Neustes aus der Szene: szenesprachenwiki.de

Eine tolle Idee! Man sammelt in einem Wiki Vorschläge für die aktuelle Ausgabe des  Szenesprachen-Dudens. Dieser erscheint bereits seit 2000 und bedarf unbedingt einer Aktualisierung. Für uns Lehrer ein gutes Werkzeug unsere Schüler besser zu verstehen bzw. im DaF-Unterricht auch die aktuelle Jugendsprache einzubeziehen. (oder einfach nur die Schüler:

bespaßen

Wortart

  • Verb (Tunwort)
Bedeutung
  • Jemanden auf lustige Weise (aber evtl. lustlos) unterhalten, jemandem einen Spaß angedeihen lassen
Beispiele
  • Damit das kleine Kind nicht ständig schreit, muss es regelmäßig bespaßt werden…

700 bis 1000 Wörter sollen ins Buch aufgenommen werden, Wörter, die „einerseits tatsächlich verbreitet sind, andererseits aber noch nicht in traditionellen Wörterbüchern verzeichnet sind“. Das neue Wörterbuch solle Wörter erklären, „die breiten Kreisen der Sprachgemeinde wirklich neu sind“. Altbackene Begriffe sollen also tabu sein – ein absolutes „NoGo“. aus FR-ONLINE

Beispiele:

„Blogorhö“ (unkontrollierte, durchfallartige Geschwätzigkeit im Internet – wie Diarrhö; neuerdings auch: „Twitterhö“)

„Castingopfer“ (Menschen, die zum „Fremdschämen“ schlecht singen und sich trotzdem bei TV-Castingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ bewerben und blamieren).

Auch ohne Zusatz hat das Wort „Opfer“ in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Karriere gemacht. Teenager-Dialog in der Straßenbahn einer deutschen Großstadt: „Gehst Du heute Training?“ – „Nein, ich schaff’s nicht.“ – „Du bist ja opfer.“ Das Wort bedeutet so viel wie „mies“ oder „extrem schlecht“. Es wird also nicht mehr nur als Substantiv, sondern auch als Adjektiv verwendet.

Entwicklung neuer technischer Begriffe:

„Youtuben“, „Twittern“, „Egogoogeln“ (selbstvergewissernde Suche nach sich selbst im Internet) oder aber „Cyberstalking“ (Recherchieren von anderen Personen im Internet, um mehr über sie zu erfahren).

Kofferwörter:

= zusammengezogene Begriffe wie etwa „Smirting“ (das Flirten unter Rauchern – seit „Smoker“ wegen der strengeren Gesetze ins Freie müssen), „smexy“ (gemorphed aus „smart“ (schlau) und „sexy“), „Crackberry“ (Crack und Blackberry verschmelzen zu der Sucht, ständig erreichbar zu sein) oder aber „Bankster“ (Mischung aus Banker und Gangster – im Zuge der Finanzkrise ein Wort für Banker, die moralisch schlecht handeln).

Zitate aus: aus FR-ONLINE

Hier geht es zum: http://szenesprachenwiki.de/words/verzeichnis/

Schon früher im Landeskunde-Blog beschrieben:

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s