Machen

Das Wort „machen“ wirkt harmlos und bescheiden. Dennoch verfügt es über eine gehörige Portion Macht, weil sich mit ihm mehr machen lässt als man vermuten mag. Ein Nachteil: Es macht der Verben-Vielfalt den Garaus!

„Die Macht des Machens“ eine sehr gute Sendung  der Deutschen Welle: Alltagsdeutsch

Zitat:

Zu bedenken ist, dass ein differenzierter Wortschatz auch Träger kulturellen Erbes ist. Wer nur auf das Verstehen eines Textes achtet und deshalb die einfachere Ausdrucksweise bevorzugt, fügt seiner Sprache mit der Zeit Verluste zu. …Gewarnt sei aber auch vor Übertreibungen. Wer ein gutes Deutsch schreiben und sprechen will, muss das Wort machen nicht zwangsweise vermeiden. Er läuft sonst Gefahr, sich gestelzt auszudrücken.

Herkunft aus Wiktionary:

Aus indoeuropäisch *mag- „kneten“. Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf „Wände mit Lehm verschmieren“ zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten.

westgermanisch: althochdeutsch machôn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte.

Noch mehr Beispiele:

Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig: http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=machen

DWDS:http://www.dwds.de/?kompakt=1&qu=machen

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