Unterrichtsmaterial zum Thema „Abi-Bräuche“


PASCH-net bietet ausführliches Material zum Thema „Abi-Bräuche – Abschied von der Schulzeit“ für das Niveau A2/B. Auf der Seite der Schüler findet man kurze Texte mit Bildern und passende Audiodateien zum Herunterladen (zip; 4,7 MB). Hier geht es auch um Abistreiche, Abi-T-Shirt und den Abiball. Das hat mich daran erinnert, vor Jahren eine ähnliche Idee im DSD-Wiki entwickelt zu haben. (Das hatte ich auch 2009 schon hier im Blog beschrieben.) Leider nicht ganz beendet, aber es war vor allem als Wiki-Baustein (DaF-Wiki Baukasten) für weitere Wiki-Aufgaben gedacht. Wer sich für das Thema interessiert findet hier den einen oder anderen interessanten Link zum Thema.

Hier noch einmal die Materialien im DSD-Wiki:

Abiturbräuche

  1. Einleitung
  2. Aufgabe 1 → Abitur
  3. Aufgabe 2 → Abibräuche in Deutschland
  4. Aufgabe 3 → Abistreich
  5. Aufgabe 4 → Abi-T-Shirt
  6. Aufgabe 5 → Abifeier (Abiparty)
  7. Aufgabe 6 → Abi-Geschenke im Wandel der Zeit. Ein kleiner Überblick
  8. Schluss → Abitur geschafft! Wie geht es weiter?

Didaktisierungen auf PASCH-net

Auf der Lehrerseite von PASCH-net kann man nun zu den oben genannten Materialien der Schülerseite einen didaktisierten Unterrichtsvorschlag herunterladen. Hier die angebotenen Downloads:

„Abi-Taufe“ von Stiftung des Hennebergischen Gymnasiums
„Abi-Taufe“ von Stiftung des Hennebergischen Gymnasiums „Georg Ernst“ – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abi-Taufe.jpg#/media/File:Abi-Taufe.jpg

Siehe auch:

UPDATE

10.7.2015: SPIEGEL-ONLINE Artikel: Gymnasiasten: Die dämlichsten Abi-Streiche des Jahres

Film auf SPIEGEL.TV: http://www.spiegel.tv/filme/abischerz-koeln

DSD 1 und DSD 2 Modellsätze


In den letzten Jahren hatte ich hier schon sehr oft auf die Modellsätze der beiden DSD Prüfungen aufmerksam gemacht, die auf den Seiten der ZfA abrufbar sind. Leider ändern sich ständig die Verlinkungen, so dass die älteren Einträge hier im Blog nicht mehr funktionieren. Heute ist wieder einmal Zeit, diese Links zu aktualisieren:

(Aktuell 7) Mo­dell­sät­ze: DSD I, Ni­veau A2/B1

Link:

http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_ZfA/Auslandsschularbeit/DSD/DSDI/Modellsaetze/node.html (Auf dieser Seite gibt es auch alle Audio-Dateien)

Nützlich für die Vorbereitung, können auch die Hand­rei­chun­gen sein:

Und natürlich unbedingt der Leitfaden für die schriftliche Kommunikation: (nicht mehr online)

Interessant auch die Länderprojekte

Hier für das DSD 1 in Frankreich:

A1 und A2 – In­ter­na­tio­na­le schu­li­sche Ver­gleichs­ar­bei­t

Die alte Zen­tra­le Deutsch­prü­fung (ZDP) wurde 2014 von der sogenannten „In­ter­na­tio­na­len schu­li­sche Ver­gleichs­ar­bei­t“ abgelöst. Auch dafür gibt es Modellsätze:

(Aktuell 6) Mo­dell­sät­ze: DSD II, Ni­veau B2/C1

Aber auch hier sollte man den aktuellen Leitfaden DSD II nutzen. (PDF)

Die Handreichungen gibt es hier:

Und für DSD B2/C1-Schüler:

Schaut ins DSD-Wiki. Dort gibt es aktuell 473 Artikel — unter anderem „Hilfe für DSD-Schüler B2/C1“: DSD II – Überblick / DSD II – Mündlich / DSD II – Schriftlich

Auch interessant: „Was wir schon immer über das DSD II wissen wollten“ und „Wie man sich auf die DSD-II-Prüfung vorbereitet“ auf PASCH-Global (Texte von Schülern für Schüler).

PowerPoint-Karaoke in der Fortbildung


PowerPoint-Karaoke wurde im Netz schon oft besprochen. Wenn ich mich noch genau daran erinnere, war das zum Beispiel im DaF-Bereich 2009 Cornelia. Trotzdem will ich noch einmal kurz erklären, was es mit dieser Methode auf sich hat und dann über meine Erfahrungen damit in der Lehrerfortbildung berichten.
Wikipedia liefert eine ganz gute Erklärung: „Bei PowerPoint-Karaoke handelt es sich um einen Ableger des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer keine Liedtexte nachsingen, sondern aus dem Stegreif einen Vortrag zu ihnen vorher nicht bekannten, zufällig ausgewählten Folien halten. Diese können entweder eigens erstellt werden, oder man verwendet Folien, die man im Internet gefunden hat.“ (Zum Spielziel) „Das PowerPoint-Karaoke bietet eine Möglichkeit, rhetorische Fähigkeiten auf spielerische Weise zu verbessern. Zudem kann PowerPoint-Karaoke als Parodie auf sinnlose Präsentationen betrachtet werden.“

PowerPoint-Karaoke im DaF-Bereich
1. Im mündlichen Teil der neuen B1-Prüfung des Goethe-Instituts müssen die Teilnehmenden fünf Folien präsentieren. Die Vorgaben sind dabei eng begrenzt. Die Folien haben Bilder und wenig Text. Die TN erhalten zu jeder Folie (links) Anweisungen und können ihre Notizen in der Vorbereitungszeit rechts daneben schreiben. Nach der Präsentation muss man auf Rückmeldungen und auf Fragen der Prüfer/-innen und des Gesprächspartners reagieren.
Beispiel: Modellsatz Goethe-Zertifikat B1 (Erwachsene) http://www.goethe.de/lrn/prf/pro/b1_modellsatz_erwachsene.pdf
2. Unterrichtstipp im DaF-Blog von Cornelia Steinmann: http://cornelia.siteware.ch/blog/wordpress/2009/11/14/dialog-karaoke

PowerPoint-Karaoke in der Lehrerfortbildung
Die Methode eignet sich bei der alternativen Bearbeitung komplexer, leider oft auch wenig motivierender, Themen. Oft werden solche Themen als textlastige Präsentation eingeführt. Wenn überhaupt, machen sich TN Notizen oder werden durch Arbeitsblätter dazu angehalten. Sie konsumieren das Gesagte, aber eine Verarbeitung findet selten statt.

Durch die PowerPoint-Karaoke drehen sich die Aktivitäten um. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sich selbständig und aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie müssen dem Inhalt einen Sinn geben und im Plenum vortragen.
Wie kann dies mit der PowerPoint-Karaoke funktionieren?
Die Teilnehmer werden in Gruppen eingeteilt und erhalten 11 auf A4-Papier ausgedruckte PowerPoint-Folien. Ich habe die Folien in Farbe ausgedruckt, damit die Struktur, die durch die Farbformatierungen sichtbar ist, einfacher zu erschließen ist.
Die TN erhielten folgende Aufgaben:
Die Reihenfolge der PowerPoint-Präsentation ist Ihnen nicht bekannt.
1. Diskutieren Sie in der Gruppe, wie die richtige Reihenfolge der Präsentation sein könnte.
2. Tragen Sie gemeinsam die Präsentation im Plenum vor.

Hier kann man auch je nach Seminarsituation zwischen zwei Varianten wählen. a) Die TN präsentieren ihre Folien auf einer Wäscheleine und führen die Gruppe während des Vortrags entlang der Präsentation. b) Die im Computer gespeicherte Version wird angepasst. Das ist durch einfaches Verschieben der Folien in PowerPoint schnell möglich.

Weitere Varianten für die PowerPoint-Karaoke wären:
• Sie können eine Einleitungsfolie oder bestimmte Folien innerhalb der Präsentation anfertigen lassen. Sehr gut eignet sich zum Beispiel die Aufgabe, eine Folie mit der Zusammenfassung des Gesagten erstellen zu lassen.
• Sie können bestimmte Informationen auf einer Folie auslassen und von den TN ergänzen lassen.
• Sie können, wie in der B1-Prüfung (siehe oben) Leitfragen vorgeben.

Video-Tutorials von Schülern für Schüler (Grafik- und Bildbeschreibung, B1)


Auf PASCH-Global, der internationalen Online-Schülerzeitung der PASCH-Initiative bin ich auf zwei Video-Tutorials von Schülern für Schüler gestoßen.  Themen sind „Wie beschreibt man eine Grafik? (B1+) und – Bildbeschreibung (B1). Ich finde sie sehr professionell gemacht. Die Sprecher sind augenscheinlich Muttersprachler, Schüler der spanischen Schule IES Poeta García Gutierrez (Schulporträt auf PASCH-net).

Ein gutes Beispiel für digitale Anwendung der Methode Lernen durch Lehren und für die Wiederholung der beschriebenen Fertigkeiten. Natürlich wäre es besser, die Präsentation noch durch Arbeitsblätter und Übungen zu ergänzen.

Wie beschreibt man eine Grafik?

(Wurde leider entfernt.)

Wie beschreibt man ein Bild?

Neue Materialien für die DSD B2/C1 Vorbereitung


Neben den aktuellen  Sternchenthemen auf PASCH-net, die nach folgenden Themengruppen geordnet sind:

eignet sich die PDF-Datei von Gerald Hühner/ Zagreb mit Zusatzinformationen für die Schriftliche Prüfung (SK) DSD II (DSD B2/C1 – 2015, Strukturierung mit „Sternchenthemen“ 2015/16″ (G.H.)- ) für die Prüfungsvorbereitung.

Weitere empfehlenswerte Materialien auf der Seite von Gerald sind: Prüfungsteil „SK“: „Baukasten“ (G.H.)> und .

Schaut vorbei, es lohnt sich!

 

Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Beispiel Screenshot mit SprechblasenJe nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

5. Modellsatz für die DSD II (B2/C1) Prüfung


An den gestiegenen Zugriffszahlen der letzten Tage sehe ich, dass die DSD II Prüfung nicht mehr fern ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den 5. Modellsatz aufmerksam machen, der von der ZfA veröffentlicht wurde:

Modellsatz ( PDF, Größe: 175 KB)

Spezifische Hinweise zur Bewertung T2 2010 (PDF, Größe: 343 KB)

Hier können Sie die dazugehörigen Audiodateien herunterladen:

Hörverstehen Teil 1 ( Größe: 6 MB)

Hörverstehen Teil 2 ( Größe: 7 MB)

Hörverstehen Teil 3 ( Größe: 15 MB)

DSD-Modellsätze neu verlinkt


Man merkt an den Seitenaufrufen, dass die DSD-Prüfung bevorsteht.  Leider funktionieren die Links auf die ZfA-Homepage nicht mehr. Ich habe diese deshalb noch einmal überarbeitet. Hier der direkte Zugang zu den Modellsätzen nach Niveaustufen geordnet:

Erste Schritte im DSD-Wiki 3 – Quizaufgaben im Wiki erstellen


Im heutigen Post geht es darum, wie man Quizaufgaben im DSD-Wiki (MediaWiki)  erstellen kann. Bis zum 16.8.11 muss man sich jedoch noch gedulden, denn bis dahin ist eine Bearbeitung im Wiki wegen Serverumzug temporär nicht möglich:

Das DSD-Wiki in der Shortlist der besten Educational Wikis


Der Nikolaus ist ja immer gut für kleinere Überraschungen, aber die heutige hat mich fast umgehauen. Das DSD-Wiki hat es auf die Shortlist der besten Educational Wikis geschafft!

http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/
http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/

Das freut mich umso mehr,  da es sonst sehr schwer scheint, als nicht-englischsprachiges Wiki in die Shortlist aufgenommen zu werden.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr hier für das DSD-Wiki stimmt.

Wer vor seiner Entscheidung mehr über das DSD-Wiki wissen möchte, findet hier weitere Informationen:

IDT-Vortrag – Wiki im DaF-Unterricht

Online Fachvortrag zum Thema „Wiki im Fremdsprachenunterricht“:

Alle Links des Vortrags kann man auf dieser Wikiseite nachvollziehen.

Und hier noch einmal der Link, wo man für das DSD-Wiki oder andere Wikis stimmen kann:

http://edublogawards.com/2010awards/best-educational-wiki-2010/


Aufbau eines DSD-Aufsatzes (B2/C1)


Die schriftliche DSD-Prüfung steht vor der Tür. Oft besteht Unklarheit darüber, wie ein Aufsatz aufgebaut sein sollte. Im folgenden Bild habe ich versucht, die Teile des Aufsatzes geordnet darzustellen:

Einen besseren Überblick gibt es jetzt hier:

Aktuelle Infografiken zum Thema „Jugend 2010“


In der aktuellen Shell-Jugendstudie „Jugend 2010“ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Redemittel für DSD-Vorträge


Im DSD-Wiki hatte ich schon vor längerer Zeit eine Sammlung von Redemitteln für eine Präsentation zusammengestellt.

Jetzt bin ich auf den Seiten des Klett Lehrwerkes „Mittelpunkt“ auf eine anspruchsvolle Darstellung solcher Redemittel in Form von Unterrichtsplakaten  gestoßen. Sinnvoll finde ich vor allem die Konzentration auf wenige wichtige Formulierungen, da die Lerner oft von „gut gemeinten“ Arbeitsblättern überfordert werden.

Daneben gibt es auch ein Lernplakat zu Diskussionsmitteln:

Textzusammenfassung als Kunst


Vielleicht passt diese Idee ganz gut zu dem gestrigen Beitrag. Da ging es u.a. um den Aufgabenteil Schriftliche Kommunikation in der DSD II – Prüfung (B2/C1). Hier verlangt der erste Arbeitspunkt eine Textzusammenfassung (Herausarbeitung wichtiger Aussagen aus Text und Grafik). Der Comiczeichner und Poet Austin Kleon hat eine ganz ungewöhnliche Art mit Textkürzungen umzugehen. Er macht daraus Kunst. Das funktioniert ganz einfach. Man braucht nur eine Zeitung und eine Idee. Der  Text wird  so lange geschwärzt, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Das Ganze nennt er “Newspaper Blackouts”,  die es sogar schon als Buch gibt.

Hier ein Beispiel: FOREIGN LANGUAGE REQUIREMENT

Und hier sieht man, wie es gemacht wird:

24 Infografiken zeigen, wie die deutsche Demokratie funktioniert.


Man findet selten kompakt so nützliche Materialien für  den Landeskunde-Unterricht. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb bietet seit dem 24.02.2010 „24 x Deutschland“ in Form von Infografiken an. Die Grafiken stehen als PDF zum Download bereit und hervorzuheben ist:  Alle Infografiken und Texte stehen unter der Creative-Commons-Lizenz by-nc-nd/3.0/de zur Verfügung, können also mit geringen Einschränkungen auch im Internet  weiter verwendet werden.

Neben den 24 Infografiken im PDF-Format stehen auch ergänzende Texte zur Verfügung, die im Unterricht leicht angepasst werden können.

Themen sind u.a.:

Den Tipp habe ich gefunden bei: http://www.teachersnews.net

Schüler erstellen Test-Übungen im Wiki


DaF-Übungen im Internet

Im Internet gibt es unzählige interaktive Übungen für Deutsch als Fremdsprache, wo Lerner ihr sprachliches und landeskundliches Wissen testen können. Einige seien hier nochmal genannt: das e-DaF-Selbstlernerportal der USZ Düsseldorf, Quiz und Spiele auf der Seite des Goethe Instituts, natürlich die Seiten von Ralf Kinas und die Seite DaF-ÜBUNGEN.online.offline mit 15 Grammatik-Modulen. Eine gute Zusammenfassung vieler Übungen findet man auf der schon hier früher besprochenen Seite http://www.nemcina.org: Hier die Link-Sammlung dieser Seite: Online-Aktivitäten/ Übungen – Grammatik.

Natürlich eignen sich die Übungen um den Lernstoff zu wiederholen und zu festigen, aber ich konnte auch beobachten, dass bei vielen Schülern schnell die Motivation vergeht und es dann oft zu einem  lustlosen „Klicken“  kommt. Meist sind die Übung nicht in einen Kontext eingebettet und nicht immer entspricht die Lexik in den Grammatikübungen den Fähigkeiten der Lerner.

Warum sollten Schüler selbst ihre Übungen erstellen?

Die Methode, das Schüler Aufgaben für Schüler erstellen ist nicht neu. Sie gehört zum Repertoire eines jeden DaF-Lehrers und kommt bei den Lernern immer gut an. Dabei entwickeln die Schüler eine Kreativität, die mich immer wieder überrascht. Sie fühlen sich ernst genommen, wenn daraus ein gemeinsames Produkt entsteht, das  im Unterricht seine Anwendung findet. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie bei dieser Arbeit den Stoff besser durchdringen, sich gegenseitig helfen und stolz auf ihr Produkt sind. Was im Offline – Lernen funktioniert, sollte auch online umsetzbar sein. Hier mit dem Unterschied, dass die Produkte der Schüler über die Schule hinaus bekannt werden (könnten).

Quiz-Tools in der ZUM-Wiki-Family

Seit einigen Jahren nutze ich im DSD-Wiki das Programm Quiz-Script Framework von Felix Riesterer. (Hier der Link zur Website des Autors der Übungssoftware:  felix-riesterer.de) Es ermöglicht, verschiedene interaktive Übungen zu erstellen, die in ihrer Funktionalität denen von Hot Potatoes ähneln. Quiz-Script Framework funktioniert im ZUM-Wiki und in der Wiki-Family auf ZUM.de,  wo das DSD-Wiki ein „Familienmitglied“ ist.  „Dies gilt gleichermaßen für andere Wikis mit der MediaWiki-Software, die Erweiterung Quiz und das Quiz-Script Framework installiert haben.“ Quelle

Die Möglichkeiten dieses Werkzeugs für DaF habe ich schon vor einiger Zeit auf der Seite Quiz-Tool in DaF und DaZ im ZUM-Wiki beschrieben. Neben Wortschatz- und Grammatik-Übungen, eignet es sich auch zum Lese- oder Hörverstehen. Im Folgenden beschreibe ich kurz einige Testaufgaben. Die Zeichenfolge auf der linken Seite der Tabelle zeigt die Schreibweise im Wiki. Die Schüler müssen nur diese Zeichen:

1. markieren – 2. kopieren – 3. in ihre Seite einfügen und 4. bearbeiten/verändern.

Beispiel für eine Zeichenfolge:

<quiz display="simple">
{Wann wurde die Bundesrepublik gegründet?}
- 1945
+ 1949
- 1933

</quiz>
<quiz display="simple">
{Frage}
- Falsche Antwort
+ Richtige Antwort
- Falsche Antwort

</quiz>

Mögliche Aufgabentypen und Beispiele

Multiple Choice oder einfache Richtig – Falsch – Aufgaben:  Anstatt Fragen kann man auch Bilder einfügen. Dieser Aufgabentyp gehört noch zu der ursprünglichen MediaWiki Software, wie sie zum Beispiel auch auf Wikiversity zu finden ist.

Neu ist die Form der Lückentexte, welche hier auch farblich hervorgehoben werden. Die  Wörter sind in die passenden Lücken zu schieben.

Daneben gibt es die bei Schülern sehr beliebte Möglichkeit eines Memo-Spiels. Memo eignet sich ausgezeichnet für Wortschatzübungen: Deutsch – Muttersprache, Bild – Wort oder Antonyme.

Wie einfach das geht, zeigt folgendes Beispiel:

{|
| weinen || lachen
|-
| laut || leise
|-
| kommen || gehen
|-
| geben     || nehmen
|-
| fröhlich  || traurig
|}
Auch ein Kreuzworträtsel können die Schüler erstellen. Auch hier geht es einfach über kopieren – einfügen und verändern. Beim Anklicken der Zahlen öffnet sich ein Fenster mit der Rätselfrage und kleinerer Kästen, in die man das Lösungswort einschreiben muss. Nach der Betätigung des Knopfes „eintragen“ findet man das Wort im Rätsel.

Auch ein Suchsel ist möglich, auch bekannt als Wortgitter. Die Lösungen sind waagrecht, senkrecht und schräg im Gitter angeordnet. Die gefundenen Wörter werden grün markiert. Leider ist diese Aufgabenform für DaF-Lerner nicht ganz einfach. Besonders die Anordnung „schräg“ bereitet Schwierigkeiten.

Es ist auch möglich Zuordnungs-Übungen zu entwerfen. Zum Beispiel könnten Oberbegriffe und Beispiele kombiniert werden oder (Wie es eine Schülerin selbst entwickelt hat.) Wortarten mit Wörtern.

Konkrete Beispiele im DSD-Wiki

Die ersten Wiki-Quiz-Aufgaben, die Schüler im DSD-Wiki erstellten, waren Aufgaben zu einem Wettbewerb: „Wir in Ungarn“. Damals gab es noch kein Quiztool im Wiki. Einige Aufgaben wurden deshalb später nachbearbeitet. Beispiel: Flüsse und Seen

Ein Schuljahr später konnten die Schüler mit dem einfachen Quiztool arbeiten. Es entstanden kleinere Projekte mit PowerPoint Präsentationen, die durch ein Quiz abgerundet wurden. So war es möglich, dass nach der Präsentation vor der Klasse die wichtigsten Informationen wiederholt werden konnten. Die Mitschüler konnten somit zeigen, ob sie den Vortrag verstanden hatten: Beispiele: 11A-07/08

→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Farben
→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Religion2

Seit letztem Schuljahr ist es im DSD-Wiki möglich, dass oben erwähnte Tool Quiz-Script Framework von Felix Riesterer einzusetzen. Höhepunkte unserer Arbeit im Wiki waren die Projekte Weihnachten in Ungarn, mit Texten und Quizaufgaben und Meine Lieblingsmusik – Beispiele: Tarantula von Pendulum und Musical.

In diesem Schuljahr habe ich erstmals mit Schülern auf dem A1-Niveau das Tool ausprobiert. Nach einer spielerischen Heranführung („Best of“ der ersten Übungen) sollen nun von einzelnen Schülern den Unterrichtsstoff begleitende Übungen erstellt werden: Auf dem Bahnhof , Kleidung und Grammatikübungen. Mit diesen Übungen können alle anderen Schüler den Stoff wiederholen oder eigene Tests hinzufügen.

Aktuell arbeiten wir natürlich zum Thema Weihnachten:

Fazit

Die meisten Schüler lernten schnell (in einer Unterrichtsstunde) die verschiedenen Testformen einzusetzen. Natürlich gab es auch hier große Unterschiede bei Schülern mit viel oder wenig Computer-/Internet-Erfahrung. Auch das „Web2.0-Märchen“, dass die Arbeit mit Blog, Wiki und anderen Anwendungen automatisch eine starke Motivation bewirkt, kann ich nicht bestätigen. Natürlich sind Schüler anfänglich von den Möglichkeiten des Tools positiv überrascht und bemüht, gute und phantasievolle Übungen zu erstellen. Die Begeisterung ist dann aber schnell verschwunden, wenn sie merken, dass auch diese Aufgabe Arbeit und Zeit kostet. Auch das Erstellen von Tests in einem Wiki bleibt nur eine Hausaufgabe von vielen. Hier ist es wichtig am Ball zu bleiben. Nur mit einem „Strohfeuer“ der Begeisterung ist es nicht möglich, den Schülern erfahrbar zu machen, welcher Nutzen in dieser Art des Lernens liegen könnte. Ich hoffe, dass am Ende des Schuljahres dieses Ziel erreicht werden kann. Dann wären auch weitere Projekte im Wiki sinnvoll, die das kollaborative Lernen in den Mittelpunkt stellen.

Ergänzen möchte ich noch, dass die meisten Quizübungen auf einem interaktiven Whiteboard funktionieren (Siehe auch: Wiki und interaktives Whiteboard). Ich konnte selbst erfahren, dass ein Wiki die oft teuren Programme ersetzen kann. Mit Stift oder Finger lassen sich zum Beispiel die Wörter in die Lücken bzw. den passenden Stellen schieben oder die Memo-Bilder sichtbar machen. Nur das Kreuzworträtsel eignet sich nicht.

Für den Unterricht bedeutet diese Kombination, dass Schüler in der Stunde Aufgaben für andere Lerner erstellen, die diese dann vor der gesamten Lerngruppe am Board ausprobieren. Auch können so fehlerhafte Aufgaben einfacher verbessert werden.