Chancen von Web2.0-Tools im Fremdsprachenlernen

Heute wollte ich eigentlich nur auf zwei Präsentationen verweisen, die schon vor längerer Zeit erschienen sind. Dabei wurde mir wieder klar, auf welchem dünnen Eis wir uns „Web2.0-Lehrer“ bewegen. Dünn, weil die Anwendung von Web2.0-Tools eher die Ausnahme ist, aber auch was die Akzeptanz unter Kollegen und Schulinstitutionen angeht.

Mag sein, dass dies an Universitäten oder Sprachschulen anders aussieht, aber an Schulen und in Behörden fehlt es oft an dem nötigen Verständnis bzw. an Unterstützung. Leider sehen viele (besonders in Deutschland) im Internet zuerst die drohenden Ge- (Ver-)fahren, anstatt dessen Potenziale. Man kann auch anführen, dass Lehrer und deren Institutionen meist konservativ sind und nur auf einen bewiesenen (persönlichen) Nutzen reagieren. Daneben ist es leider so, dass der Lernfortschritt für die Lerner noch nicht eindeutig nachgewiesen wurde und dadurch eine gewisse Ursicherheit resultiert..

Folgende Präsentation zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten des interaktiven Internets für den Fremdsprachenerwerb sind. Hier den Überblick zu behalten, ist für viele Lehrer unmöglich. Auch ich ertappe mich dabei, mich in diesem breiten Angebot zu verlieren. In den letzten Jahren sind so viele Tools entstanden, die alle zum Anwenden einladen und zu denen interessante Blogeinträge erschienen sind, die mögliche Szenarien beschreiben, aber kaum Eingang in die Unterrichtspraxis gefunden haben.

Es gibt natürlich auch einige Beispiele, die erfolgreich das Internet einsetzen (DaF-Nord, DeutschLernNet), aber diese sind, (zum Beispiel bei meinen Kollegen) noch zu wenig bekannt.

Ressourcen im Web2.0 und projektbasierte Lernszenarien im Sprachunterricht von Bernd Rueschoff (Universität Duisburg-Essen)

Nachstehende Präsentation zeigt, wie wichtig geplantes Vorgehen für die Arbeit in Wikis ist. Besonders erwähnenswert halte ich die 5 (6) aufgestellten (einfachen) Regeln für den erfolgreichen Einsatz von Wikis, die sich mit meinen Erfahrungen decken:

1. Die Bedienung des Wikis muss geübt werden.

2. Zielen und Regeln sind klar formuliert.

3. Eine Vorstrukturierung erleichtert den Einstieg. (Struktur geben, Überblick schaffen, Einstieg erleichtern)

4. Die Mitarbeit am Wiki ist interessant und macht Spaß.

5. Die Arbeit am Wiki ist eine gemeinsame Aufgabe.

Und die Regel 6: Es gibt keine Regeln! Selber ausprobieren und Erfahrungen austauschen!!!!

Wikis in der Schule – Potenziale für kooperatives Lernen beschreibt die Wirkungsfähigkeiten von Wikis für den Bildungsbereich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s