Vorurteile Ost West

Heute ein älterer Post aus meiner myblog-Landeskundeseite, die ich nach und nach auf wordpress übertrage. Nach 18 Jahren Einheit ist das Thema weiter ein Dauerbrenner und macht ein Teil der Spezifik Deutschlands aus. Da sich auch einige Links geändert haben, bringe ich den Link-Tipp in aktualisierter Form.

Gefunden habe ich die Texte auf Spiesser.de, einer sehr guten deutschen Jugendzeitschrift. Die Texte sind also für unsere Zielgruppe bestens geeignet. Hier werden viele aktuelle, provokante Themen angesprochen und im Internet diskutiert.

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Sind Wessis oberflächlich und Ossis trottelig?
Der SPIESSER-Vorurteile- Schwerpunkt: Von Ost-West- Vorurteilen und klaren Fakten

Die Meinungen der Jugendlichen, die ihren Vorurteilen freien Lauf lassen, werden von einem „Experten“ kommentiert und durch Fakten ergänzt.  (Schluss mit den Vorurteilen: Hier sind die Fakten)

Dadurch lernt man nicht nur die unterschiedlichen Sichtweisen der jungen Deutschen auf dieses Problem kennen, sondern bekommt nebenbei Einblick, wie Vorurteile entstehen und sich verfestigen.

Witzig fand ich den Text: Ich, das Vorurteil: So entstehe ich, so tarne ich mich, so überlebe ich…, den man im Unterricht unbedingt einsetzen sollte. Vielleicht schreiben die Schüler selbst, über ihr(e) Vorurteil(e), ihre Erfahrungen und vielleicht mögliche Strategien mit Herrn/ Frau Vorurteil umzugehen.

Übrigens hat die SPIESSER-Autorin Anne Hähnig für die Seiten des „Wende-Spezial“ den Einheitspreis der Bundeszentrale für politische Bildung erhalten. (Ein Preis für Vorurteile – SPIESSER räumt ab)

Gratulation!

Zum Thema Wiedervereinigung und deren Folgen findet sich auch eine Seite auf dem Landeskunde-Wiki:

Thema: Deutsche Teilung und Wiedervereinigung

Weitere Links:

  • DDR Alltagsgeschichte: Ostalgie: Ist da was dran?

„Nudossi, Süßtafeln, Vita Cola: So schmeckt für viele Ossis die Vergangenheit. Ist es Ostalgie, wenn sich viele ehemalige DDR-Bürger nach den Aromen ihrer Kindheit sehnen? Gabriele Bondy, die selbst ihre Kindheit im Osten verbracht hat, erzählt von Menschen, die sich darüber ärgern, wenn heute Braunkohle- und Trabbigestank verklärt werden, die sich mit Kopfschütteln an die Zeit erinnern, in der stundenlanges Anstehen nach Lebensmitteln die Realität der Mangelwirtschaft war.“

Zitat:

„Selbst 16 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands, existieren noch immer etliche Diskrepanzen im Zusammenleben zwischen den Bewohnern der Alten Bundesländer und denen der Neuen Bundesländer.

  • viele Verhaltensmuster sind unterschiedlich,
  • es gibt Vorurteile und Stereotype, die ´Ossis´ gegenüber ´Wessis´ (und umgekehrt) haben,
  • es gibt Unterschiede in der Sprache

In dieser Lerneinheit möchten wir mit Dir vor allem möglichen Ursachen dieser Unstimmigkeiten auf den Grund gehen und Dich für diese sensibilisieren. So dass Du Dir, wenn Du damit konfrontiert wirst, zum Beispiel einige Verhaltensmuster erklären und besser einschätzen kannst und mögliche Missverständnisse erst gar nicht auftreten.

Dabei wollen wir Dir kein statisches Wissen vermitteln und nichts werten, sondern von Erlebnissen und Erfahrungen ausgehen, die wir selbst, beziehungsweise unsere Verwandten und Bekannten zu diesem Thema gemacht haben. „

  • Lebensqualität in Ost und West – ein Vergleich

http://www.zum.de/Faecher/Materialien/dittrich/Pruefung/lebensqualitaet_im_vergleich.htm

 


One thought on “Vorurteile Ost West

  1. Hallo….

    nun, vielleicht sollte man zu einem solchen Thema heute nichts mehr schreiben, vielleicht sollte man es einfach ignorieren, aussitzen eben, warten, bis alle die Zeiten der Teilung vergessen haben. Aber so einfach ist es nicht.

    Das Fernsehen in Deutschland tut leider sein bestes, die Unterschiede zwischen Menschen, die zufällig irgendwo geboren wurden, immer wieder von neuem aufzuzählen. Damit man es nicht vergisst, werden auch stets Vorurteile bedient, wenn es möglich ist. Statistiken sind eine wichtige Stütze dieses Systems.

    Dabei gibt es Menschen in Deutschland, denen man nicht ansieht woher sie kommen, ihre Sprache ist weder typisch ost- noch west-deutsch, sie hat sich über 18 Jahre herausgebildet. Kein eindeutoger Dialekt verrät etwas, und sie reden nicht permanent darüber, sind vielleicht sogar etwas erbost, wenn sich ihr Gegenüber anschickt, zu ergründen, ob sie eine ost- oder west-deutsche Vergangenheit hatten.

    Und es ist wirklich vorbei. Man braucht es nicht zu wissen, da es so viele Ereignisse und Momente im Leben jedes einzelnen gibt, die viel prägender sein müssen, als eine Zeit, die nun schon so lange vorüber gezogen ist.

    Meiner Auffassung nach ist es sogar schlecht für den Menschen, wenn er seine Individualität einer platten Ost-West-Attitüde opfert. Daher wünsche ich mir eine Welt, in der Herkunft und Sozialisierung nicht als Basis des Lebensweges, sondern bloß marginale Momentaufnahme, vielleicht als Ausgangspunkt, keinesfalls indes als Wegweiser oder mentaler Halt missverstanden wird.

    viele Grüße

    catulus

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