbild hochgehalten. Chinesinnen sind durchsetzungsstark und Mexikanerinnen tougher als Männer. In welchem Land gilt es als ungeschriebenes Gesetz gilt, dass der Mann beim ersten Date bezahlt?

Weitere Themen sind: Freunde, Flirten, Fitness, Postämter, Fahrrad, Friedhöfe, Winter und vieles vieles mehr.

Es lohnt sich wirklich einmal reinzuhören.

Zauberwort „Rabatt“


Die Sendung der ARD „Wissen vor 8“ geht in ihrem aktuellen Beitrag  der Frage nach, warum  wir bei Sonderangeboten gerne schwach werden.

Interessant ist das Ergebnis eines kleinen Experiments, das zeigt, dass man sich doch von dem Zauberwort „Rabatt“ beeinflussen lässt.

Hier das Video zum Beitrag

Ein Rabatt (von ital.: rabatto, rabattere = niederschlagen, abschlagen) ist ein Preisnachlass, der in der Regel in Prozent ausgedrückt und vom Listen-Preis (Netto-Verkaufspreis) einer Ware abgezogen wird. Rabatte werden als Kaufanreize in der Preispolitik eingesetzt.

Schnäppchen nennt ein Kunde den Kauf eines Produktes zu einem Preis, der so günstig war, dass ihn der Verkäufer nicht dauerhaft an alle Kunden einräumen könnte, ohne in eine wirtschaftlich prekäre Lage zu geraten.

aus Wikipedia

Übrigens gab es schon im März eine ausführliche Sendung auf WDR (Quarks & Co) zu diesem Thema: Schalten Rabatte unseren Verstand aus?

Wunderbar für den Unterricht geeignet ist der Beitrag der DW-Sprachbar vom  24.11.2005 „Für umme“

Zitat:

„Aber Rabatt ist nicht gleich Rabatt! Da gibt es zum Beispiel den „Aktionsrabatt“. Nur für kurze Zeit. Oder den „Treue-Rabatt“, wenn der Kunde immer wieder brav im selben Laden etwas gekauft hat. Allerdings muss das nachgewiesen werden. Früher gab es dafür die Rabattmarkenheftchen. Wenn sie voll waren, konnten sie direkt gegen Bares im Geschäft eingetauscht werden.“

Audio: Sprachbar: „Für umme“ – die Folge hören (MP3)‎

Den Artikel „Mitarbeiten für’s Schnäppchen“ der DW könnte man ab -C1 verwenden. Er bespricht das Buch „Der arbeitende Kunde“. Thema des Buches ist das „zeitgenössischen Wechselspiel von Konsum und indirekter Mitarbeit“. Der Text wird durch eine Lexikliste ergänzt. Für die Diskussion könnte die Frage interessant sein, was die Lerner für einen Preisnachlass machen würden.

Was machen alles Menschen für Rabatte? Hier ein erschreckendes Video:

Zum Wort „Rabatt“:

Synonyme: Preisnachlass, Nachlass, Prozente, Skonto, Ermäßigung, Preissenkung, Verbilligung, Vergünstigung, Reduzierung, Abschlag, Abzug

Herkunft:

Im 17. Jh. aus italienisch rabatto (von rabattere) oder französisch rabat (von rabattre) entlehnt. Die jeweils zugrundeliegenden Verben sind aus dem Lateinischen gebildet und bedeuten umschlagen, niederschlagen, abschlagen.
Kasus Singular Plural
Nominativ der Rabatt die Rabatte
Genitiv des Rabatts
des Rabattes
der Rabatte
Dativ dem Rabatt
dem Rabatte
den Rabatten
Akkusativ den Rabatt die Rabatte

Komplimente


KomplimenteNa, welche Komplimente verstecken sich in diesem Bild (Wordle) ?

Wann und wie oft gebrauchen wir Komplimente? Ich bin damit sehr zurückhaltend. Für mich haben Komplimente viel von Schmeichelei und mir ist es eher peinlich, eins zu bekommen. Die Erwiderung eines Kompliments ist manchmal genau so schwer zu wählen wie das Kompliment selbst. Aber wie man sich zu Komplimenten verhält, ist wohl auch von Mensch zu Mensch anders und was dieses Thema für den DaF-Unterricht interessant macht, auch von Kultur zu Kultur.

Was versteht man unter einem Kompliment? In der Wikipedia ist zu lesen:

(Es) ist eine wohlwollende, freundliche Äußerung gegenüber einer anderen Person, die an dieser etwas hervorhebt, das demjenigen, der das Kompliment macht, an der anderen Person besonders gefällt bzw. positiv auffällt. Dies können sowohl Eigenschaften oder Leistungen sein als auch äußere Merkmale wie eine geschmackvolle Kleidungsauswahl oder die körperliche Beschaffenheit.

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompliment

Aber welches  ist das beliebteste Kompliment der Deutschen? oder reagiert man in Japan anders auf ein Kompliment als hier? Diese und andere Fragen kann man im Quiz: Komplimente und was hinter ihnen steckt auf Zeit-Online lösen. Es macht nicht nur viel Spaß, auch die Lösungen sind überraschend. Oder wer weiß schon, welches Tier in Afrika als schmeichelhaft empfunden wird? Eine Lösung möchte ich hier schon mal veröffentlichen:
Wie viele Deutsche sind zufrieden mit den Komplimenten, die sie bekommen? (Quelle: Gloria Beck: Komplimente – Eine Gebrauchsanleitung)

Richtige Antwort: 87 Prozent

Sieht doch gut aus! 😉
Im Unterricht könnte ich mir folgende Szenarien vorstellen:
  • Komplimente erfinden, auch Nonsenskomplimente 😉
  • Komplimente interkulturell vergleichen
  • lustige Situationen erfinden, wo Komplimente (nicht) funktionieren
  • Hit-Parade entwickeln
Weitere Links:
Und natürlich gibt es auch ein Video zum Thema: Sportfreunde Stiller „Ein Kompliment“ (mit Text)


HV-B2 Übung: Wann ist man erwachsen?


Wieder eine sehr gute Übung auf dem IIK Düsselblog:

Wann ist man erwachsen?: Wie gewohnt mit sehr guten Aufgaben auf einem Arbeitsblatt (PDF) und dem Podcast Link von WDR5. (B2-Niveau)

TIPP: Es lohnt auch der Blick auf die Ergebnisse des IIK Wikis:

Im Rahmen von Projektarbeit bzw. im Unterricht erstellen IIK-Teilnehmer in Gruppen von 2-4 Personen gemeinsam Texte zu vorgegebenen Themen im IIK Wiki.

Beispiel: Wie die Deutschen leben

Deutsche Männer wollen lieber bessere Heimwerker als bessere Liebhaber werden


„Yahoo! Clever Studie „Be a better“ zeigt: Europäer bleiben ihren Klischees treu – Deutsche wollen flinker, witziger und fitter werden, aben aber keine Zeit dafür“

Yahoo! CleverYahoo! Clever Studie „Be a better“:

Deutschland-Grafik: JPG 699KB Download

Europa-Grafik JPG 1.496 KB Download

Die „Be a better“ Studie analysiert die Wünsche der Menschen nach
Rat und Hilfe und deckt zugleich auf, wie viel Wahrheit immer noch in
den interkulturellen Klischees steckt. „Klischees sind die Spitze der
Typisierung einer Kultur. Interessant ist, dass sich die in der
Studie ermittelten länderspezifischen Interessen und Stereotypen auch
in den Internet-Mentalitäten wieder finden“

"Als beliebteste Ausrede, warum die Verbesserungswünsche bisher noch  nicht in die Tat umgesetzt wurden, müssen in Deutschland die knappe  Zeit und das fehlende Geld herhalten. Nahezu jeder vierte befragte  Deutsche (23 Prozent) ist der Meinung, dass er keine Zeit habe, um  das eigene Leben zu verbessern oder sich weiterzubilden. Das fehlende Geld stellt zudem für jeden Fünften (20 Prozent) eine unüberwindbare  Barriere dar."
Quelle: Presseportal  

Was deutsche Frauen wollen


„Jede zweite Frau in Deutschland findet Männer mit gepflegten Fingernägeln, kurzen Haaren und glattrasiertem Gesicht attraktiv.

Quelle SPIEGEL ONLINE

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass dunkelhaarige Männer mehr Chancen haben als blonde. Also gibt es bei Frauen auch Vorurteile?

Wo bleiben dann die „Blonden“-Witze?

34,7 Prozent der Befragten finden Schwarzhaarige attraktiv, 28,9 Prozent favorisieren Männer mit braunen Haaren. Auf blonde Männer stehen nur 17,2 Prozent.“

Singles in Deutschland: Kugelmensch oder glücklich halbiert?


In der „Leben“-Rubrik „Gesellschaft“ der „ZEIT“ ist eine interessante Typologie deutscher Singles in Bildern erschienen:

Kugelmensch oder glücklich halbiert?

Die Typologie bezieht sich auf eine Dissertation Sind Singles anders? Gerade die Auseinandersetzung mit vielen Klischees, die man vom Singledasein hat, lohnt sich zu diskutieren.

Zitat:

Ein Vergleich von Singles und Paaren festgestellt, dass sie sich in ihren Ansprüchen an das Leben und an einen potenziellen Partner gar nicht von Paartypen unterscheiden: Vielmehr ähneln freiwillige Singles den unverheirateten Paaren, unfreiwillige den verheirateten. Die einen sind unkonventioneller, die anderen konservativer. Was gibt es also für Single-Typen?“

Die Deutschen und ihre Gewohnheiten auf dem stillen Örtchen


Ende Mai berichtete ich hier über die Küchennutzung der Deutschen. Nun gibt es aktuelle Informationen zu den Gewohnheiten auf dem stillen Örtchen. So richtig überraschen kann die von einem großen Toilettenpapierhersteller in Auftrag gegebene Umfrage nicht. Männer verweilen an diesem Ort länger als Frauen und die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen bei dieser unerlässlichen Sache ist Lesen. Interessant finde ich, dass Sachsen dabei gerne singen und Jugendliche simsen:

  • 34 Prozent der befragten Männer benötigen 5 bis 10 Minuten auf der Toilette (Frauen: 29 Prozent),
  • 49 Prozent der Frauen hingegen verlassen das Bad schon nach 2 bis 5 Minuten (Männer: 37 Prozent).

„Die deutschen Männer erweisen sich laut Zewa Umfrage als wahre Dauersitzer auf der Toilette:

  • 16 Prozent der Männer gaben an, 10 bis 15 Minuten auf der Toilette zu verweilen.
  • Bei den Frauen sind es hingegen nur 6 Prozent.“

Aber was machen die Dauersitzer denn die ganze Zeit auf dem Klo?

„Eine freudige Nachricht für das Land der Dichter und Denker: Die
deutliche Mehrheit der Deutschen – ganze 52 Prozent – liest auf dem
stillen Örtchen. Weit abgeschlagen dahinter mit 34 Prozent kommt das
süße Nichts-Tun. Interessant sind vor allem die unterschiedlichen
Lesegewohnheiten der Geschlechter: Während die Männer sich besonders
für Computerzeitschriften und das aktuelle Weltgeschehen der
Tageszeitungen begeistern, lesen die Frauen im Bad neben
Frauenzeitschriften besonders gerne Romane. Das Erstaunliche dabei:
Die Damen mögen es auf der Toilette spannend und weniger romantisch.
Der Liebesroman kam nur auf Platz 2 hinter dem Kriminalroman. Seine
Begeisterung für Technik zeigt das starke Geschlecht mit dem Lesen
von Gebrauchsanweisungen: Immerhin 18 Prozent der Männer studieren
Bedienungsanleitungen auf der Toilette. Frauen dagegen mögen es
knifflig: 10 Prozent beschäftigen sich gerne mit Quizfragen auf dem
Toilettenpapier.“

„Doch die Zewa Umfrage bringt nicht nur Geschlechterdifferenzen,
sondern auch Altersunterschiede in den Toilettengewohnheiten zutage.
Im Gegensatz zu der älteren Generation ab 40 Jahren ist bei jungen
Leuten im Alter von 14-29 Jahren auf der Toilette besonders angesagt:
Musik hören oder SMS schreiben (jeweils 26 Prozent). Der Favorit der
Generation 50Plus: Nichts tun (49 Prozent).“

„Bemerkenswert sind außerdem regionale Unterschiede: So hängen die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern besonders gerne ihren Träumen nach (49 Prozent). Die Sachsen hingegen vertreiben sich ihre Zeit herausragend oft mit fröhlichem Singen (10 Prozent gegenüber 2 bis 3 Prozent im Bundesdurchschnitt).“

Quelle:  http://www.presseportal.de/meldung/1012757