Gute Manieren in Deutschland


Die Deutsche Welle hat in ihrer Folge Alltagsdeutsch einen bemerkenswerten Beitrag zu Begrüßungsritualen und dem sogenannten “Guten Benehmen” in Deutschland veröffentlicht:

Wie begrüßt und wie verabschiedet man sich in Deutschland? Wie verhält man sich im Restaurant? Bezahlt der Mann oder die Frau? Manche Formen des Benehmens sind geblieben, andere haben sich im Laufe der Zeit geändert.

Downloads:

Zum “typisch deutschen” Thema Pünktlichkeit ist zu lesen:

Die Deutschen sind weltweit bekannt für ihre Pünktlichkeit. Bei manchen Gelegenheiten wird aber das sogenannte akademische Viertel noch abgewartet. Der Begriff stammt aus der Hochschulsprache und bedeutet, dass man fünfzehn Minuten später kommen kann.

Typisch Deutsch die Zweite


Gerade “geistern” zum oben genannten Thema wieder diverse Linktipps durch die Sozialen Netzwerke. Lustig zum Beispiel der Kurzfilm “Deutschland in 2 Minuten”.

Klar ist die alte/neue Frage hier besonders witzig dargestellt, aber auch wieder so oberflächlich, wie vieles, was man gerade im Netz finden kann.

Auch die englischsprachige Anleitung “How to be German in 20 easy steps – part 1” liegt auf ähnlichem Niveau, eignet sich aber von der Idee her (Anleitung formulieren: Wie wird man …) für Fortbildungen oder den Unterricht.
Einen etwas längeren Film bietet die ARD auf YouTube “Was ist eigentlich typisch deutsch?”

Bemerkenswert fand ich einen Kommentar auf der selbigen YouTube Seite – Zitat:

“Gähn… Sich ständig zu fragen, was typisch deutsch ist, ist sowas von typisch deutsch.” ;-)

Darüber lässt sich freilich diskutieren und zeigt vielleicht mehr über uns als die vielen Aufzählungen von lustigen Eigenarten.

 

PASCH-net jetzt ohne Log-in


Das ist doch einmal eine gute Nachricht. Endlich sind viele Inhalte von www.pasch-net.de ohne Registrierung und Log-in zu erreichen.  Und hier ist viel zu finden: aktuelle Texte über Deutschland, Didaktisierungen für den Deutschunterricht und eine Menge Ideen.

Daneben gibt es weiterhin für Lehrer und Schüler von PASCH-Schulen in der Community einen geschützten Raum zum Austausch.

Eine sehr gute Entscheidung ist, dass „Schulen, die nicht zum PASCH-Netzwerk gehören,( … ) sich projektbezogen auf PASCH-net registrieren (können), wenn sie ein Projekt mit einer PASCH-Schule auf PASCH-net durchführen möchten. Interessierte Schulen können an info@pasch-net.de schreiben.”

Hier die Links:

Schülerbereich:
http://www.pasch-net.de/pas/cls/sch/deindex.htm

Lehrerbereich:
http://www.pasch-net.de/pas/cls/leh/deindex.htm

d-seite – ein DaF-Angebot für Studenten


Heute ein Link-Tipp:  d-seite

Hier

findet man Materialien für Deutschlernende auf allen Niveaus. Der Schwerpunkt liegt auf Grammatik und Wortschatz für Lerner von der oberen Grundstufe bis zu den Uniprüfungen (DSH und TestDaF). Quelle

Beispiele:

Die Seite richtet sich also an  Studenten, ist aber auch für andere DaF-Lerner (DSD B2/C1) nützlich. Weitere Informationen, auch über den Autoren Gerhard Antretter, gibt es hier: Seiteninfo

Ich bin gespannt, wie sich die Seite in Zukunft entwickeln wird. Es scheint ein vielversprechendes Projekt zu sein.

Die Seite ist momentan Baustelle, (…). Bis zum Jahresende soll die Seite dann fertig sein. Quelle

Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache


Der Wihajster tauchte 1965 in einem polnischen Wörterbuch auf, als Bezeichnung für “einen gewöhnlich kleinen Gegenstand, dessen Bezeichnung dem Sprechenden nicht geläufig ist bzw. im Moment nicht einfällt”.

Das Zitat stammt aus einem wunderbaren Artikel auf Spiegel-Online, der die Perspektive auf eingewanderte Wörter einmal umdreht. Er verweist auf das Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache der Universität Oldenburg, welches man jetzt gratis im Web einsehen kann. Dazu gibt es ein Quiz, bei dem man erraten soll, in welcher Bedeutung das deutsche Wort im Polnischen gebraucht wird. Einige Wörter kann man auch im DaF-Unterricht raten lassen. Macht wirklich Spaß! Also, dann mal los:

Was bedeutet im Polnischen das aus dem Deutschen entlehnte Wort Ablegier?

Aus deutscher Perspektive hier im Blog: Ein ungarisches Wort ist das “beste” eingewanderte Wort natürlich gibt es dazu auch ein Quiz auf SPIEGEL ONLINE: IMPORTDEUTSCH-QUIZ: „Bloß keine Fisimatenten!“

Wiener Kaffeehäuser – Lieblingsort der Literaten …


… und auch sehr beliebt als DaF-Thema. Deshalb dieser Verweis auf einen aktuellen Beitrag auf Spiegel-Online:

Tratschen und diskutieren, Zeitung lesen und philosophieren: Das Wiener Kaffeehaus ist schon immer mehr Club als Café gewesen, beliebt bei Literaten und Touristen. Noch heute werden Fiaker und Einspänner auf einem Silbertablett serviert.

Hier in diesem Blog gab es zu diesem Thema schon mal einen längeren Beitrag: Kaffee- und Kaffeehaus- Kultur in Wien und Budapest

Aktuelle Infografiken zum Thema “Jugend 2010″


In der aktuellen Shell-Jugendstudie “Jugend 2010″ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“


Terminhinweis: Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“ am 14. September um 12 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin

Die Seite der Studie: hier

Hier eine weitere aktuelle Jugendstudie:

Passionsspiele in Oberammergau


In regelmäßigen Abständen informiert das Goethe Institut auf seinen Seiten über wichtige Ereignisse aus der deutschen Kunstszene: Künste

Im Bereich >  Theater >  Institutionen, Bühnen, Festivals geht es u.a. um ein wichtiges landeskundliches Thema: Theater als Brauchtum – Die Passionsspiele in Oberammergau (Juli 2010).

Als Passionsspiel werden christliche geistliche Dramen um die Passion, das Leiden und Sterben des Jesus von Nazaret bezeichnet. Karfreitagsspiele, Passionsspiele und die sich thematisch häufig überschneidenden Osterspiele waren im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in ganz Europa verbreitet. Sie sind oft als vielstündige oder mehrtägige Aufführungen unter Mitwirkung von zahlreichen Schauspielern angelegt. Aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Passionsspiel

Die Oberammergauer Passionsspiele sind die bekanntesten in Deutschland und finden nur alle 10 Jahre statt. Ihre Entstehung wird auf der Seite des GI so beschrieben:

1633 wütete die Pest im Ammertal. Um dem schwarzen Tod Einhalt zu gebieten, gelobten die Gemeindevorsteher „die Passions-Tragödie alle zehn Jahre zu halten“. Danach, so will es die Legende, ist kein einziger Oberammergauer mehr der Pest erlegen. 1634 wurde erstmals das Passionsspiel aufgeführt. 2010, fast drei Jahrhunderte später, steht etwa jeder zweite der 5.000 Oberammergauer auf der Bühne des Passionstheaters. Mitmachen darf, wer im Dorf von Geburt an gemeldet ist oder seit 20 Jahren dort lebt.

Hier das offizielles Informationsvideo Passion Oberammergau 2010:

Dieses einmalige Theatererlebnis wird heute aber auch kritisch gesehen. Die Begriffe Verkündigung, Spektakel und Geschäft zeigen die Spannweite möglicher Meinungen:

Tatsächlich ist die Passion für das Dorf bis heute ein gutes Geschäft. Doch allein mit der Gewinnsucht seiner Ausrichter lässt sich nicht erklären, wie sich das Spiel über all die Jahrhunderte hinweg behaupten konnte. Gestritten wurde im Dorf immer auch um die Sache; um die bestmögliche Darstellung des Heilsgeschehens. Aus:
http://www.goethe.de/kue/the/ibf/de6371278.htm

Auf den Seiten von BR-online kann man 5 Schlüsselszenen der aktuellen Aufführung Oberammergauer Passion 2010 in guter Qualität finden: Der Einzug in Jerusalem, die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, das letzte Abendmahl, Jesu Verrat und Verhaftung, Kreuzweg und Kreuzigung

Interessant für den Unterricht ist es, die Neuerungen in der aktuellen Aufführung zu suchen und Gründe für diese Veränderung zu diskutieren. Einige Informationen dazu kann man auch der oben erwähnten Seite des GIs entnehmen. Auch die Deutsche Welle hat über das Ereignis berichtet (DW-TV Reporterin Elena Ern blickt hinter die Kulissen der Passionsspiele). Der Beitrag eignet sich ebenfalls für den Unterricht:

Links:

Internet-Detektive im Wiki


Viele von euch kennen die Aufgabe “Müll-Detektive” (Aus dem Buch “Handeln und Sprechen im Deutschunterricht” von Rainer E. Wicke) In diesem Spiel geht es darum, dass die Lerner aus dem Inhalt dreier Mülltonnen bestimmte Eigenschaften und Vorlieben von jeweils drei Familien herausfinden sollen. Ich nutze die Aufgabe sehr gern, weil neben der Erweiterung des Wortschatzes, viele landeskundliche Informationen zu gewinnen sind. In Gruppenarbeit müssen die Schüler mit ihrem vorhandenen Wissen aushandeln, ob zum Beispiel die Familie Kinder hat, welchen Hobbys sie nachgehen oder wohin sie in den Urlaub fahren. Gute Schüler finden auch zusätzliche Informationen, die so nicht gefordert sind, wie politische Einstellungen oder erfinden ganze Liebesgeschichten. So nutze ich die Aufgabe auch dazu, um kleine Geschichten schreiben zu lassen oder dieselbe Aufgabe, aber mit umgekehrten Vorzeichen, neu erstellen zu lassen: Drei ungarische Mülltonnen – sagen etwas über drei ungarische Familien.

Das letzte Mal hatte ich eine andere Idee. Ich fragte die Schüler, welche Dinge ebenso etwas über eine Familie oder eine Person aussagen würden. Spontan wurden genannt: Damenhandtasche, Schreibtisch, Bücherregal und besuchte Internetseiten.

Die Schüler entwarfen Fragen, die die Personen charakterisieren sollten, und erstellten eine Liste mit den typischen Dingen. Zwei Aufgaben waren so gut, dass wir diese im Wiki einstellen konnten, um diese in einer Unterrichtsstunde zu lösen:

Hausaufgaben – Was erfahre ich über die Familie oder Person?

Besonders gefreut habe ich mich über die Aufgabe Besuchte Internetseiten. Hier hat ein Schüler die gesamte Aufgabe selbstständig entwickelt. Er gibt 7 von einer fiktiven Person besuchte Internetseiten vor und stellt dazu Fragen in Form eines online Kreuzworträtsels. Auch die Schüler waren von dieser Idee begeistert. Ich hoffe, dass noch weitere Aufgaben im Wiki folgen werden.