Kurzanimationsfilme für DaF – Kurz und Gut macht Schule Teil 2


Nach dem großen Erfolg der Kurzfilmsammlung “Kurz und gut macht Schule” bietet das Goethe-Institut eine Fortsetzung. Diesmal sind es Kurzanimationsfilme, die auf einer DVD veröffentlicht werden. In den Bibliotheken des Instituts sollen diese ab Februar 2013 zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Interessant ist das Prozedere, wie die Filme ausgewählt wurden: “Die endgültige Auswahl der Filme traf eine Jury aus Schülern und Collegestudenten.”

Diesmal finden sich 11 Kurzanimationsfilme auf der DVD, die zum größten Teil zwischen 2005 und 2011 entstanden sind. Ergänzt werden die einzelnen Filme durch didaktische Materialien, die sich auf der Projekt-Website befinden.

Ich bin gespannt, wie die Resonanz unter den DaF-Lehrenden sein wird. Einige Filme, wie zum Beispiel “Balance” hatte ich schon früher für den Unterricht in Betracht gezogen, aber dann wieder verworfen. Um so mehr freue ich mich auf die Ideen und Anregungen, die auf der Seite zu finden sind bzw. die daraus entstehen werden.

Teilweise findet man einige Animationsfilme der DVD seit längerer Zeit auf Youtube. Diese sind manchmal von schlechter Qualität und auch ist es nicht sicher, wie lange diese verfügbar bleiben.

Hier einige Beispiele:

1. Der schon erwähnte Film “Balance”:

Lernmaterialien Filmschule DaF:
Balance – Arbeitsblätter (PDF, 158 KB)
Balance – Hinweise für Lehrende (PDF, 47 KB)

2. “Kein Platz für Gerold”

3.Kater

Kater – Arbeitsblätter (PDF, 217 KB)
Kater – Hinweise für Lehrende (PDF, 50 KB)

4. “Das Rad” (Leider nicht mehr Deutsch)

Man erfährt von der Menschheitsgeschichte aus der Sicht sprechender Steine.

Hier fand ich interessant, dass zwei unterschiedliche Didaktisierungen entstanden sind: Alternative 1 wurde in Bangalore/Südindien mit indischen Kursteilnehmern entwickelt. Alternative 2 wurde in San Francisco mit amerikanischen Kursteilnehmern entwickelt. Begründet wurde dies mit dem Verweis aus “unterschiedliche, kulturell verschieden geprägte Herangehensweisen”

Diese Herangehensweise finde ich sehr sinnvoll und es wäre zu wünschen, dass es bald eine Möglichkeit gibt, interkulturell unterschiedliche Filmdidaktisierungen auf einer gemeinsamen Seite zu veröffentlichen.

Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 1 (PDF, 156 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 1 (PDF, 33 KB)
Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 2 (PDF, 313 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 2 (PDF, 40 KB)

Links:

Wiki-Workshop in der DaF-Community (7.12.2010)


Einen Wiki-Workshop online durchzuführen, ist für mich auch etwas Neues. Am Dienstag werde ich dieses Experiment mit den Mitgliedern der DaF-Community wagen. Wir werden uns im Live-Online-Raum der DaF-Community treffen, wo die Teilnehmer unter Anleitung schrittweise die Arbeit in einem Wiki (hier im ZUM-Wiki) erlernen werden. Geplant sind folgende Punkte:

  1. Begrüßung
  2. Kurzvortrag zum Projekt „Meine Lieblingsmusik“
  3. Erste Schritte im Wiki:
    1. Anmeldung im Wiki
    2. Formatierung
    3. Verlinkung
    4. Anlegen eigener Wiki-Seiten
    5. Erstellen von Quiz-Aufgaben
  4. Diskussion
  5. Schluss

Natürlich können wie immer auch Gäste teilnehmen. Alle Interessierte sind hiermit herzlich eingeladen:

Weitere Informationen auf dem Blog der DaF-Community

Youtube haftet für Nutzer


Interessantes Urteil gefunden bei Silicon.de:

Die Richter (Landgericht Hamburg entschieden (Urt. v. 03.09.2010 – Az.: 308 O 27/09))

erklärten, dass YouTube als Betreiber und Anbieter des Portals für die Urheberrechtsverletzungen seiner User hafte. YouTube mache sich die Inhalte der Nutzer zu Eigen, so dass für das Internet-Portal erhöhte Prüfpflichten bestünden.

YouTube sei verpflichtet, sich für jeden hochgeladenen Inhalt, die Rechte einräumen zu lassen. Für die Rechteeinräumung reiche es allerdings nicht aus, dass der User eine formularmäßige Versicherung abgebe, da YouTube auch anonym genutzt werden könnte. Insofern habe ein einzelfallbezogener Nachweis zu erfolgen.

Aus: http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41539491,00/urheberrecht_youtube_haftet_fuer_nutzer.htm

Märchen aus aller Welt


Ängste, Träume, Wünsche und Wunder, das alles findet man weltweit in Märchen. Die Deutsche Welle präsentiert in einer neuen Multimedia-Reihe im Internet ein interessantes Projekt mit dem Titel “Märchen aus aller Welt”. Das Material stammt von Mitarbeitern des deutschen Auslandssenders aus Ländern wie Australien, Afghanistan, China, Dänemark, Indien und vielen mehr. Diese erzählen ihr Lieblingsmärchen in der Originalsprache.  Die Märchen werden in einer  animierten Version -von Ulla Schmidt (hier ein Porträt) – auf Deutsch präsentiert.

Den Text des Märchens gibt es mit Bildern aus der Animation in einer PDF-Datei. Ein Beispiel das Märchen aus Bangladesch: ‘Die sieben Champaka-Brüder’ als PDF / So klingt das Märchen auf Bengali!

Das Material eignet sich auch für den Unterricht, wobei ich die Möglichkeit zum interkulturellen Vergleich als wichtigsten Grund für einen Einsatz sehe. Natürlich ist diese Idee, Lieblingsmärchen aus aller Welt zu sammeln und mit anderen zu teilen, sehr gut für Projekte im Internet geeignet. Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler zum Beispiel mit voicethread (Beispiel hier) ihre Märchen veröffentlichen. Sie könnten Bilder zeichnen, diese einscannen, Texte verfassen, mit Musik unterlegen und vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Schülern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kooperativ neue Märchen auf voicethread entstehen lassen. - Hier hatte ich das (eine kleine Weihnachtsgeschichte) gemeinsam mit einer Kollegin versucht. -

Die entstandenen Arbeiten lassen sich z. B. auf http://www.netvibes.com (Beispiel), auf Moodle oder auch im Wiki (Beispiel) einbinden. Hier kann man diese vergleichen und die besten Beiträge auswählen.

Ein Video der DW zum Thema Märchen:



und weiter Links:

Dass Märchen auch grausam sind, wissen wir natürlich aus “Hänsel und Gretel”, “Rotkäppchen” und weitern deutschen Märchen. Auch in anderen Ländern geht es nicht zimperlich zu, wie folgendes Zitat zeigt:

Da erzählten die Knaben ihm die Geschichte der grausamen sechs Königinnen.
Endlich verstand der König. Voller Zorn verbannte er die sechs Frauen, so viel
sie auch weinen und um Gnade betteln mochten, bat seine jüngste Gemahlin
demütig um Verzeihung und lebte danach glücklich und noch viele Jahre mit ihr
und den sieben Kindern.

Aus: http://www.dw-world.de/popups/popup_pdf/0,,6237628,00.pdf

Vielleicht interessiert Sie auch das:

Aktuelle Infografiken zum Thema “Jugend 2010″


In der aktuellen Shell-Jugendstudie “Jugend 2010″ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Textzusammenfassung als Kunst


Vielleicht passt diese Idee ganz gut zu dem gestrigen Beitrag. Da ging es u.a. um den Aufgabenteil Schriftliche Kommunikation in der DSD II – Prüfung (B2/C1). Hier verlangt der erste Arbeitspunkt eine Textzusammenfassung (Herausarbeitung wichtiger Aussagen aus Text und Grafik). Der Comiczeichner und Poet Austin Kleon hat eine ganz ungewöhnliche Art mit Textkürzungen umzugehen. Er macht daraus Kunst. Das funktioniert ganz einfach. Man braucht nur eine Zeitung und eine Idee. Der  Text wird  so lange geschwärzt, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Das Ganze nennt er “Newspaper Blackouts”,  die es sogar schon als Buch gibt.

Hier ein Beispiel: FOREIGN LANGUAGE REQUIREMENT

Und hier sieht man, wie es gemacht wird:

Internet-Detektive im Wiki


Viele von euch kennen die Aufgabe “Müll-Detektive” (Aus dem Buch “Handeln und Sprechen im Deutschunterricht” von Rainer E. Wicke) In diesem Spiel geht es darum, dass die Lerner aus dem Inhalt dreier Mülltonnen bestimmte Eigenschaften und Vorlieben von jeweils drei Familien herausfinden sollen. Ich nutze die Aufgabe sehr gern, weil neben der Erweiterung des Wortschatzes, viele landeskundliche Informationen zu gewinnen sind. In Gruppenarbeit müssen die Schüler mit ihrem vorhandenen Wissen aushandeln, ob zum Beispiel die Familie Kinder hat, welchen Hobbys sie nachgehen oder wohin sie in den Urlaub fahren. Gute Schüler finden auch zusätzliche Informationen, die so nicht gefordert sind, wie politische Einstellungen oder erfinden ganze Liebesgeschichten. So nutze ich die Aufgabe auch dazu, um kleine Geschichten schreiben zu lassen oder dieselbe Aufgabe, aber mit umgekehrten Vorzeichen, neu erstellen zu lassen: Drei ungarische Mülltonnen – sagen etwas über drei ungarische Familien.

Das letzte Mal hatte ich eine andere Idee. Ich fragte die Schüler, welche Dinge ebenso etwas über eine Familie oder eine Person aussagen würden. Spontan wurden genannt: Damenhandtasche, Schreibtisch, Bücherregal und besuchte Internetseiten.

Die Schüler entwarfen Fragen, die die Personen charakterisieren sollten, und erstellten eine Liste mit den typischen Dingen. Zwei Aufgaben waren so gut, dass wir diese im Wiki einstellen konnten, um diese in einer Unterrichtsstunde zu lösen:

Hausaufgaben – Was erfahre ich über die Familie oder Person?

Besonders gefreut habe ich mich über die Aufgabe Besuchte Internetseiten. Hier hat ein Schüler die gesamte Aufgabe selbstständig entwickelt. Er gibt 7 von einer fiktiven Person besuchte Internetseiten vor und stellt dazu Fragen in Form eines online Kreuzworträtsels. Auch die Schüler waren von dieser Idee begeistert. Ich hoffe, dass noch weitere Aufgaben im Wiki folgen werden.

Filmempfehlung No.3


“French Roast” – Eines meiner Lieblingsvideos. Der französische Animationsfilm von Fabrice O. Joubert wurde in der Kategorie “Animierter Kurzfilm”  für den Oscar nominiert. Ich finde ihn technisch brillant gemacht, man achte auf den Spiegel, und zeitlos in seiner Aussage. Zwischen 2008-2009 mit einer Menge von Preisen bedacht, wie man auf der Homepage zum Film ersehen kann.

Am Anfang des Films scheint die Welt noch in Ordnung, jeder spielt seine Rolle, jeder entspricht den gängigen Vorurteilen. Doch dann stimmt nichts mehr …

Siehe auch:

Filmempfehlung No.1


Ein 8 Minutenfilm, der ohne Sprache auskommt, eignet sich sehr gut für den Unterricht zu den Themen: Alter, Tod, Sterbehilfe, Grenzen der Medizin

The Lady and The Reaper | La Dama y La Muerte

Viel Spaß!

Homepage zum Film: http://www.ladamaylamuerte.com/

Siehe auch:

Second Life und DaF – ein Erfahrungsbericht


Über Twitter bin ich auf folgenden Vortrag zum Thema Second Life und DaF aufmerksam geworden. In den letzten Wochen wurde dies ja häufiger in Blogs diskutiert und ausprobiert:

Was kann man von einer Flasche Rotwein über die deutsche Grammatik lernen? Möglichkeiten und Grenzen des Fremdsprachenunterrichts im Second Life – ein Erfahrungsbericht.“von Hajnalka

Im Projekt Bildungsreport On Air berichten Reporterinnen oder Reporter- zum Beispiel heute am 26. Februar über den Fernstudientag 2010 zu Themen wie „distance learning, online communities und social software“.