Twitter – Dorftratsch im Web?

„Dorftratsch im Web -Was so toll an Twitter ist“: ist ein interessanter Artikel, den ich auf FR-Online gefunden habe. Da ich gerade „schülerlos“ bin, (noch keine Ferien, aber auch kein Unterricht) werde ich den Artikel für das kommende Schuljahr aufbereiten. Ich werde den Text mit meiner 13. Klasse lesen, mit der ich auch schon erste Twitter-Erfahrungen sammeln konnte. Folgenden Auszug fand ich erwähnenswert:

Was aber ist nun so toll daran, sich den ganzen Tag Banalitäten zuzuschreiben? „Diese Textbotschaften sind im Grunde das, was man sich früher auf der Straße erzählte“, meint Döveling. „Heute geht das meist nicht mehr, weil man gerade ganz woanders ist als die Leute, die man kennt.“ Gerade der Austausch von Belanglosigkeiten vermittele das „mediatisierte Gefühl einer virtuellen Intimität“ – ein Gefühl der Nähe trotz räumlicher Distanz.

Meine Erfahrungen sind ganz andere. Über Twitter habe ich kaum Banalitäten ausgetauscht. Jeder Nutzer ist für sein Netzwerk selbst verantwortlich, kann wichtiges von Unwichtigem trennen. Das -„Gefühl der Nähe trotz räumlicher Distanz“ gibt es auch bei mir, aber ich sehe es eher positiv. Viele interessante Leute, Seiten oder Ideen hätte ich so oder so schnell nicht kennen gelernt. Deshalb hat sich für mich folgender Satz schon bewahrheitet:

„Es kann hier eine gefühlte Gemeinschaft zwischen eigentlich einander Unbekannten entstehen, die durch diese Kommunikation eine verbindende Plattform des Austauschs finden.“

Eine gute Zusammenstellung von möglichen Twitter-Szenarien fand ich auf dem Blog von Fontanefan. Hier der Post

Twitter: Monolog oder Dialog

Es gibt bei Twitter viele Arten von Kommunikation:
1. Statusnachrichten wie: stehe an der Bushaltestelle, SZ+Tee, habe Chili mit zu viel Basilikum gekocht (im Prinzip einlinig)
– selbst die fordern gelegentlich zu direkten Reaktionen heraus
2. Nachrichten oder eindrucksvolle Zitate (einlinig)
3. Hinweise auf Internetseiten, sehr häufig Blogs.
– Der Leser geht auf die Seite und entscheidet, ob er nur überfliegt, liest, speichert oder kommentiert oder gar einen eigenen Blogartikel dazu schreibt.
4. Meinungen, die Kommentare herausfordern
5. Anfragen: Wer kennt einen guten Pudelfriseur?
6. Gezielte Ansprache eines Gesprächspartners, oft über mehrere Tweets hinweg (Spezialist dafür: jeanpol)
Nr.3 verlegt den evtl. Dialog nach außerhalb, Nr.4-6 sehen Dialog in Twitter vor.

Siehe auch im Blog:

Twittern in Daf!?

Twitter im Unterricht – ein Nachtrag

Twitter Group: DaF-Lehrer

Listen für DaF-Twitterer

Twittern mit Schülern geht weiter

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