Passionsspiele in Oberammergau

In regelmäßigen Abständen informiert das Goethe Institut auf seinen Seiten über wichtige Ereignisse aus der deutschen Kunstszene: Künste

Im Bereich >  Theater >  Institutionen, Bühnen, Festivals geht es u.a. um ein wichtiges landeskundliches Thema: Theater als Brauchtum – Die Passionsspiele in Oberammergau (Juli 2010).

Als Passionsspiel werden christliche geistliche Dramen um die Passion, das Leiden und Sterben des Jesus von Nazaret bezeichnet. Karfreitagsspiele, Passionsspiele und die sich thematisch häufig überschneidenden Osterspiele waren im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in ganz Europa verbreitet. Sie sind oft als vielstündige oder mehrtägige Aufführungen unter Mitwirkung von zahlreichen Schauspielern angelegt. Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Passionsspiel

Die Oberammergauer Passionsspiele sind die bekanntesten in Deutschland und finden nur alle 10 Jahre statt. Ihre Entstehung wird auf der Seite des GI so beschrieben:

1633 wütete die Pest im Ammertal. Um dem schwarzen Tod Einhalt zu gebieten, gelobten die Gemeindevorsteher „die Passions-Tragödie alle zehn Jahre zu halten“. Danach, so will es die Legende, ist kein einziger Oberammergauer mehr der Pest erlegen. 1634 wurde erstmals das Passionsspiel aufgeführt. 2010, fast drei Jahrhunderte später, steht etwa jeder zweite der 5.000 Oberammergauer auf der Bühne des Passionstheaters. Mitmachen darf, wer im Dorf von Geburt an gemeldet ist oder seit 20 Jahren dort lebt.

Hier das offizielles Informationsvideo Passion Oberammergau 2010:

Dieses einmalige Theatererlebnis wird heute aber auch kritisch gesehen. Die Begriffe Verkündigung, Spektakel und Geschäft zeigen die Spannweite möglicher Meinungen:

Tatsächlich ist die Passion für das Dorf bis heute ein gutes Geschäft. Doch allein mit der Gewinnsucht seiner Ausrichter lässt sich nicht erklären, wie sich das Spiel über all die Jahrhunderte hinweg behaupten konnte. Gestritten wurde im Dorf immer auch um die Sache; um die bestmögliche Darstellung des Heilsgeschehens. Aus: http://www.goethe.de/kue/the/ibf/de6371278.htm

Auf den Seiten von BR-online kann man 5 Schlüsselszenen der aktuellen Aufführung Oberammergauer Passion 2010 in guter Qualität finden: Der Einzug in Jerusalem, die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, das letzte Abendmahl, Jesu Verrat und Verhaftung, Kreuzweg und Kreuzigung

Interessant für den Unterricht ist es, die Neuerungen in der aktuellen Aufführung zu suchen und Gründe für diese Veränderung zu diskutieren. Einige Informationen dazu kann man auch der oben erwähnten Seite des GIs entnehmen. Auch die Deutsche Welle hat über das Ereignis berichtet (DW-TV Reporterin Elena Ern blickt hinter die Kulissen der Passionsspiele). Der Beitrag eignet sich ebenfalls für den Unterricht:

Links:

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