Audio-Dialoge ordnen


Cornelia vom DaF-Blog war in den letzten Tagen sehr fleißig und hat in ihrem Blog eine Reihe ausgezeichneter Blogeinträge verfasst. Eine interessante Unterrichtsidee möchte ich hier kurz vorstellen: Audio-Dialoge ordnen

Cornelia verweist in ihrem Post auf einen Vorschlag von John Field Zuordnungsübungen audiobasiert durchzuführen.

Laut Field ist die Übung besonders gut dazu geeignet, die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die Beziehungen zwischen den einzelnen Sprechbeiträgen zu lenken.

Sie hat dazu eine  Übung mit dem Jmix-Modul von Hotpotatoes in zwei Versionen erstellt:

Wie das geht, erklärt sie hier: Anleitung: Audioordnungsübungen

Ich war von diesem Übungstyp so begeistert, dass ich gleich ausprobiert habe, ob diese Übung auch in MediaWiki funktioniert. Hier das Ergebnis im ZUM-Wiki:

Neuer Modellsatz DSD B2/C1


Der dritte Modellsatz für das Deutsche Sprachdiplom B2/C1 ist online:

Modellsatz ( Größe: 355 KB)

Handreichungen SK ( Größe: 356 KB

Hier können Sie die dazugehörigen Audiodateien herunterladen:

Hörverstehen Teil 1 ( Größe: 5 MB)

Hörverstehen Teil 2 ( Größe: 4 MB)

Hörverstehen Teil 3 ( Größe: 10 MB)
Jetzt gibt es auch den 5. Modellsatz:
Modellsatz 5 ( Größe: 175 KB)

Hier können Sie die dazugehörigen Audiodateien herunterladen:

Hörverstehen Teil 1 ( Größe: 6 MB)

Hörverstehen Teil 2 ( Größe: 7 MB)

Hörverstehen Teil 3 ( Größe: 15 MB)

Interessant dürften die Spezifische Hinweise zur Bewertung T2 2010 ( Größe: 343 KB) sein.

Hörbeitrag zum Thema: Deutsche Auslandsschulen


Gerade gefunden und noch online auf Deutschlandfunk zu hören: “Deutsche Auslandsschulen”

Sendezeit: 11.09.2009, 14:54

Leider ist der Text des Interview nicht verfügbar.

Alltagsdeutsch: Amtssprache


Da ich schon früher auf das Problem Behördendeutsch/ Amtssprache eingegangen bin, möchte ich die aktuelle Sendung Alltagsdeutsch der Deutschen Welle erwähnen:

Amtssprache

Umständlich ist sie überall auf der Welt: die Sprache von Ämtern und Behörden. Den Deutschen jedoch wird nachgesagt, dass sie in dieser Hinsicht wahre Meister sind – so dass wirklich niemand mehr etwas versteht.

Siehe auch den Post:

Aktualisierte Seiten für das Deutsche Sprachdiplom (DSD)


Die ZfA-Homepage wurde überarbeitet. Die Seite ist nun übersichtlicher und wurde mit vielen nützlichen Informationen ergänzt.  Neu ist zum Beispiel, dass die DASAN-Seiten mit integriert wurden. Für uns DSD-Lehrer ist es nun wieder möglich, aktuelle (offizielle) Informationen zur DSD-Prüfung abzurufen.

Der Bildungsserver bietet u.a. auch Seiten zum Deutschsprachigen Fachunterricht (DFU) und zu aktuellen

Wettbewerben und Projekten.

Auch die Suche nach einem Job als Auslandslehrer ist nun für Bewerber einfacher.

Aber nun zurück zum DSD. Endlich wieder online sind Modellsätze der DSD-Prüfung. Daneben gibt es die bekannten Handreichungen und das Handbuch. Diese Informationen sind auf dem neusten Stand und beschreiben die ab Herbst 2009 zu erwartenden Stufenprüfungen für die Kompetenzniveaus A2/B1 und B2/C1. Zitat aus dieser Seite:

Der Vorteil: Es wird ein Leistungsprofil des Schülers abgebildet, das sich ggf. über zwei Kompetenzstufen verteilt, was dem Fremdsprachenerwerbsprozess eher entspricht. Wer im Leserverstehen schon das Niveau B1 erreicht, aber in der Mündlichen Kommunikation noch auf dem Niveau A2 liegt, bekommt ein Diplom mit einer genauen Beschreibung der erreichten Kompetenzen. Das DSD weist die Niveaustufe in allen vier Fertigkeiten aus. Jedem Schüler wird so sein individuelles Sprachniveau bescheinigt.

Weitere Informationen zur neuen Stufenprüfung hier als Word-Datei: Neue Regelung und Stufenprüfung als PDF

Modellsatz B2/C1 (ZIP Größe: 277 KB)

HV-B2 Übung: Wann ist man erwachsen?


Wieder eine sehr gute Übung auf dem IIK Düsselblog:

Wann ist man erwachsen?: Wie gewohnt mit sehr guten Aufgaben auf einem Arbeitsblatt (PDF) und dem Podcast Link von WDR5. (B2-Niveau)

TIPP: Es lohnt auch der Blick auf die Ergebnisse des IIK Wikis:

Im Rahmen von Projektarbeit bzw. im Unterricht erstellen IIK-Teilnehmer in Gruppen von 2-4 Personen gemeinsam Texte zu vorgegebenen Themen im IIK Wiki.

Beispiel: Wie die Deutschen leben

Audacity für Zuhause


Nachdem meine Tochter (11) mir zum Geburtstag eine mit Audacity erstellte CD mit Klavierstücken und selbstgeschriebenen Gedichten und Geschichten geschenkt hat, bin ich davon überzeugt, dass dieses Programm wirklich “kinderleicht” zu bedienen ist. Auf Lehrer-Online gibt es nun dazu noch weitere Anregungen und Hinweise von Elisabeth Schallhart:

Ausgehend von eigenen Erfahrungen und mit praktischen Beispielen beschreibt die Autorin, wie unter Einbeziehung des Audioprogramms Audacity aktive und spielerische Mediennutzung in der Familie aussehen kann.

Audacity für Zuhause
Aktive Mediennutzung in der Familie am Beispiel des kostenlosen Audioprogramms Audacity

Die kleine Raupe Nimmersatt wird 40 Jahre alt


Beliebt auch im DaF-Unterricht. (Plusquamperfekt) :-)

Einen guten Artikel findet man auf SZ-ONLINE.

Und hier der Meister selbst:

Ihr Schöpfer Eric Carle liest den Kinderbuch-Klassiker vor. “Und satt war sie noch immer nicht…

und hier der Film:

Ach ja und dann noch das:

Ein … mediales Highlight in der Raupen-Karriere war auch der Tag im Jahre 1999, an dem der damals zukünftige US-Präsident George W. Bush “Die kleine Raupe Nimmersatt” zu seinem Lieblingsbuch erklärte. Das Werk habe ihn, so gab er bekannt, beim Heranwachsen beeinflusst. SZ

Aber dafür kann das Buch ja nichts. ;-)

Ist die „Sprachmauer“ gefallen?


Ich muss mich ja fast schon entschuldigen, dass ich wieder auf einen Text des Goethe-Instituts verweise, aber dieser passt ausgezeichnet in  die Unterrichtseinheit, die ich gerade unterrichte. In dieser UE geht es um das Buch “Am kürzeren Ende der Sonnenallee”. Viele werden den Film kennen und vielleicht nur die lustigen Szenen in Erinnerung haben. Durch das Buch bekommt man einen tieferen Einblick in den DDR-Alltag. Auch die Sprache spiegelt die damalige Zeit wider. Gerade das macht das Buch für DaF-Lerner einerseits problematisch, andererseits bietet es auch die Möglichkeit zur Sprachreflexion. Gab es nun wirklich eine eigenständige DDR-Sprache und wie sieht es heute damit aus? Im Text “20 Jahre nach der Wende: Ist die „Sprachmauer“ gefallen?” findet man einige Antworten:

So groß, dass man von einer DDR-eigenen Ausprägung der deutschen Sprache – ähnlich den nationalen Varietäten in Österreich oder der Schweiz – hätte sprechen können, waren die Unterschiede zwischen Ost und West nie.

Gravierender waren semantische Abweichungen: Eine Alltagsvokabel wie „Einkaufen“ beispielsweise hatte zwar für West- wie für Ostdeutsche die gleiche Grundbedeutung. Fragte man sie jedoch danach, was ihnen spontan dazu einfalle, nannten Ostdeutsche vor allem negativ besetzte Begriffe wie „Schlange stehen“, „leere Läden“ oder „sinnlose Rennerei“. Für Westdeutsche war das Wort „Einkaufen“ hingegen positiv besetzt, denn sie kannten keine leeren Geschäfte und mussten für Produkte des täglichen Bedarfs selten anstehen – und vergeblich schon gar nicht.

Und heute?

Nur eine Handvoll Ausdrücke haben überdauert. Missverständnisse und Kommunikationsschwierigkeiten lösen sie aber nicht mehr aus. Denn inzwischen sind sie so gut in die gesamtdeutsche Sprache „integriert“, dass viele Westdeutsche – anders als beim „Broiler“ – gar nicht wissen, dass sie DDR-Sprache verwenden, wenn sie sagen: „Fakt ist …“, „Das haben wir angedacht.“ oder „Das wurde abgenickt.“

Also dürfte folgendes Video nicht mehr ganz aktuell sein (aber immer wieder witzig):

Der GI-Artikel kann auch gehört werden: Vorlesen oder  Download MP3 (Leider ist die Betonung gewöhnungsbedürftig.)

Konkrete Beispiele finden sich u.a. in der Wikipedia: DDR-Sprachgebrauch und hier:

Und in der Sprachbar der Deutschen Welle (vom 29.08.2007) Weitgehend ausgestorben – DDR-Sprache: Text, Übungen zum Ausdrucken und natürlich als Audio: Sprachbar: Weitgehend ausgestorben – DDR Sprache – die Folge hören (MP3)

Im DSD-Wiki habe ich einige Seiten zum Buch: “Am kürzeren Ende der Sonnenallee” gestaltet. Wichtige Themen sind das Leben in der DDR und die Wiedervereinigung. Hier kann man Ideen und Materialien auswählen und, angepasst an die Bedürfnisse der Lerngruppe, zu einer UE zusammenstellen. Der “Baukasten” funktioniert als UE on- und offline. Der Inhalt kann einfach kopiert und zu einer neuen Wiki-Seite oder als Arbeitsblatt verändert werden. Neue Ideen sind dabei natürlich willkommen und können entsprechend des Wiki-Prinzips den Baukasten erweitern.

Über die Zukunft heutiger Lernplattformen


Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Was wird, was muss sich ändern? Welche Rolle werden die neuen Medien spielen?

Eine Voraussage, wie Computer, Internet und Schulen in 20 Jahren aussehen könnten,  wagt Werner Hartmann. Seine 10 Thesen findet man, kurz zusammengefasst, im Blog netzlernen.ch.

Interessant fand ich folgende dritte These:

In zehn Jahren spricht niemand mehr von den heutigen Lernplattformen.
Zitat: «Heutige Lernplattformen bilden gängige Schulstrukturen ab (…) Investitionen in starre, oft proprietäre und zentralistisch ausgerichtete Lernplattformen sollten deshalb heute kritisch hinterfragt werden.»

Dem kann ich nur zustimmen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob in 20 Jahren dieses Problem gelöst sein wird.

Meiner Meinung nach spiegeln die heutigen Lernplattformen wirklich die Realität an unseren Schulen wider.  Eine Veränderung wäre also nur möglich, wenn sich eine grundlegende Neuorientierung in unserem (europäischen) Schulsystem vollzöge. Wer in diesem System arbeitet, dürfte dabei seine Zweifel haben.

Die aktuelle Tendenz sieht die “abgeschirmten” Lernplattformen als Sieger. Hier kann die Lehrkraft wie in seinem geschlossenen Klassenraum schalten und walten und muss keine störenden Beobachter fürchten.  Kein Lehrer lässt sich ja bekanntlich gern in die Karten sehen. Keiner möchte “die Kontrolle verlieren”. Unterstützt wird diese Tendenz von der übervorsichtigen Schulbürokratie, die, unter dem Vorwand Schüler vor den Gefahren des Internets schützen zu müssen, abgeschlossenen Plattformen den Vorzug gibt. Und natürlich wäre da auch das aktuelle Urheberrecht zu nennen, das offene Lernformen im Internet eher erschwert.

Im DaF-Bereich scheint sich immer mehr Moodle durchzusetzen. Das Goethe-Institut, das die nötigen materiellen Ressourcen besitzt, bietet hierzu eine kompetente Weiterbildung an und hat dabei sicherlich ihr eigenes Klientel im Auge – das der Studenten bzw. Arbeitnehmer, die ja einen Großteil der GI-Deutschkursteilnehmer stellen.  Hier macht Blended Learning sicherlich Sinn und kann auch kommerziell genutzt werden. Ob eine wirkliche Verbesserung der Sprachkompetenz nachweisbar sein wird, werden zukünftige Studien zeigen müssen.

Und die Schule? Die Schule hat auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen, der im DaF-Bereich neben der selbstverständlichen Sprachkompetenz, die kulturelle, soziale, auch die Medienkompetenz (natürlich noch einiges mehr) beinhaltet.

Ist Moodle wirklich die richtige Antwort auf die sich ständig verändernde Medienwelt? Kann man Medienkompetenz in einem geschützten Raum erwerben?

Betrachtet man einige Lernplattformen  in DaF, dann fällt auf, dass ein Großteil der Aufgaben nach altem Muster funktionieren: LV oder HV als Multiple Choice,  “Beantworte die Fragen”, “Schreib deine Meinung”, “Ordne zu!” – Manchmal fühlt man sich in Zeiten der audio-visuellen Methode zurückversetzt – natürlich mit anderen Mitteln. Daneben gibt es auch die eine oder andere Schreibaufgabe, wo sich Lerner aus unterschiedlichen Perspektiven zu bestimmten Themen äußern können. Die Aussagen bleiben aber meist unkommentiert. Die Auseinandersetzung mit den Gründen der unterschiedlichen Ansichten kommt nicht zustande, eine Reflexion des eigenen Standpunktes im Spiegel der anderen Meinung fehlt.  Vielleicht beginnt gerade hier das Spannende am Internet, der wirkliche Mehrwert.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man das Potential des Internets nur dadurch nutzen kann, wenn man die Lerner aktiv an dessen Gestaltung beteiligt. Interkulturelle Projekte auf offenen (Lern)-Plattformen werden nicht nur die Lerner in ihrer Sprachkompetenz stärken, sondern sie auch befähigen, als kompetente und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten die Zukunft zu meistern.

Siehe auch:

Moodle bietet mittlerweile sogar die Möglichkeit, dass oft kritisierte System Schule mit allen als verkrustetet empfundenen Lernstrukturen virtuell 1:1 nachzubauen.