Neujahrswünsche in der deutschen Sprache


Als ich vor Jahren in Ungarn lebte, fand ich den Neujahrswunsch „BÚÉK“ ungemein praktisch. Dieser setzte sich aus den Worten „Boldog Ùj Èvet Kívánok!“ zusammen, was so viel wie „Glückliches neues Jahr (wünsche ich)“ bedeutet. Die kurze Form ermöglicht es auch Nicht-Ungarn, den Neujahrswunsch mehr oder weniger korrekt vorzutragen, auch wenn der Alkoholspiegel sich schon der kritischen Grenze nähert.

Eine Wunschformel für ein positives neues Jahr zum Beginn des neuen Jahres kennt natürlich auch die deutsche Sprache. Nur gibt es hier (wie so oft) regionale Unterschiede. Nachzulesen sind diese im  ”Atlas zur deutschen Alltagssprache” (www.atlas-alltagssprache.de). Ziel des Projektes ist es, „die aktuelle Vielfalt des Deutschen zu erfassen und anschaulich auf Karten darzustellen“.

Bei der Umfrage zu den Neujahrswünschen unterscheidet der Atlas zwischen dem Zeitpunkt des Neujahrswunsches: a) in der Silvesternacht um 0:00 Uhr, wenn man auf das neue Jahr anstößt und b) für den Wunsch am 1. Januar.

Die Varianten reichen in der Silvesternacht (von Nord nach Süd) von „Frohes neues Jahr“, „Prosit Neujahr“,  „Gesundes neues (Jahr)“ und „Gutes neues (Jahr)“ (Österreich). Genaueres kann man auf der folgenden Seite nachprüfen
http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_8/r8_f1a_b/
, wo die unterschiedlichen Neujahrswünsche kartiert vorliegen.

Im zweiten Teil geht es um den Wunsch am 1. Januar. Hier gibt es vor allem für die Gebiete eine Veränderung, wo es in der Silvesternacht „Prost“/“Prosit“ (Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“) heißt. Diese werden meist durch benachbarte Varianten, wie „Gesundes neues Jahr“, ersetzt.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, der findet im „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ eine kurzweilige Reise durch die Varianten der deutschen Sprache und wer aus den drei deutschsprachigen Ländern kommt, der kann an der neuen Umfrage (Neunte Runde) teilnehmen, indem er den Online-Fragebogen ausfüllt.

Ich wünsche allen Leser des Blogs, ein gesundes, glückliches und frohes neues Jahr!

Neujahr

Links:

Siehe auch im Blog:

Wiener Kaffeehäuser – Lieblingsort der Literaten …


… und auch sehr beliebt als DaF-Thema. Deshalb dieser Verweis auf einen aktuellen Beitrag auf Spiegel-Online:

Tratschen und diskutieren, Zeitung lesen und philosophieren: Das Wiener Kaffeehaus ist schon immer mehr Club als Café gewesen, beliebt bei Literaten und Touristen. Noch heute werden Fiaker und Einspänner auf einem Silbertablett serviert.

Hier in diesem Blog gab es zu diesem Thema schon mal einen längeren Beitrag: Kaffee- und Kaffeehaus- Kultur in Wien und Budapest

Passionsspiele in Oberammergau


In regelmäßigen Abständen informiert das Goethe Institut auf seinen Seiten über wichtige Ereignisse aus der deutschen Kunstszene: Künste

Im Bereich >  Theater >  Institutionen, Bühnen, Festivals geht es u.a. um ein wichtiges landeskundliches Thema: Theater als Brauchtum – Die Passionsspiele in Oberammergau (Juli 2010).

Als Passionsspiel werden christliche geistliche Dramen um die Passion, das Leiden und Sterben des Jesus von Nazaret bezeichnet. Karfreitagsspiele, Passionsspiele und die sich thematisch häufig überschneidenden Osterspiele waren im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in ganz Europa verbreitet. Sie sind oft als vielstündige oder mehrtägige Aufführungen unter Mitwirkung von zahlreichen Schauspielern angelegt. Aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Passionsspiel

Die Oberammergauer Passionsspiele sind die bekanntesten in Deutschland und finden nur alle 10 Jahre statt. Ihre Entstehung wird auf der Seite des GI so beschrieben:

1633 wütete die Pest im Ammertal. Um dem schwarzen Tod Einhalt zu gebieten, gelobten die Gemeindevorsteher „die Passions-Tragödie alle zehn Jahre zu halten“. Danach, so will es die Legende, ist kein einziger Oberammergauer mehr der Pest erlegen. 1634 wurde erstmals das Passionsspiel aufgeführt. 2010, fast drei Jahrhunderte später, steht etwa jeder zweite der 5.000 Oberammergauer auf der Bühne des Passionstheaters. Mitmachen darf, wer im Dorf von Geburt an gemeldet ist oder seit 20 Jahren dort lebt.

Hier das offizielles Informationsvideo Passion Oberammergau 2010:

Dieses einmalige Theatererlebnis wird heute aber auch kritisch gesehen. Die Begriffe Verkündigung, Spektakel und Geschäft zeigen die Spannweite möglicher Meinungen:

Tatsächlich ist die Passion für das Dorf bis heute ein gutes Geschäft. Doch allein mit der Gewinnsucht seiner Ausrichter lässt sich nicht erklären, wie sich das Spiel über all die Jahrhunderte hinweg behaupten konnte. Gestritten wurde im Dorf immer auch um die Sache; um die bestmögliche Darstellung des Heilsgeschehens. Aus:
http://www.goethe.de/kue/the/ibf/de6371278.htm

Auf den Seiten von BR-online kann man 5 Schlüsselszenen der aktuellen Aufführung Oberammergauer Passion 2010 in guter Qualität finden: Der Einzug in Jerusalem, die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, das letzte Abendmahl, Jesu Verrat und Verhaftung, Kreuzweg und Kreuzigung

Interessant für den Unterricht ist es, die Neuerungen in der aktuellen Aufführung zu suchen und Gründe für diese Veränderung zu diskutieren. Einige Informationen dazu kann man auch der oben erwähnten Seite des GIs entnehmen. Auch die Deutsche Welle hat über das Ereignis berichtet (DW-TV Reporterin Elena Ern blickt hinter die Kulissen der Passionsspiele). Der Beitrag eignet sich ebenfalls für den Unterricht:

Links:

PASCH Februar-Dossier zum Thema: Fasching


Die Seite der Partnerschulinitiative bietet in monatlichen Abständen Dossiers, die man sehr gut auch im Unterricht einsetzen kann. In diesem Monat beschäftigt sich das Dossier passend zur 5. Jahreszeit  mit den „tollen Tagen“.  Als Sprachniveau wird B1 angegeben. Es gibt viele Erklärungen, weiterführende Links und Hörbeispiele. Hier die Themen:

Wie sieht das Leben von Schülern in Deutschland aus?


Die aktuelle Sendung der DW “Deutsch im Fokus” beschäftigt sich mit dem Thema: Aus der Schule geplaudert - Wie sieht das Leben von Schülern in Deutschland aus?

Darauf antwortete einer der Befragten:

“Am normalen Schultag geht der Schultag um zehn nach acht los. Das heißt also, ich hab’ zehn Minuten Schulweg, steh’ ich so um sieben Uhr auf. Dann hat man sechs bis sieben Stunden Schule, so bis halb zwei, und dann kommen natürlich noch so ein bis zwei Stunden Hausaufgaben dazu.”

So ganz schrecklich klingt das nicht, wenn ich den Schulalltag meiner Schüler hier in Budapest damit vergleiche. Aber jede Schule sieht anders aus und diese Sendung eignet ich nicht nur für kontroverse Diskussionen, u.a. wie der ideale Schulalltag aussehen sollte, sondern vermittelt auch brauchbare Lexik rund um das Thema Schule. Dabei dominiert die aktuell von  Schülern gesprochene Sprache und erklärt die verwendeten Redensarten wie Unter aller Sau oder Sage und schreibe.

In dieser Sendung geht es auch um Abiturbräuche. Zu diesem Thema gibt es im DSD-Wiki einige Wikibausteine.

Karneval in der Zeit des Faschismus


Auch in diesem Jahr darf ein Beitrag zum Thema Fasching/Fastnacht/Karneval in Deutschland nicht fehlen. Diesmal möchte ich aus aktuellem Anlass auf ein geschichtliches Thema verweisen. Wie feierte man im “Dritten Reich” die närrischen Tage?

Carl Dietmar und Marcus Leifeld haben diese Frage untersucht und in ihrem Buch “Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich”. (Herbig, München 2010. 224 S., 24,95 Euro) veröffentlicht. In der taz findet man Ergebnisse dieser Recherche. Hier einige Auszüge:

Nicht nur drängte die NSDAP massiv darauf, den Frohsinn zu vereinnahmen und organisatorisch in die eigenen Hände zu bekommen. Viele der Spaßmacher beeilten sich in vorauseilendem Gehorsam, ihre schalen Witze den neuen Machthabern dienlich zu machen.

Auch gab es vereinzelt Beispiele für karnevalistischen Ungehorsam:

Der begnadete kölsche Büttenredner Karl Küpper wagte es etwa, den Hitlergruß zu verspotten: Er hob, am Rand der Bütt hockend, den rechten Arm zum Gruße, nur um das Publikum zu fragen: “Is et am rähne?” (regnet es?).  Küpper erhielt unter anderem wegen “Verächtlichmachung des Deutschen Grußes” ein lebenslängliches Redeverbot.

Leo Statz, Präsident der Düsseldorfer Karnevalsvereine und Anhänger der katholischen Zentrum-Partei, bekam wegen unbotmäßigem Verhalten eine eigene Akte bei der Gestapo und bezahlte seine Unangepasstheit schließlich mit dem Leben. Weil Statz 1943 in betrunkenem Zustand am Endsieg zweifelte, verurteilte ihn der Berliner Volksgerichtshof zum Tode.

Interessant auch folgende Aussage von Marcus Leifeld über den Einfluss der NS-Propaganda

WELT ONLINE: Dass Hitler die Psychologie der Masse für seine NS-Propaganda nutzte, ist bekannt. Aber konnte man auch die wirr durcheinanderwuselnden Menschen am Rosenmontagszug so beeinflussen?

Leifeld: Nein, die Nationalsozialisten haben das wilde Treiben des Straßenkarnevals eher gefürchtet. Deswegen haben sie ihre Symbolik davon ferngehalten. Die Mitglieder des Bundes Deutscher Mädel zum Beispiel durften nicht ihre Uniformen tragen. Aber man findet die Ideologie der Faschisten im organisierten und inszenierten Karneval. In den Umzügen gab es etliche propagandistisch genutzte Wagen. Einer der schlimmsten war sicherlich ein Wagen im Nürnberger Umzug des Jahres 1938. Dort sah man eine Puppe an einem Galgen hängen, die einen Juden darstellte. Überall in den Städten gab es Wagen und Fußgruppen, die „jüdische Devisenschieber“ anprangerten oder die Nürnberger Rassegesetze feierten. Gleichzeitig wurden in der Bütt die nationale Erhebung und die Nationalsozialisten verherrlicht.

Es verwundert nicht, dass mit Kriegsbeginn 1939  alle Karnevalsumzüge in Deutschland untersagt wurden.

Ein spannender Gegenstand für den Landeskundeunterricht, berühren sich doch hier das sonst so “heitere” Thema der Bräuche in deutschsprachigen Ländern mit einem ernsten historischen Problem.

Weitere Links

Weitere Artikel zum Thema Karneval im landeskunde Blog:

    Elektronische Neujahrsgrüße


    Jeder dritte Deutsche wird zum Jahreswechsel per SMS seine Wünsche für 2010 übermitteln. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung des Branchenverband Bitkom und Forsa hervor.

    • Jeder Vierte will dazu eine Mail schreiben.
    • Jeder neunte Befragte gab an, seine Botschaften in einem Blog oder sozialen Netzwerk zu versenden.

    Insgesamt planen 46 Prozent, sich anlässlich des neuen Jahres elektronisch bei Freunden und Verwandten zu melden. Dagegen greifen drei Viertel der Senioren zum Telefonhörer.
    Insgesamt werden nach dieser Befragung knapp 21 Millionen Deutsche an Silvester rund 290 Millionen SMS mit Neujahrsgrüßen verschicken.

    Dabei stehen Freunde mit 33 Prozent ganz oben auf der Liste für gute Wünsche, gefolgt von den Eltern mit 19 Prozent, Geschwistern mit 10 Prozent oder den eigenen Kindern mit 8 Prozent. Dagegen plant nur jeder Zwanzigste, die erste SMS des neuen Jahres an den Partner zu senden.

    Vor allem bei Jugendlichen sind die Handy-Textnachrichten beliebt.

    Aus:
    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/aktuell/2169082_Neue-Medien-im-Vormarsch.html

    Passende Wünsche und Sprüche, auch für den Unterricht geeignet,  findet man hier:

    Ich bin auf die Neujahrs-Twitter-Sprüche gespannt. :-)

    Was machen die Deutschen zwischen Weihnachten und Neujahr?


    Was man zwischen Weihnachten und Neujahr unternimmt, ist eigentlich auch eine interessante interkulturelle Frage. Hier eine Befragung des Forsa-Instituts zu diesem Thema, die ich auf Statista gefunden habe.  Sie wurde am 18. November 2009 veröffentlicht, Mehrfachnennungen waren möglich. Im Original wurde erfragt: “Welche der folgenden Dinge haben Sie sich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vorgenommen?”

    Obwohl die Antworten  vorgegeben waren, finde ich die Daten als landeskundliche Informationsquelle gut geeignet.

    Wer möchte, kann folgende Aussagen nach ihrer wahrscheinlichen Häufigkeit ordnen und dann mit dem Diagramm auf Statista (Link am Ende des Artikels) vergleichen.

    1. Ich weiß es nicht.
    2. Ich werde mich zwischen Weihnachten und Neujahr über Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge informieren.
    3. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr arbeiten.
    4. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr die Steuererklärung ausfüllen.
    5. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr einen Einkaufsbummel machen oder Geschenke umtauschen.
    6. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr einen entspannten Urlaub zu Hause verbringen.
    7. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr eine Silvesterfeier vorbereiten.
    8. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr in den Urlaub fahren.
    9. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr mit Freunden und Verwandten zusammen sein.
    10. Ich werde zwischen Weihnachten und Neujahr nichts davon machen.

    Diagramm auf Statista: Welche der folgenden Dinge haben Sie sich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vorgenommen?

    Verwandte Themen:

    Frohe Weihnachten


    Auch in diesem Jahr geht der Wunsch in über 100 Sprachen an alle Leser des Landeskunde-Blogs.  Diesmal ist das Wordle etwas verständlicher, da ich nun endlich weiß, wie man Sätze in Wordle anzeigen kann. Wer mehr dazu wissen möchte, findet hier im Blog noch einmal die Erklärung und einige Wordle Ideen für DaF:

    (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

    Wordle: Frohe Weihnachten in über 100 SprachenWordle: Frohe Weihnachten in über 100 Sprachen Übrigens habe ich die 109 Sprachen hier gefunden.

    Verwandte Themen:

     

    Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind?


    Hier in Ungarn ein bekanntes Problem: Was ist der Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann? Um so glücklicher bin ich, dass ich folgendes Video von Rolf Zuckowski gefunden habe:

    Noch komplizierter wird es, wenn das Christkind ins Spiel kommt. Vollkommen verwirrt war ich durch die Information, dass die Tradition des Christkinds auf Martin Luther zurückgeht. Wie jetzt? Warum gibt es heute das Christkind im katholischen Süden Deutschlands und den Weihnachtsmann im evangelischen Norden? Eine Erklärung fand ich in der SZ:

    Mit Martin Luther aber wurde es kompliziert. Der große Reformator schaffte um das Jahr 1535 die Bescherung am Nikolausabend für die deutschen Protestanten ab.

    Statt dessen sollte nun der “Heilige Christ“ – später als Christkind verniedlicht und als kindlicher Jesus missverstanden – an Weihnachten Geschenke bringen. Anhänger fand dieser demnach ursprünglich protestantische Brauch in Deutschland seit 1900 dann auch unter den Katholiken.

    In den folgenden 30 Jahren wechselten Christkind und Nikolaus zunehmend die Seiten, sodass Kinder im überwiegend katholischen Süden und Westen schließlich dem Christkind den Vorzug gaben, im Osten und Norden dagegen dem Nikolaus – allerdings in seiner neuen Gestalt: dem Weihnachtsmann.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/588/426345/text

    Die genaue Verteilung, wo man nun Christkind bzw. Weihnachtsmann benutzt, findet man auf folgender Dialektkarte.

    Die Seite der SZ erklärt auch, wie es dazu gekommen ist, dass aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann entstand:

    Der Weihnachtsmann hatte sich während des 19. Jahrhunderts entwickelt. Der ursprünglich als Bischof dargestellte Nikolaus verschmolz zunehmend mit seinem Begleiter und Gehilfen (zum Beispiel Knecht Ruprecht oder Krampus) und übernahm dessen Stiefel, den Sack und die Rute, behielt jedoch den Mantel und den – allerdings zunehmend abgewandelten – Bischofshut.

    Interessant die Aussage: “Überschätzt: Die Rolle eines Getränkeherstellers

    Als in den zwanziger Jahren Coca Cola den Weihnachtsmann für die Werbung einsetzen wollte, konnten die Designer demnach auf eine bereits sehr erfolgreiche Vorlage zurückgreifen.

    In dieser Form ist der Weihnachtsmann mir natürlich am liebsten:

    Foto by Softeis 04/01/2004 GNU

    Aber auch hier muss man ehrlicher Weise gestehen, dass der Nikolaus früher da war:

    Um 1820 entstanden die ersten aus massiver Schokolade gefertigten Nikolausfiguren mit der Darstellung des Bischofs mit Mitra und Stab. Etwa 20 Jahre später wurden sie erstmals in der heute gewohnten Form als Hohlkörper hergestellt. Die Darstellung wechselte mit dem Aufkommen der Weihnachtsmannfigur recht schnell zur heute vorherrschenden Form.

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann#Schokoladenweihnachtsmann

    Aber auch hier gilt:

    Die Figur des Schokoladenweihnachtsmannes hat mittlerweile in Deutschland fast vollständig den eigentlich traditionellen Schokoladennikolaus verdrängt.

    Auch hier im Blog:

    Noch interessant:

    Wer Bilder (in der richtigen Lizenz) zu dieser wichtigen Persönlichkeit sucht, wird hier fündig: Commons: Weihnachtsmann – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

    Nachtrag:

    Ich habe gerade auf Lothars Blog (übrigens immer sehr lesenswert) gefunden, dass es einen Verein Pro-Christkind gibt, der es sich zur Aufgabe gemacht, das Christkind zu retten. Hier gibt es auch:

    Informationen zum Christkind, zu Nikolaus, Krampus, Hl. Drei Könige, Weihnachtsgestalten aus aller Welt, Bräuche und Traditionen vor, an und nach Weihnachten

    Es wäre auch eine Unterrichtsidee, eine kleine Werbekampagne für das Christkind zu entwickeln ;-)

    Verwandte Themen: