Behinderte Schüler in Deutschland

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Wieder ein  Thema, das den Schulalltag in Deutschland betrifft und ein wichtiges soziales Problem anspricht: Wie gehen wir mit Behinderten in unserer Gesellschaft um. Von außen betrachtet, könnte man meinen, dass die Bundesrepublik im Umgang mit behinderten Personen eher eine Vorbildfunktion hätte. Jedenfalls sehe ich das so, wenn ich an die Situation denke, die ich in Belarus oder hier in Ungarn kennen lernte oder lerne. Der taz-Artikel Aussortiert und abgesondert-Behinderte Schüler in Deutschland zeichnet ein ganz anderes Bild:

In Deutschland werden heute nur 15 Prozent der Schüler mit sogenanntem sonderpädagogischen Förderbedarf in die normalen Schulen integriert. 85 Prozent werden in Schulen gesteckt, in denen sie unter sich bleiben – so wie die achtjährige Conny. In den anderen Ländern der Europäischen Union ist das Verhältnis umgekehrt.

Mehr als 400.000 Kinder und Jugendliche werden in Deutschland ausgesondert, das ist knapp jeder 20. Schüler. In Italien und Norwegen kommt noch nicht einmal jeder 200. Schüler auf eine Sonderschule. Und es sind nicht nur die Schwerstbehinderten, die Downsyndrom-Kinder, die Querschnittsgelähmten und Autisten oder Gehörlosen, die auf deutschen Sonderschulen landen, sondern auch die Hyperaktiven, die Rechenschwachen, die Aggressiven. Oder einfach nur die Armen und die Ausländerkinder.

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